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Workflows (2)

Kolumne: SharePoint ganz praktisch


In der vorherigen Ausgabe dieser Kolumne (SharePoint Kompendium digital. Band 13) wurde gezeigt, wie die Ausführungsumgebung für SharePoint 2013 Workflows eingerichtet werden muss. Dieser Teil erläutert die Workflowablaufumgebung und geht darauf ein, wie ein erster einfacher SharePoint 2013 Workflow mit SharePoint Designer deklarativ erstellt werden kann.

Für die Umsetzung eigener SharePoint 2013 Workflows können derzeit zwei Entwicklungsumgebungen verwendet werden. Zum einen kann der SharePoint Designer 2013 verwendet werden und zum anderen Visual Studio 2013. Da SharePoint 2013 Workflows nur deklarativ, also ohne eigenen serverseitigen SharePoint Code realisiert werden können, spielt die verwendete Entwicklungsumgebung zunächst auch keine Rolle. Tendenziell bietet sich aber die Verwendung von Visual Studio an, da oft auch noch ein spezieller Code über eigene Aktivitäten bereitgestellt werden muss. Bevor nun die ersten eigenen Workflows realisiert werden, lohnt sich ein Blick auf die Workflowanatomie.

Struktureller Aufbau von SharePoint Workflows

Wie bereits oben angedeutet wurde, ist kein direkter eigener SharePoint-Code innerhalb eines eigenen Workflows möglich. SharePoint 2013 Workflows basieren auf der neuen Windows Workflow Foundation (WF) 4, werden vollständig deklarativ umgesetzt und bestehen im Grunde aus einer Aneinanderreihung einzelner Workflowaktivitäten. Jede Workflowaktivität kapselt dabei einen funktionalen Aspekt eines (Geschäfts-)Prozesses. Neben den Workflowaktivitäten existieren noch Workflowaktionen. Die zu Anfang genannten Workflowaktivitäten enthalten die verwalteten Objekte, die die konkrete Ausführung steuern. Die Workflowaktionen hingegen kapseln die Workflowaktivitäten, um diese vereinfacht innerhalb des SharePoint Designers verwenden zu können. Das heißt, Workflowersteller verwenden Workflowaktionen, wohingegen die Workflowausführungsumgebung die zugehörigen Aktivitäten zur Ausführung bringt. Die Aktivitäten selbst stellen eine Implementierung der Aktivitätsklasse dar und werden deklarativ über XAML beschrieben. Die Workflowausführungsumgebung basiert auf einer nachrichtenorientierten Architektur, die die Windows Communication Foundation (WCF) verwendet. Die einzelnen Workflowaktivitäten werden hierbei über Webdienste aufgerufen. Innerhalb einer SharePoint-Farm werden die beiden Workflowhauptakteure, also die zu Beginn genannte Windows Workflow Foundation (WF) und der Nachrichtendienst WCF, in Workflow Manager Client 1.0 betrie...

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