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Kolumne: A2 - alles Agile

Kolumne: A2 - alles Agile


Ähnlich wie bei Water-Scrum-Fall (Kasten: „Water-Scrum-Fall – Rückblick“), verhält es sich mit Implementierungen von Kanban, nur im Development-Team. Der Prozessfluss im Team wird optimiert, der gesamte Wertschöpfungsprozess jedoch noch nicht. Kanban kann auch hier, ähnlich wie Scrum, seine Stärken nicht ausspielen. Im Folgenden wird anhand der Kanban Flight Levels von Dr. Klaus Leopold dargelegt, wie der Weg weiter beschritten werden kann. Zusammenfassend sei nochmal erwähnt, was Kanban und was die Kanban Flight Level [2] sind oder besser gesagt, was sie nicht sind: Kanban ist keine agile Methode, aber man kann Agilität mit Kanban verbessern. Kanban fokussiert nicht auf Teams, kann aber auf Teamebene eingesetzt werden. Die Kanban Flight Levels (Abb. 1) stellen kein Reifegradmodell dar, sondern dienen als Kommunikationstool, um die Möglichkeiten von Kanban aufzuzeigen und einen Startpunkt zu finden.

Water-Scrum-Fall – Rückblick

Water-Scrum-Fall [1] ist, wie in der letzten Kolumne erwähnt, eine Beschreibung für eine Implementierung von Scrum, in der nur das Scrum-Team (also Developer, Scrum Master und Product Owner) nach Scrum arbeiten. Bereiche, die davor oder danach involviert sind, arbeiten weiterhin nach klassischen Methoden wie Waterfall. Eine gemeinsame Verantwortung, auch End-to-End-Verantwortung, für ein Produkt wird durch eine derartige Implementierung oft verhindert, da die Teams nicht selbstständig Wert zum Kunden bringen können. Das kann dadurch eingeschränkt sein, dass die Teams nicht mit dem Kunden in Kontakt treten können, sondern dies zum Beispiel nur durch den Vertrieb, das Marketing oder den Betrieb vorgenommen wird. Scrum kann im Scrum-Team dennoch gut funktionieren, denn ein erster wichtiger Zwischenschritt ist getan.

schroeder_agile_1.tif_fmt1.jpgAbb. 1: Kanban Flight Level

Flight Level 1: Team – ungeordneter Input

Beim Flight Level 1 arbeitet das Team schon mit der Idee von Scrum, unter Umständen mit einem Kanban Board, das den Prozess visualisiert, mit Work-in-Progress-Limitierungen (WIP) und Ähnlichem. Der Input Richtung Team ist auf diesem Level noch ungeordnet. Jeder Wunsch wird ungefiltert zum Team getragen und bearbeitet, sodass sich dort viel Arbeit auf dem Tisch sammelt. Die Themen sind in der Regel auch alle gleich wichtig (Priorität 1, 1A oder A).

Vorteile:

  • Einfacher Start

  • Verbesserung der Visualisierung und Kommunikation

  • Fokus auf dem Erledigen von Tasks

  • Teameffizienz wird verbessert

Nachteile:

  • Unter Umständen: Arbeiten an falschen Themen

  • Mehr Anfra...

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