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Self-Service Business Travel leicht gemacht

Wenn man eine Reise tut ...


Als wir uns vor etwas mehr als einem Jahr daran gemacht haben, ein Self-Service-Reiseportal für Geschäftsreisende zu entwickeln, war die Grundidee einfach: Geschäftsreisende haben Termine bei Geschäftspartnern, zu denen sie pünktlich erscheinen wollen. Die Reiseplanung und Buchung vom Ausgangspunkt zum Meeting (Door-to-Door) sollen einfach und schnell möglich und auch mobil nutzbar sein.

Die Businessanforderung

Wer selbst Geschäftsreisen buchen muss, kennt den enormen Aufwand, um in diversen Portalen die An- und Abreise sowie eventuelle Übernachtungen kostengünstig und mit möglichst wenig Zeitverschwendung zu finden und zu buchen (Abb. 1). Aber auch Agenturen und Assistenten haben ebenfalls die Anforderung, den Rechercheaufwand und die Ergebnisqualität zu optimieren.

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Abb. 1: Selbst eine einfache Recherche erfordert dutzende von Schritten und Iterationen

In Unternehmen kommt natürlich hinzu, dass Geschäftsreisen an vor- und nachgelagerte Prozesse und Systeme gekoppelt sind, die ebenfalls möglichst kostengünstig und effizient bedient und ausgewertet werden sollen, um durch Datenanalysen Potenziale ermitteln zu können.

Das Anwenderproblem

Befragungen potenzieller Anwender haben gezeigt, dass Anwender nicht nur vom enormen Zeitaufwand einer Reiseplanung genervt sind, sondern auch von der Komplexität. Da die Portale bei der Suche den Vorgänger oder Nachfolger des aktuellen Reiseschritts nicht kennen, liefert jedes Portal jeweils hunderte von theoretischen Möglichkeiten pro Streckenabschnitt, die sich aber in Kombination mit den möglichen Vorgänger- oder Nachfolgerstrecken bis zum Ziel meistens als unbrauchbar erweisen. Selbst wenn man mögliche Kombinationen aller Reiseschritte finden konnte, weiß man noch lange nicht, ob die gefundene Kombination günstig oder teuer ist.

Die UX-Herausforderung

Um die Benutzerführung zu optimieren, muss man deshalb überlegen

  • welchen Hauptzweck man tatsächlich erfüllt
  • welche Informationen dem Benutzer zum Zeitpunkt der Suche vorliegen
  • welche Informationen die Datenquellen benötigen
  • welche Regeln und Reihenfolgen zur Filterung der Teilergebnisse der jeweiligen Datenquellen angewendet werden sollen

Der Benutzer weiß also alles über das Meeting, aber nichts über die Reise (Tabelle 1).

Hauptzweck

Dem Benutzer vorliegende Information

Für Datenquellen benötigte Information

Gewünschtes Ergebnis

Teilnahme an einem Meeting

• Ausgangspunkt des Teilnehmers

• Veranstaltungsort

• Datum und Uhrzeit des Meetings

• Mögliche Reisestrecken zum Ausgangspunkt zum Veranstaltungsort

• Spätestes Datum und Uhrzeit der Ankunft am Zielort

Eine Suche – nur wirklich mögliche Gesamtstrecken zu optimalen Konditionen

Tabelle 1: Minimalinformationen zur Reiseplanung

Die Eingabe der Suchparameter erfolgt deshalb mit den Dingen, die der User kennt. Bei Start und Ziel genügt es, Firmennamen oder öffentliche Einrichtungen anzugeben, so führt z. B. eine solche Eingabe zu einem gültigen Ergebnis (Abb. 2).

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Abb. 2: Bei der Adresseingabe reichen auch Firmennamen oder öffentliche Orte

Das Ergebnis unserer Untersuchungen ist dadurch ein sehr einfacher UX-Workflow. Um weitere Szenarien abzubilden, stehen dem Benutzer abhängig von seiner Fragestellung jeweils optimale UX-Workflows zur Verfügung.

Das fachliche Engineering zur Ermittlung des besten UX-Workflows erfordert Interviews, Erfahrung, Versuche und UX-Experten, die verstehen, wie Benutzer arbeiten und die verschiedene Alternativen testen, bis das Ergebnis der Mehrheit der Benutzer gefällt.

Die Datenherausforderung

Suchen: Dass Door-to-Door-Reiseplanung grundsätzlich Daten aus den unterschiedlichsten Datenqu...

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