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PHP Magazin
Kolumne: Zeit für PHP

Wir haben leider gar kein Framework im Einsatz


Die Geschichte der PHP Frameworks beginnt in der Mitte der Nullerjahre, genau genommen 2005. Denn obwohl PHP eigentlich bereits seit 1995 existiert, war erst mit Version 4 eine rudimentäre Unterstützung von etwas verfügbar, das man aus heutiger Sicht mit viel gutem Willen als Objektorientierung bezeichnen mag. Das hinderte freilich einige Wagemutige nicht daran, erste objektorientierte Gehversuche zu unternehmen und Bibliotheken und Klassen zu veröffentlichen, die zumeist einfach nur bestimmte Funktionalitäten bündelten: PEAR, das PHP Extension and Application Repository, war geboren. Und wenn gleich diese Lösungen wenig mit dem zu tun haben, was man heute unter einem Framework verstehen mag, findet sich das modulare Konzept von PEAR auch in modernen Frameworks wieder.

Bis zur nächsten Generation von Frameworks in PHP brauchte es die Version 5 der Sprache in 2004 – jetzt mit ernstzunehmender Unterstützung für objektorientierte Entwicklung –, den Dotcom-Boom und nicht zuletzt den Dänen David Heinemeier Hansson. Ob man aus Sicht von PHP heute stolz darauf sein sollte, den Dotcom-Boom begünstigt zu haben, ist vermutlich eine Frage, über die man hervorragend diskutieren oder gar streiten kann. Unstrittig hingegen ist, dass David Heinemeier Hansson mit seinem Framework Ruby on Rails auch und gerade auf die PHP-Welt einen großen Einfluss hatte und vermutlich bis heute hat.

Wie die Frameworks groß wurden

Die PHP-Community schaute anfangs durchaus neidisch auf die ersten Erfolgsmeldungen, wie produktiv man doch mit einem Framework wie Ruby on Rails programmieren könne. Zugegebenermaßen ist ein Vergleich zwischen einer Programmiersprache und einem Framework nicht gerade sinnvoll, aber wer fragt in der heutigen (Medien-)Welt noch nach der Sinnhaftigkeit von Vergleichen? Das Standardbeispiel für Ruby-on-Rails-Anwendungen, die Erstellung eines Blogs in weniger als zehn Minuten, war durchaus beeindruckend, täuscht aber über die Komplexitäten einer realen Anwendung mit ernsthafter Geschäftslogik hinweg. Hinzu kommen die aus heutiger Sicht problematische Verwendung von Active Record und die starke Kopplung von Code an die dahinterstehende Datenbank. Wohl auch aus der Befürchtung heraus, dass PHP – nicht zuletzt wegen des Rails-Frameworks – Marktanteile an Ruby verlieren könnte, und weil es zu diesem Zeitpunkt kaum ernstzunehmende PHP Frameworks gab, kündigte die Firma Zend ein eigenes quelloffenes Produkt an: Das Zend Framework.

Bis zu dessen erstem Release am 30. Juni ...

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Kolumne: Zeit für PHP

Wir haben leider gar kein Framework im Einsatz

Die Geschichte der PHP Frameworks beginnt in der Mitte der Nullerjahre, genau genommen 2005. Denn obwohl PHP eigentlich bereits seit 1995 existiert, war erst mit Version 4 eine rudimentäre Unterstützung von etwas verfügbar, das man aus heutiger Sicht mit viel gutem Willen als Objektorientierung bezeichnen mag. Das hinderte freilich einige Wagemutige nicht daran, erste objektorientierte Gehversuche zu unternehmen und Bibliotheken und Klassen zu veröffentlichen, die zumeist einfach nur bestimmte Funktionalitäten bündelten: PEAR, das PHP Extension and Application Repository, war geboren. Und wenn gleich diese Lösungen wenig mit dem zu tun haben, was man heute unter einem Framework verstehen mag, findet sich das modulare Konzept von PEAR auch in modernen Frameworks wieder.

Arne Blankerts, Stefan Priebsch


Die Geschichte der PHP Frameworks beginnt in der Mitte der Nullerjahre, genau genommen 2005. Denn obwohl PHP eigentlich bereits seit 1995 existiert, war erst mit Version 4 eine rudimentäre Unterstützung von etwas verfügbar, das man aus heutiger Sicht mit viel gutem Willen als Objektorientierung bezeichnen mag. Das hinderte freilich einige Wagemutige nicht daran, erste objektorientierte Gehversuche zu unternehmen und Bibliotheken und Klassen zu veröffentlichen, die zumeist einfach nur bestimmte Funktionalitäten bündelten: PEAR, das PHP Extension and Application Repository, war geboren. Und wenn gleich diese Lösungen wenig mit dem zu tun haben, was man heute unter einem Framework verstehen mag, findet sich das modulare Konzept von PEAR auch in modernen Frameworks wieder.

Bis zur nächsten Generation von Frameworks in PHP brauchte es die Version 5 der Sprache in 2004 – jetzt mit ernstzunehmender Unterstützung für objektorientierte Entwicklung –, den Dotcom-Boom und nicht zuletzt den Dänen David Heinemeier Hansson. Ob man aus Sicht von PHP heute stolz darauf sein sollte, den Dotcom-Boom begünstigt zu haben, ist vermutlich eine Frage, über die man hervorragend diskutieren oder gar streiten kann. Unstrittig hingegen ist, dass David Heinemeier Hansson mit seinem Framework Ruby on Rails auch und gerade auf die PHP-Welt einen großen Einfluss hatte und vermutlich bis heute hat.

Wie die Frameworks groß wurden

Die PHP-Community schaute anfangs durchaus neidisch auf die ersten Erfolgsmeldungen, wie produktiv man doch mit einem Framework wie Ruby on Rails programmieren könne. Zugegebenermaßen ist ein Vergleich zwischen einer Programmiersprache und einem Framework nicht gerade sinnvoll, aber wer fragt in der heutigen (Medien-)Welt noch nach der Sinnhaftigkeit von Vergleichen? Das Standardbeispiel für Ruby-on-Rails-Anwendungen, die Erstellung eines Blogs in weniger als zehn Minuten, war durchaus beeindruckend, täuscht aber über die Komplexitäten einer realen Anwendung mit ernsthafter Geschäftslogik hinweg. Hinzu kommen die aus heutiger Sicht problematische Verwendung von Active Record und die starke Kopplung von Code an die dahinterstehende Datenbank. Wohl auch aus der Befürchtung heraus, dass PHP – nicht zuletzt wegen des Rails-Frameworks – Marktanteile an Ruby verlieren könnte, und weil es zu diesem Zeitpunkt kaum ernstzunehmende PHP Frameworks gab, kündigte die Firma Zend ein eigenes quelloffenes Produkt an: Das Zend Framework.

Bis zu dessen erstem Release am 30. Juni ...

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