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Windows Developer
Datenkompression im Webapplikationsumfeld

Data Compression

In Zeiten stetig wachsender Speicherkapazitäten und permanent neu entwickelter Datenübertragungstechnologien, die immer höhere Transferraten versprechen, stellt sich die Frage, ob eine teure Kompression überhaupt noch Sinn macht. Warum vor allem im Webapplikationsumfeld dennoch verstärkt auf Datenkompression gesetzt wird und wie sie sich im Kontext von ASP.NET MVC erreichen lässt, soll hier im Fokus stehen.

Kevin Gerndt


Schon vor über vierzig Jahren formulierte der Intel-Gründer Gordon Moore ein Gesetz, in dem er basierend auf seinen Beobachtungen festhielt, dass sich die Anzahl der Transistoren, die sich auf einer definierten Fläche platzieren lassen, alle achtzehn Monate verdoppelt. Heute ist das „Moore‘sche Gesetz“ in Fachkreisen etabliert, auch wenn es vielmehr so verstanden wird, dass sich die Rechenleistung von Prozessoren in dem besagten Zeitraum verdoppelt. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass sich die Rechenleistung eines Prozessors nicht mehr nur durch die Anzahl von Transistoren definiert, sondern vielmehr durch die Effizienz bei der Abarbeitung von Operationen. Trotz der mittlerweile in den Nanobereich vorgedrungenen Fertigungstechnologie hat das Gesetz weiterhin Bestand.

Neben dem Moore‘schen Gesetz existiert in der Informatik noch eine Reihe von weiteren Gesetzmäßigkeiten, wie zum Beispiel das sogenannte Speichergesetz. Demnach verdoppelt sich die Speicherdichte, also die Anzahl der Daten, die auf einer gleichbleibenden Fläche abgelegt werden können, alle zwölf Monate. Im selben Zeitraum halbiert sich der Preis für das Byte an Speicherkapazität in Dollar. Diese rasche Entwicklung lässt sich mit dem folgenden einfachen Beispiel eindrucksvoll belegen: Während die Speicherkosten für ein Megabyte im Jahr 1956, also in den Anfängen der Informatik, ca. 10 000 US-Dollar betrugen, verbilligten sich die Kosten 2005 um den Faktor 107 auf ca. 0,001 US Dollar.

Der Zukunftsforscher und Investor George Gilder übertrug die These bezüglich der Entwicklung von Mikroprozessoren auf die Bandbreite zur Datenübertragung in der Netzwerkwelt. Er behauptet, dass sich die mögliche Datenrate alle zwölf Monate verdreifacht. Zumindest für Deutschland ist diese Prognose nicht zutreffend. Hierzulande kann zum aktuellen Zeitpunkt maximal von einer Verdopplung der Bandbreite pro Jahr gesprochen werden. Allerdings sei an dieser Stelle erwähnt, dass neue Protokolle und Übertragungstechnologien gerade im mobilen Umfeld überproportionale Sprünge verzeichnen, wie Tabelle 1 zeigt.

Generation2G3G3G3G4G4G5GTechnikGSMUMTSHSPAHSPA+LTELTE+5GEinführungsjahr (ca.) Deutschland1996200420062009201020142020Maximale Übertragungsgeschwindigkeit

Tabelle 1: Entwicklung der mobilen Übertragungstechnologie

Betrachtet man diese Geschwindigkeit in der Entwicklung und die daraus resultierenden Werte und Möglichkeiten, rückt eine Fr...

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Datenkompression im Webapplikationsumfeld

Data Compression

In Zeiten stetig wachsender Speicherkapazitäten und permanent neu entwickelter Datenübertragungstechnologien, die immer höhere Transferraten versprechen, stellt sich die Frage, ob eine teure Kompression überhaupt noch Sinn macht. Warum vor allem im Webapplikationsumfeld dennoch verstärkt auf Datenkompression gesetzt wird und wie sie sich im Kontext von ASP.NET MVC erreichen lässt, soll hier im Fokus stehen.

Kevin Gerndt


Schon vor über vierzig Jahren formulierte der Intel-Gründer Gordon Moore ein Gesetz, in dem er basierend auf seinen Beobachtungen festhielt, dass sich die Anzahl der Transistoren, die sich auf einer definierten Fläche platzieren lassen, alle achtzehn Monate verdoppelt. Heute ist das „Moore‘sche Gesetz“ in Fachkreisen etabliert, auch wenn es vielmehr so verstanden wird, dass sich die Rechenleistung von Prozessoren in dem besagten Zeitraum verdoppelt. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass sich die Rechenleistung eines Prozessors nicht mehr nur durch die Anzahl von Transistoren definiert, sondern vielmehr durch die Effizienz bei der Abarbeitung von Operationen. Trotz der mittlerweile in den Nanobereich vorgedrungenen Fertigungstechnologie hat das Gesetz weiterhin Bestand.

Neben dem Moore‘schen Gesetz existiert in der Informatik noch eine Reihe von weiteren Gesetzmäßigkeiten, wie zum Beispiel das sogenannte Speichergesetz. Demnach verdoppelt sich die Speicherdichte, also die Anzahl der Daten, die auf einer gleichbleibenden Fläche abgelegt werden können, alle zwölf Monate. Im selben Zeitraum halbiert sich der Preis für das Byte an Speicherkapazität in Dollar. Diese rasche Entwicklung lässt sich mit dem folgenden einfachen Beispiel eindrucksvoll belegen: Während die Speicherkosten für ein Megabyte im Jahr 1956, also in den Anfängen der Informatik, ca. 10 000 US-Dollar betrugen, verbilligten sich die Kosten 2005 um den Faktor 107 auf ca. 0,001 US Dollar.

Der Zukunftsforscher und Investor George Gilder übertrug die These bezüglich der Entwicklung von Mikroprozessoren auf die Bandbreite zur Datenübertragung in der Netzwerkwelt. Er behauptet, dass sich die mögliche Datenrate alle zwölf Monate verdreifacht. Zumindest für Deutschland ist diese Prognose nicht zutreffend. Hierzulande kann zum aktuellen Zeitpunkt maximal von einer Verdopplung der Bandbreite pro Jahr gesprochen werden. Allerdings sei an dieser Stelle erwähnt, dass neue Protokolle und Übertragungstechnologien gerade im mobilen Umfeld überproportionale Sprünge verzeichnen, wie Tabelle 1 zeigt.

Generation2G3G3G3G4G4G5GTechnikGSMUMTSHSPAHSPA+LTELTE+5GEinführungsjahr (ca.) Deutschland1996200420062009201020142020Maximale Übertragungsgeschwindigkeit

Tabelle 1: Entwicklung der mobilen Übertragungstechnologie

Betrachtet man diese Geschwindigkeit in der Entwicklung und die daraus resultierenden Werte und Möglichkeiten, rückt eine Fr...

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