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SharePoint Kompendium
SharePoint-Online-Lösungen mit dem ALM-API provisionieren

Das SharePoint-ALM-API

Im November 2017 wurde von Microsoft für SharePoint (SP) Online das ALM-API veröffentlicht. Dieses API schließt eine große Lücke innerhalb der automatischen Provisionierung von Lösungen in SP Online. Zusammen mit dem Site Collection App Catalog existieren nun weitreichende Möglichkeiten, Lösungen zu verteilen, ohne auf manuelle Schritte oder Workarounds ausweichen zu müssen.

Sebastian Schütze


Halt! Bevor wir richtig in das Thema hineinspringen, müssen wir sicherstellen, dass wir alle ALM nicht mit grünen Wiesen und lila Kühen verwechseln und uns überlegen, was das mit SharePoint zu tun hat. ALM bedeutet nichts anderes als Application Lifecycle Management und beschreibt den Prozess von der Entwicklung der ersten Zeile Code bis hin zur Installation der fertigen Software auf dem Produktivsystem.Dieser Prozess soll sicherstellen, dass nichts vergessen wird, was zur Qualität des fertigen Produkts beiträgt. Dazu gehören natürlich Planung, Tests, Deployment und Maintenance. Da die Maxime Qualität sein soll, reicht es nun auch nicht aus, dass Entwickler ihr Produkt entwickeln und Operations das ganze Schritt für Schritt auf dem System installiert. Am Ende sollte es nämlich so aussehen, dass Operations sich nur noch um Probleme der Plattform kümmern muss, auf der die Software installiert wird, nicht aber um die Installation selbst. Und das funktioniert nur mit Automatisierung.ALM und SharePoint: ein mühsamer AufstiegWenn es um automatische Provisionierung ging, waren ALM und SP noch nie die besten Freunde. Jedenfalls nicht mehr seit der Version 2013. Mit ihr wurden die Add-ins eingeführt, die damals allerdings noch Apps hießen. Die klassischen serverseitigen Lösungen ließen sich zuvor zu 100 Prozent automatisiert provisionieren und installieren. Ab SharePoint 2013 gab es jedoch folgendes Problem: Es gab PowerShell Cmdlets, die eine automatisierte, skriptgesteuerte Verteilung von SP-Add-ins zuließen. Jedoch wurde nur die Hälfte des Weges gegangen. Erstens konnte man nur unter Missachtung von Best Practices Add-in-Instanzen in Produktivumgebungen einem Web hinzufügen. Zum anderen musste bei jeder App-Instanz noch die Berechtigung des Add-ins manuell erfolgen. Dies ist natürlich bei einer App, die vorinstalliert auf vielen Webs vorhanden sein soll, eine große Erschwernis. Um das zu umgehen, konnte man wieder nur auf instabile Methoden wie das Web Scraping zurückgreifen, bei dem man praktisch mit PowerShell die Website öffnete, dann im Internet Explorer den HTML-Button anklickte und hoffen musste, dass alles fehlerfrei funktionierte. Nun sind diese Zeiten aber vorbei. Na ja, fast, zumindest für SharePoint Online. Wann und ob dies überhaupt auf SharePoint 2016 implementiert wird, war zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Artikels noch nicht bekannt.Architektur des ALM-APIDie Architektur, die nun eine offizielle und direkte Verbindung mit dem App Catalog hat...

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Das SharePoint-ALM-API

Im November 2017 wurde von Microsoft für SharePoint (SP) Online das ALM-API veröffentlicht. Dieses API schließt eine große Lücke innerhalb der automatischen Provisionierung von Lösungen in SP Online. Zusammen mit dem Site Collection App Catalog existieren nun weitreichende Möglichkeiten, Lösungen zu verteilen, ohne auf manuelle Schritte oder Workarounds ausweichen zu müssen.

Sebastian Schütze


Halt! Bevor wir richtig in das Thema hineinspringen, müssen wir sicherstellen, dass wir alle ALM nicht mit grünen Wiesen und lila Kühen verwechseln und uns überlegen, was das mit SharePoint zu tun hat. ALM bedeutet nichts anderes als Application Lifecycle Management und beschreibt den Prozess von der Entwicklung der ersten Zeile Code bis hin zur Installation der fertigen Software auf dem Produktivsystem.Dieser Prozess soll sicherstellen, dass nichts vergessen wird, was zur Qualität des fertigen Produkts beiträgt. Dazu gehören natürlich Planung, Tests, Deployment und Maintenance. Da die Maxime Qualität sein soll, reicht es nun auch nicht aus, dass Entwickler ihr Produkt entwickeln und Operations das ganze Schritt für Schritt auf dem System installiert. Am Ende sollte es nämlich so aussehen, dass Operations sich nur noch um Probleme der Plattform kümmern muss, auf der die Software installiert wird, nicht aber um die Installation selbst. Und das funktioniert nur mit Automatisierung.ALM und SharePoint: ein mühsamer AufstiegWenn es um automatische Provisionierung ging, waren ALM und SP noch nie die besten Freunde. Jedenfalls nicht mehr seit der Version 2013. Mit ihr wurden die Add-ins eingeführt, die damals allerdings noch Apps hießen. Die klassischen serverseitigen Lösungen ließen sich zuvor zu 100 Prozent automatisiert provisionieren und installieren. Ab SharePoint 2013 gab es jedoch folgendes Problem: Es gab PowerShell Cmdlets, die eine automatisierte, skriptgesteuerte Verteilung von SP-Add-ins zuließen. Jedoch wurde nur die Hälfte des Weges gegangen. Erstens konnte man nur unter Missachtung von Best Practices Add-in-Instanzen in Produktivumgebungen einem Web hinzufügen. Zum anderen musste bei jeder App-Instanz noch die Berechtigung des Add-ins manuell erfolgen. Dies ist natürlich bei einer App, die vorinstalliert auf vielen Webs vorhanden sein soll, eine große Erschwernis. Um das zu umgehen, konnte man wieder nur auf instabile Methoden wie das Web Scraping zurückgreifen, bei dem man praktisch mit PowerShell die Website öffnete, dann im Internet Explorer den HTML-Button anklickte und hoffen musste, dass alles fehlerfrei funktionierte. Nun sind diese Zeiten aber vorbei. Na ja, fast, zumindest für SharePoint Online. Wann und ob dies überhaupt auf SharePoint 2016 implementiert wird, war zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Artikels noch nicht bekannt.Architektur des ALM-APIDie Architektur, die nun eine offizielle und direkte Verbindung mit dem App Catalog hat...

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