Windows Developer - 01.2015 - Azure Services


Preis: 9,80 €

Erhältlich ab:  Dezember 2014

Umfang:  100

Autoren / Autorinnen: Marc André Zhou, Thomas Sobizack, Fabian Höger, Matthias Zscherp, Christof Graff, Daniel Greitens, Manfred Steyer, Gregor Biswanger, Sascha Bajonczak, Tam Hanna, Wolfgang Ziegler, Matthias Fischer, Sönke Cordts, Sebastian Richter, Klaus Löffelmann, Mirko Schrempp, Mario Szpuszta, Holger Schwichtenberg, Dario Lüke

Liebe Leserin, lieber Leser,

vor genau einem Jahr habe ich im Editorial der Ausgabe 1.14 Folgendes über Veränderungen in der Microsoft-Entwicklung geschrieben: „[Eine Veränderung] ist sicher, dass agile Methoden sich zum Standard entwickeln – wie auch immer das im Einzelnen aussehen mag. Die andere ist, dass auf technologischer Ebene Grenzen fallen, Open Source, Git, Java, Cross-Plattform sind alles Themen, die man in der Microsoft-Welt nicht gewohnt war. Die Transformation zu Azure und Services im Hintergrund macht dies alles möglich und verändert zugleich auch den Kern der .NET- und Windows-Technologien.“

Dabei dachte ich natürlich nicht daran, dass Microsoft die .NET Foundation gründen wird, deren Aufgabe es ist, die Entwicklung und Zusammenarbeit von Open-Source-Technologien rund um .NET zu fördern – Open-Source-Technologien, zu denen beispielsweise Entity Framework, ASP.NET, Xamarin-Bibliotheken, die .NET Compiler Platform („Roslyn“) und, wie seit Mitte November bekannt ist, auch der Kern von .NET 5 gehören würde. Gerade Letzteres hätte man nicht erwartet.

In diese Reihe von absoluten Neuerungen bei Microsoft gehört auch der neue CEO Satya Nadella, der mit dem Motto „Mobile first, Cloud first“ die Richtung gesetzt hat. Nadella machte auf dem Technical Summit in Berlin deutlich, dass Microsoft einer Multiplattformstrategie folgt und andere Betriebssysteme und Plattformen wie iOS, Android, Ubuntu etc. mit offenen Armen empfängt. Diese will der Softwarekonzern künftig mit seinen Diensten und Tools unterstützen. Die Entwickler sollen sich aussuchen können, mit welchen Werkzeugen und Diensten sie arbeiten möchten. Für Sie als Entwickler bedeutet das tatsächlich, dass Sie mit Ihrem .NET-Wissen in Visual Studio via Xamarin oder Cordova für jede mobile Plattform entwickeln können. Und Microsoft macht das selbst mit zahlreichen Apps, vor allem den Office-Apps für iOS und Android, mehr als deutlich.

Azure als Plattform für alle und alles

Aber auch Entwickler, die aus der Java-Welt kommen und Linux auf dem Server bevorzugen, finden in ­Azure eine Plattform für ihre Lösungen. Faktisch hat Microsoft Amazon und Google an Cloud-Kapazitäten inzwischen überholt und konkurriert mit diesen beiden – andere sind weit abgeschlagen – um den Markt. Daher haben wir eine Auswahl von Azure Services zum Titelthema dieser Ausgabe gemacht; auch in Zukunft werden wir vermehrt darüber berichten. Auch wenn Azure in Deutschland noch nicht wirklich zieht, führt kein Weg daran vorbei, sich damit zu beschäftigen. Sind erst einmal die rechtlichen und kulturellen Hürden in den Unternehmen, aber auch bei den Entwicklern genommen, wird die Cloud-Entwicklung zum täglich Brot gehören. Und sei es nur, dass man das Testing dorthin auslagert. Denn auch Ihr Arbeitsumfeld wird mit Visual Studio immer „cloudiger“, und Sie haben die Chance, bei der aktuellsten Entwicklung dabei zu sein. Dagegen wirkt die Java-Welt geradezu konservativ.

2015 werden wir mit dem Windows Developer diese Entwicklung kritisch und praxisorientiert begleiten und Sie mit allen relevanten Informationen für Ihre Arbeit auf dem Laufenden halten. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei natürlich den Cross-Plattform- und Open-Source-Aktivitäten von Microsoft und gegen Ende des Jahres natürlich Windows 10.

Mit dieser Ausgabe verabschiedet sich Judith Lungstraß nach drei Jahren aus dem Redaktionsteam des Windows Developer. Wir bedanken uns bei ihr für die gute Zusammenarbeit und wünschen ihr viel Erfolg.

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie einen besinnlichen, schönen und fröhlichen Jahreswechsel!

schrempp_mirko_sw.tif_fmt1.jpgMirko Schrempp, Redakteur

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