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Anzeigen und Verarbeiten von SAP-Daten in SharePoint

SAP-Daten ganz übersichtlich


SAP und SharePoint werden in vielen großen und mittelständischen Unternehmen eingesetzt. Auf SharePoint-Seite werden oft Geschäftsprozesse implementiert oder Daten mit BI-Mitteln ausgewertet und dargestellt. In beiden Fällen macht es Sinn, Daten aus SAP innerhalb von SharePoint zu nutzen. Dieser Artikel soll Ihnen eine Möglichkeit präsentieren, Ihre SAP-Daten durch einen No-Code-Ansatz in SharePoint nutzbar zu machen. Hierfür wird ein einfaches Szenario beschrieben, um Daten aus SAP zu lesen und anschließend zu visualisieren.

In vielen Unternehmen werden Daten entweder doppelt in SAP und SharePoint gehalten oder es wird ein BCS (Business Connectivity Services) Connector für den eigenen Anwendungsfall programmiert. Beides ist fehleranfällig und zeitaufwändig. Mit den ERPConnect Services von Theobald Software [1] ist es möglich, eine Verbindung zwischen SharePoint und SAP herzustellen. Es werden SAP ERP (R/3 4.0B oder höher), SAP ECC (jede Version) und SQP BW (3.0 oder höher) unterstützt [2].

Grundsätzlich beinhaltet das Produkt drei Möglichkeiten, um den Kontakt zwischen SharePoint und SAP herzustellen. Die Auswahl des geeigneten Weges ist abhängig von der Zielgruppe (Programmierer, Architekt oder PowerUser) und dem Anwendungsfall wie z. B. einem Zugriff über einen Workflow oder das Lesen und Schreiben über SharePoint-Listen. Eine Anbindung kann z. B. über die ERPConnect Services Runtime ermöglicht werden. Diese stellt ein API (Application Programming Interface) zur Verfügung, das über .NET oder andere Programmierumgebungen angesprochen werden kann. Hat man z. B. eine SharePoint-Solution entwickelt und benötigt Zugriff auf SAP, dann wäre diese Runtime eine geeignete Möglichkeit für eine Verbindung der Anwendung mit SAP.

Als weitere Möglichkeit steht der BCS Connector zur Verfügung, der die Business Connectivity Services in SharePoint nutzt. Hierbei handelt es sich um eine Wizard-ähnliche Applikation, die ein BCS-Modell erstellt und auf dem SharePoint Server veröffentlicht. Die daraus resultierenden Listen sind anschließend in SharePoint als externe Listen nutzbar.

Als dritte Möglichkeit wird der Web Service Designer angeboten. Er kapselt die Zugriffe auf das SAP-System in Web Services, die z. B. auf einem SharePoint Server gehostet werden können. Diese können von Konsumenten wie Workflow-Engines oder Formularen genutzt werden. Es werden SOAP und REST Web Services unterstützt.

Alle drei Methoden unterstützen das Lesen und Schreiben in das SAP-System. Für unterschiedlichste Anwendungsfälle bieten die ERPConnect Services somit eine geeignete Möglichkeit an. Auch ist eine Anbindung an Nintex Workflow bedacht worden. Alle Möglichkeiten sind kompatibel mit der Workflow-Lösung (über Custom Actions, als direkter Zugriff auf externe Listen und über Web Service Calls). Weitere Informationen hierzu finden sich unter [3]. Schwerpunkt dieses Artikels ist der No-Code-Ansatz. Dementsprechend wird der BCS Connector ausgewählt und in den weiteren Kapiteln näher beschrieben [4].

Voraussetzungen und Einrichtung

Für die Nutzung des BCS Connectors werden SharePoint Server 2010 oder 2013 vorausgesetzt. Daneben wird ein gestarteter Business Data Connectivity Service sowie eine dazugehörige Business Data Connectivity Service Application benötigt. Eine Beschreibung wie BCS auf SharePoint 2013 konfiguriert wird, findet sich unter [5]. Grundsätzlich greift SharePoint über den BCS auf Drittsysteme zu und stellt die Daten innerhalb von SharePoint dar. Es werden, falls im Connector zur Verfügung gestellt, die CRUDQ-Operationen (Create, Read, Update, Delete und Query) unterstützt. Nach der Konfiguration der Komponenten können die ERPConnect Services installiert werden. Sie werden per Set-up aufgespielt und laden neben einzelnen Applikationen wie dem BCS Connector auch einige SharePoint-Solutions auf den Server. Der BCS Connector kann nun ausgeführt und verwendet werden.

Szenario

Für unser Szenario wird das Produkt SAP ERP R/3 verwendet. Es soll ein einfaches Cockpit für den Vertriebsleiter und die Geschäftsführung eines Unternehmens erstellt werden. Ziel ist es, die aktuellen Umsatzzahlen des laufenden Jahres nach Standorten darzustellen. Zusätzlich ist die Anzahl der Aufträge pro Standort für das Controlling wichtig. Es wird davon ausgegangen, dass alle Belege in Euro bezahlt werden.

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