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Mit einfachen Mitteln eine Web-App samt API und Docker-Container aufsetzen

Am Ende landet alles im Container


Ob nun für einen Prototyp, für den Start eines neuen Green-Field-Projekts oder einfach nur, um dem Kunden die Möglichkeiten einer Funktion aufzuzeigen – eine Web-App samt API und einer Containerumgebung hochziehen zu können, sollte in jedem Team zum Grundwissen gehören. In den folgenden Abschnitten erfahren Sie, wie man förmlich in Minuten eine App aus dem Boden stampft.

Die Zeiten von reinen Backend-Entwicklern sind vorbei. Das soll nicht heißen, dass wir uns nur noch oberflächlich Fachwissen aneignen. Es bleibt weiter dabei, dass der Eine mehr ein Faible für das Frontend und der Andere für reinen Backend-Code hat. Doch wir sollten wissen, wie die anderen Teile funktionieren und im Team alle Aufgaben lösen können, die eine Applikation an uns stellt.

Darum will ich Ihnen hier einen kompletten Durchstich vom Frontend über das Backend bis hin zu der Idee einer Containerumgebung aufzeigen. Eine solche Web-App wird unweigerlich deutlich mehr Frontend-Anteile beinhalten, weil wir in diesem Bereich mehr Geschwindigkeit und Freiraum in die Entwicklung der eigentlichen Funktion bekommen. Komplexere Features, wie zum Beispiel die Bestellstrecke in einem Shop, die Führung durch einen Workflow, wie wir ihn früher in Formularketten kannten, oder einfach nur der Ersatz einer Administrationsoberfläche, können durch eine Single-Page-Applikation deutlich einfacher umgesetzt werden. Selten ist die Aufgabe so geradlinig, dass man sie in einfachen, in Request-Response-basierten Anwendungen umsetzen kann. Administrationsoberflächen fallen immer wieder in einen CRUD-Ansatz zurück, der in den seltensten Fällen das gewünschte Verhalten widerspiegelt. Ich würde sogar so weit gehen, dass ich eine kleine Singular-App einem Wireframe vorziehe, wenn es darum geht, einen Prozess zu skizzieren, denn Code lässt sich einfacher schreiben als das umständliche Klicken durch eine Anwendung.

Die App

Viele Tutorials fangen mit einer Art To-do-App an. Dieser langen Liste möchte ich mich ungern anschließen. Damit Sie als Leser direkt sinnvolle Beispiele vor sich haben, möchte ich kurz Emma [1] vorstellen. Hierbei geht es um den Rewrite der Emma [2]. Bei der App handelt es sich um Unterstützung für die ehrenamtlichen Helfer der Tafel in Duisburg, die vielen Sprachen und Kulturen gegenüberstehen. Natürlich könnte man hier in Echtzeit Phrasen und Textblöcke aufnehmen und übersetzen lassen, doch hier soll es um eine einfache Lösung gehen. Darum haben mein Kollege Roland Golla und ich die ursprüng...

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