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Was sind eigentlich UX Design Guidelines?

SP-2013-Apps für User


Oft ist bei Microsoft die Rede von UX Design Guidelines. Aber was genau verbirgt sich dahinter und was bedeutet das für mich als Entwickler? Dies möchte ich Ihnen im folgenden Artikel gerne näherbringen. Ausgeschrieben bedeutet UX bekanntlich „User Experience“, also wie der Nutzer SharePoint erlebt. Dafür hat sich Microsoft Richtlinien ausgedacht, um den neuen, wesentlich größeren Pool der Entwickler abzuholen, und um zu verhindern, dass die Apps das Host Web umgangssprachlich zerpflücken.

Wenn sich möglichst jeder Entwickler an diese Guidelines hält, bleibt SharePoint seinem Verhalten und Stil treu und der Endanwender hat ein flüssiges und übersichtliches User Interface (UI) oder eine einheitliche User Experience. Es gibt derzeit eine Übersichtsseite von Microsoft zu den UX Design Guidelines, die ich empfehlen kann, um sich kurz in das Thema einzulesen [1]. Ich möchte die dort angesprochenen Punkte aufbereiten mit Informationen aus verschiedenen Quellen und eigenen Erfahrungen, die ich bei der bisherigen App-Entwicklung machen konnte.

Grundlegendes zum App-Modell

Wie aus diversen anderen Artikeln bekannt, ist eine SharePoint-2013-App nicht mit Apps für den bisher bekannten mobilen Sektor zu vergleichen. Diejenigen von Ihnen, die SharePoint 2013 bereits nutzten, werden gemerkt haben, dass mittlerweile „alles“ eine App ist. Damit möchte sich Microsoft nicht unbedingt dieser aktuellen „Mode“ anpassen, sondern es eher den End-Usern ermöglichen, ein anderes Verständnis für SharePoint aufzubauen.

Grundlegend ist eine App ein Modul oder eine Anwendung, die ein bestimmtes Problem löst. Wenn ich als Nutzer nun meine Kontakte pflegen möchte, benötige ich hierfür am besten eine Liste. Deswegen ist unter SharePoint 2013 auch eine Liste eine App.

Dieses „simple Denken“ muss ich mir als Entwickler einer App zuerst einmal aneignen. Denn ich vermute, dass einige von Ihnen aus der SharePoint-Entwicklung größere Maßstäbe gewohnt sind. Es soll nicht bedeuten, dass komplexe Lösungen aus der neuen SharePoint-Welt verbannt sind, es gibt weiterhin die altbekannten Solutions und drei unterschiedliche App-Modelle, die unterschiedliche Lösungsansätze bieten, auch für umfangreichere Szenarien:

  • SharePoint-hosted
  • Auto-hosted
  • Provider-hosted

Die SharePoint-hosted App

Die kleinste aller Lösungsansätze. Hierbei ist „klein“ nicht falsch zu verstehen: Es bezieht sich mehr auf den administrativen Aufwand, den man als Entwickler bei einer SharePoint-hosted App hat. Genau genommen reduziert sich dieser auf 0. Es passt daher besser der etwas umgangssprachlichere Spruch „Klein, aber fein“. Ich möchte mich im folgenden Artikel an das SharePoint-hosted App-Modell halten und im Wesentlichen die UI- bzw. UX-Aspekte hierfür beleuchten.

Wie tritt eine App in Erscheinung (App Shapes)?

Es gibt bei den SharePoint-Apps so genannte App Shapes. Damit ist gemeint, wie eine App dem User zur Verfügung gestellt wird, bzw. wie die Funktionalitäten einer App verfügbar gemacht werden. Hierzu gibt es eine recht übersichtliche Grafik von Microsoft (Abb. 1).

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Abbildung 1: Microsoft-App-Shapes-Grafik

Zu den App Shapes gehören nicht die Ribbon Action oder das Kontextmenü. Hier wird nur über einen Button bzw. ein CallOut-Element eine App-Funktionalität aufgerufen. Die App tritt also nicht mit eigenem UI in Erscheinung.

Ich werde mich in meinem Artikel auf die Immersive-Full-Page-App und das App Part beschränken, da ich in diesen Bereichen schon eigene Erfahrung sammeln konnte.

Immersive-Full-Page-App

Eine SharePoint-2013-App wird solch eine Ansicht immer besitzen. Dies sollte nicht negativ gesehen werden, sondern eher als eine Möglichkeit, den Nutzer der App über diese zu informieren oder Neuigkeiten aus der eigenen Firma darzustellen.

Als Erstes sollte ich mir als Entwickler Gedanken über meine App in Bezug auf die Anwendungsgebiete machen. Denn eine App wird durch ihre Aufgabe designt. Wie hole ich also meine Nutzer a...

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