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Statt Alt mach Neu

Olis bunte Welt der IT


Windows ist eine feine Sache; alles, was erledigt werden muss, kann mithilfe der Maus getan werden. So war es jedenfalls einmal – gewissermaßen war das die Idee der grafischen Benutzeroberfläche in ihren Anfangszeiten. Gerade für Entwickler hat sich seit dieser Zeit allerdings viel verändert, sodass heute oft die Kommandozeile für bestimmte Aufgaben bevorzugt wird.

Ich persönlich finde die Kommandozeile gut. Nach den uralten Heimcomputern von Commodore und Sinclair, auf denen ich meine ersten Codezeilen schrieb – diese hatten gewissermaßen natürlich eine Kommandozeile, aber eigentlich war das der eingebaute Basic-Interpreter –, konzentrierte ich mich einige Jahre lang auf den Atari ST, wo mit GEM alles besser sein sollte. Im Vergleich zum gelegentlichen Erlebnis mit CP/M schien mir das auch so zu sein. Dann wurde ich irgendwann 15 und alle sprachen von DOS, und dort wurde ich erstmals mit der gruseligen Kommandozeilenumgebung der damaligen Microsoft-Welt konfrontiert. Natürlich gab es gute Gründe, warum DOS in der PC-Welt Dominanz erreichte, aber die Kommandozeile zählte sicherlich nicht dazu!

Nachdem ich ein paar Jahre später den Weg zu OS/2 fand und von dort aus zu IBM AIX, SunOS, Solaris, BSD und Linux, fand ich heraus, wie leistungsfähig eine gute Kommandozeilenumgebung sein kann. Die wunderbare Shell ksh gab es leider nicht überall, aber schon in den frühen 90er-Jahren wurde die Entwicklung von Bash aktiv vorangetrieben. Irgendwann entdeckte ich dann zsh, bis heute meine bevorzugte Umgebung.

Ich finde es selbst beängstigend, dass ich nun seit 25 Jahren mit einer gleichbleibenden Umgebung arbeite, wenn Kommandos gefragt sind. Solche Lebenszeiten von Konzepten ist man im IT-Umfeld nicht gewohnt – gar nicht zu reden von spezifischen Implementationen! Das Grundkonzept von Unix bildet auch die Grundlage effektiver Arbeit in einer Shell: Einfache Programme mit klar definierten Verantwortlichkeiten sind die Bausteine, aus denen große Resultate zusammengesetzt werden.

Windows wollte anders

Diese Idee war in Windows nicht von Beginn an akzeptiert. Dort gab und gibt es viele relativ monolithische Prozesse, die unterschiedliche Systemaufgaben wahrnehmen. Manche dieser Programme verfügen eventuell über einige Kommandozeilenparameter, aber im Wesentlichen sind das Windows-Applikationen mit grafischer Bedienoberfläche, oder eventuell Dienste, die auf die richtige proprietäre Weise im System integriert werden müssen. Ausnahmen gab es seit Windows NT im Ressource Ki...

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