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Eine Einführung in mobile Dashboards mit Datazen

Daten flexibel visualisieren


Seit dem 14. April dieses Jahres ist es offiziell, Microsoft übernimmt die Firma Datazen – Anbieter für mobile Business-Intelligence-Visualisierung [1]. Das Besondere daran: Datazen folgt bereits seit geraumer Zeit der Philosophie „Any time – any device“ – ob Microsoft, iOS oder Android, ob Desktop, Tablet oder Smartphone – es gibt Viewer für jede Plattform. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die Business-Intelligence-Lösung, von der Installation und Konfiguration bis hin zur Visualisierung von Kennzahlen und Metriken.

Unterhält man sich heutzutage mit Fachanwendern in Unternehmen, wird schnell klar, dass diese – neben all der Flexibilität, die Self-Service-BI-Werkzeuge aktuell bieten – gerne eine Plattform nutzen möchten, die auf unterschiedlicher Hardware lauffähig ist. Aber nicht nur das, gleichermaßen fordern sie die mobile Nutzbarkeit auf Tablets, Smartphones sowie Offlinefähigkeit. Genau diese Lücke schließt Datazen aktuell im Business-Intelligence-Stack von Microsoft. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich Microsoft für die Übernahme des Anbieters entschieden hat. Neben der Plattformunabhängigkeit von Datazen, die wir später im Detail beleuchten, bietet die Software bereits seit geraumer Zeit eine hervorragende Integration zum Microsoft SQL Server. Im Austausch mit IT-Abteilungen von Unternehmen erfährt man, dass sich der Microsoft SQL Server immer mehr Beliebtheit erfreut, nicht nur zum Einsatz als relationales DBMS (Datenbank-Management-System), sondern auch für ETL, Data Warehousing, Reporting und semantische Modelle (multidimensional und tabular). Also: Was passt besser in diesen weißen Fleck auf der Microsoft-Daten- und Analysesoftware-Landkarte? Keine Angst, so viel sei schon vorweg genommen: Natürlich lassen sich auch Datenquellen anbinden, die nicht aus der Microsoft-Softwareschmiede in Redmond (Washington, USA) stammen.

Aber wo ist der „Cloud First“-Anteil bei Datazen, den der Softwaregigant in seinen aktuellen Produktentwicklungen vorantreiben möchte? Nun ja, Rom wurde bekanntermaßen nicht an einem Tag erbaut. Daher benötigt man noch während der langjährigen (Aus-)Bauphase eine Lösung, die interessant genug ist, mitzumachen, zu bleiben oder erst gar nicht auf die Idee zu kommen, woanders hin abzuwandern. In unserem IT-Kontext bedeutet das, die Plattform bzw. Lösung muss zunächst im eigenen Rechenzentrum lauffähig sein (On-Premise), gleichzeitig jedoch den problemlosen Wechsel zur Cloud offen halten bzw. einfach ermöglichen. Und das geht? Um auch auf diese Frage eine Antwort zu finden, möchten wir gerne mit unserem Artikel einen Blick unter die Motorhaube werfen und die technische Architektur von Datazen beleuchten. Ist diese bekannt, steht im Anschluss – wie so oft – die Installation und Konfiguration an. Wenn wir schon beim Vergleich mit Autos sind: Wir setzen uns natürlich auch ans Steuer, das heißt, wir geben einen Überblick, wie Dashboards entworfen, publiziert und letztendlich auch von Anwendern interaktiv genutzt werden können.

Die Architektur von Datazen

Der erste Blick unter die Motorhaube von Datazen polarisiert zunächst die Gemüter. Die einen finden die klassische Drei-Schicht-Architektur gut, andere eben nicht. Es gibt eine Datenebene, Businessschicht und die Ebene für das Frontend. Alle drei Komponenten können auf einem Server betrieben werden, oder man lagert die Frontend-Komponente zur Skalierung mit tausenden von Benutzern aus. Es gilt (in Abhängigkeit der Hardware) die Faustregel, pro Frontend maximal 500 konkurrierende Benutzer, nicht zu überschreiten. Ob mittels Browser oder mit einer Datazen-App, der Zugriff der Anwender erfolgt immer auf den/die Frontend-Server. Dabei stehen Viewer-Apps für Windows 8, Windows Phone, iOS und Android zur Verfügung. Alle Betriebssysteme können mittels Webbrowser auf die konfigurierten Dashboards zugreifen, deren Konfiguration wir uns später genauer ansehen.

Wagen wir also einen zweiten, gründlicheren Blick hinein in die Datazen-Plattform, um die Architektur noch besser zu verstehen. Die Möglichkeit zur Anbindung verschiedener Datenquellen zeigt, dass Datazen in viele Unternehmen passt: Neben den bekannten Microsoft-Datenquellentypen stehen Schnittstellen zu OData- und XML-Web-Services bereit sowie die Klassiker ODBC DSN, MySQL, Oracle und PostgreSQL als ODBC- oder OLE-DB-Schnittstellen. Mit dieser heterogenen Mischung beschäftigt sich dann auch eine der drei Serverkomponenten: der Data Acquisition Service. Diese Komponente übernimmt die Datenabholung und das Caching im Server. Die Core-Server-Komponente hält alle Metadaten bzw. übernimmt die Verwaltung des Repositories mit allen inhaltlichen Komponenten (mehr dazu später bei der Erstellung von Dashboards). Diese Daten werden interessanterweise nicht in einem SQL Server gespeichert, wie man vermuten würde, sondern in einer RavenDB mit 128-Bit-Verschlüsselung. Die dritte Serverkomponente, der Web Application Service beantwortet Anfragen via REST-API und bedient die HTML-Umgebungen für Clients und Admins. Alle Kommunikationswege (zum Client, zwischen den Serverkomponenten und ggf. zu den Datenquellen) können bzw. werden selbstverständlich verschlüsselt, was besonders bei verteilten Umgebungen für die Skalierbarkeit deutliche Vorteile bringt. In solchen Fällen kann auch bereits in der aktuellen Produktversion Microsoft Azure ...

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