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Windows Developer
Die neue Welt von Blazor – oder: Altlasten nicht überbewerten

Olis bunte Welt der IT

Heute schreiben wir tollen Code. Tatsächlich schreiben wir heute den besten Code, den wir je geschrieben haben! Wenn ich „wir“ sage, meine ich nicht die Menschheit im Allgemeinen, sondern jeden einzelnen Programmierer. Ich hoffe, Sie stimmen mir zu: Der Code, den ich heute schreibe, ist wesentlich besser als der von gestern. Klar, manchmal schreibe ich auch Code, der stark von Kaffeemangel oder dergleichen beeinträchtigt ist - der wird dann morgen korrigiert.

Oliver Sturm


Wir lernen ständig dazuAltlasten bleiben LastenDie Konsequenzen dieser Sachverhalte habe ich im Gespräch schon oft beobachtet. Immer wenn ich einen Programmierer frage, was seine Firma oder sein Team so macht, besteht ein Teil der Antwort in der Beschreibung einer alten Software, die gepflegt werden muss. Manchmal ist diese Software nur ein paar Jahre alt, manchmal geht es um Jahrzehnte, aber es gibt immer dieselben Schwierigkeiten. Da gibt es Code, den man selbst geschrieben hat, aber der mit guten Gründen eigentlich neu gebaut werden sollte. Da gibt es Module, von denen keiner weiß, wie sie genau funktionieren, da der verantwortliche Programmierer längst nicht mehr im Unternehmen ist. Da gibt es plattformspezifische Beschränkungen, die sich bereits im geschäftlichen Teil niederschlagen, aber nur mit großem Aufwand zu beheben sind.Praktisch alle Unternehmen, die Software erzeugen, verbringen einen großen Teil ihrer Zeit damit, vorangegangene Versionen zu pflegen. Die restliche Zeit kann darauf verwendet werden, neue Funktionen oder neue Versionen der alten Funktionen zu entwickeln. Interessanterweise gibt es dazu allerdings ganz unterschiedliche Ansätze. Am einen Ende des Spektrums gibt es Firmen, die ständig neue Architekturkonzepte entwickeln, mutig Neuimplementationen in Angriff nehmen, auf neueste Plattformen und Sprachen setzen. Da bleibt man am Ball, geht mit der Zeit, investiert in die Technologie. Hin und wieder geht das sogar etwas zu weit, wenn sich Ansätze auf Dauer als kurzlebiger herausstellen als man dachte. Entwickler fühlen sich in solchen Firmen geschätzt, da sie regelmäßig ihre Lernfähigkeit und aktuelle Expertise unter Beweis stellen dürfen.Am anderen Ende des Spektrums finden sich solche Teams, bei denen es in erster Linie um den Erhalt des bereits Erstellten geht. Dort werden Fehler behoben, Workarounds gefunden, Werte bestehender Investitionen maximiert. Entwickler fühlen sich auch in diesen Teams geschätzt, schließlich sind sie die einzigen, die wissen, wie die technischen Systeme funktionieren – kein neu eingestellter Mitarbeiter oder Chef hat eine Chance, auf den Stand eines Programmierers mit langsjähriger Erfahrung zu kommen.Altes auf neuen Wegen mit BlazorKonfrontiert mit dem Konzept von Blazor reagierten die Mitarbeiter dieses Teams mit Unverständnis. UI in C# programmieren? – Okay, aber warum? Serverseitiges Blazor erzeugt eine kuriose Systemarchitektur mit einem Fokus auf bidirektionalen Kommunikationsmechanismen, was den...

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Die neue Welt von Blazor – oder: Altlasten nicht überbewerten

Olis bunte Welt der IT

Heute schreiben wir tollen Code. Tatsächlich schreiben wir heute den besten Code, den wir je geschrieben haben! Wenn ich „wir“ sage, meine ich nicht die Menschheit im Allgemeinen, sondern jeden einzelnen Programmierer. Ich hoffe, Sie stimmen mir zu: Der Code, den ich heute schreibe, ist wesentlich besser als der von gestern. Klar, manchmal schreibe ich auch Code, der stark von Kaffeemangel oder dergleichen beeinträchtigt ist - der wird dann morgen korrigiert.

Oliver Sturm


Wir lernen ständig dazuAltlasten bleiben LastenDie Konsequenzen dieser Sachverhalte habe ich im Gespräch schon oft beobachtet. Immer wenn ich einen Programmierer frage, was seine Firma oder sein Team so macht, besteht ein Teil der Antwort in der Beschreibung einer alten Software, die gepflegt werden muss. Manchmal ist diese Software nur ein paar Jahre alt, manchmal geht es um Jahrzehnte, aber es gibt immer dieselben Schwierigkeiten. Da gibt es Code, den man selbst geschrieben hat, aber der mit guten Gründen eigentlich neu gebaut werden sollte. Da gibt es Module, von denen keiner weiß, wie sie genau funktionieren, da der verantwortliche Programmierer längst nicht mehr im Unternehmen ist. Da gibt es plattformspezifische Beschränkungen, die sich bereits im geschäftlichen Teil niederschlagen, aber nur mit großem Aufwand zu beheben sind.Praktisch alle Unternehmen, die Software erzeugen, verbringen einen großen Teil ihrer Zeit damit, vorangegangene Versionen zu pflegen. Die restliche Zeit kann darauf verwendet werden, neue Funktionen oder neue Versionen der alten Funktionen zu entwickeln. Interessanterweise gibt es dazu allerdings ganz unterschiedliche Ansätze. Am einen Ende des Spektrums gibt es Firmen, die ständig neue Architekturkonzepte entwickeln, mutig Neuimplementationen in Angriff nehmen, auf neueste Plattformen und Sprachen setzen. Da bleibt man am Ball, geht mit der Zeit, investiert in die Technologie. Hin und wieder geht das sogar etwas zu weit, wenn sich Ansätze auf Dauer als kurzlebiger herausstellen als man dachte. Entwickler fühlen sich in solchen Firmen geschätzt, da sie regelmäßig ihre Lernfähigkeit und aktuelle Expertise unter Beweis stellen dürfen.Am anderen Ende des Spektrums finden sich solche Teams, bei denen es in erster Linie um den Erhalt des bereits Erstellten geht. Dort werden Fehler behoben, Workarounds gefunden, Werte bestehender Investitionen maximiert. Entwickler fühlen sich auch in diesen Teams geschätzt, schließlich sind sie die einzigen, die wissen, wie die technischen Systeme funktionieren – kein neu eingestellter Mitarbeiter oder Chef hat eine Chance, auf den Stand eines Programmierers mit langsjähriger Erfahrung zu kommen.Altes auf neuen Wegen mit BlazorKonfrontiert mit dem Konzept von Blazor reagierten die Mitarbeiter dieses Teams mit Unverständnis. UI in C# programmieren? – Okay, aber warum? Serverseitiges Blazor erzeugt eine kuriose Systemarchitektur mit einem Fokus auf bidirektionalen Kommunikationsmechanismen, was den...

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