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Entwicklung von Xamarin-Apps im Kontext von Microsoft Graph

Microsoft Graph und Xamarin Forms


Der Artikel führt die Erkenntnisse aus dem Beitrag zur Microsoft-Graph-Entwicklung [1] fort. Im Folgenden geben wir einen kurzen Überblick über den Microsoft Graph und gehen auf aktuelle Neuerungen ein. Im zweiten Teil des Artikels steigen wir in die Entwicklung mit Xamarin ein und binden eine mithilfe von Xamarin erstellte App ein.

Mit dem Microsoft Graph wird das Ziel verfolgt, eine einzige transparente Schnittstelle (API) für verschiedene Dienste bereitzustellen. So soll der Zugriff auf Daten aus verschiedenen Quellen, z. B. E-Mails, OneDrive oder Profilinformationen möglich sein. Der Microsoft Graph soll außerdem Daten liefern, die im Umfeld des Benutzers liegen und für ihn interessant sind. Außerdem besteht die Möglichkeit, Verknüpfungen zwischen all diesen Daten herzustellen, siehe Abbildung 1.

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Abb. 1: Überblick Microsoft Graph

Erweiterung des Microsoft-Graph-API um SharePoint

Im Rahmen der Ignite 2016 wurden für alle im SharePoint-Umfeld Tätigen sehr interessante Neuerungen bekannt gegeben. SharePoint wird nun auch vom Microsoft-Graph-API reflektiert. Diese Erweiterung steht mittlerweile im Graph-API in einer Betaversion zur Verfügung. Folgende Aktionen kann man mit der Erweiterung des API mittlerweile durchführen:

  • Navigieren durch Seiten, Listen und Elemente
  • Erstellen und Aktualisieren von Elementen

Es wird dabei versucht, die für SharePoint-Entwickler bekannten Konzepte z. B. in Bezug auf SiteCollections, Sites und Listenelemente beizubehalten. In Abbildung 2 wird das Microsoft-Graph-API im Kontext des SharePoint-Ökosystems dargestellt.

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Abb. 2: Microsoft Graph im SharePoint-Ökosystem

Einführung in die Xamarin-Entwicklung

Mit Xamarin besteht die Möglichkeit, nicht nur direkt gegen das API von iOS und Android zu programmieren, sondern auch einen Layer oberhalb mit Xamarin.Forms anzusetzen. Seit dem Erscheinen der Forms in Version 1 hat die Entwicklung an Fahrt gewonnen; aktuell ist Version 2.3.3 verfügbar. Xamarin.Forms bietet ein Set an Controls, die plattformunabhängig verwendet werden können. Auch wenn hier XAML eingesetzt wird, weichen die Namen der Controls von den bekannten aus WPF und Silverlight ab [2]. Der Hersteller gibt die Empfehlung, Xamarin.Forms nur für einfachere Projekte wie Datenview und Listen zu verwenden. Komplizierte Apps mit Animationen und komplexeren Oberflächen sollten mit Xamarin direkt gegen das Plattform-API erstellt werden.

Vor allem im Office-Umfeld mit Suchfunktionen oder gefilterten Ansichten von Dokumenten bietet sich Xamarin.Forms an. Ein großer Vorteil gegenüber HTML-Clients, die auch auf unterschiedlichen Plattformen laufen, ist, dass man nicht von Browser und Version des Client-OS abhängig ist. Damit umgeht man die Eigenheiten der WebView-Komponenten der einzelnen Plattformen, da die Forms von Android 4.4 bis iOS 10 entsprechend einheitlich dargestellt werden. Weiter wird man über die Forms schrittweise an die Mobile-Entwicklung herangeführt. Die Komplexität der unterschiedlichen APIs und das Erlernen der plattformspezifischen Eigenheiten werden mit dem Einsatz von Xamarin anfangs wahrscheinlich immer noch unter...

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