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Kolumne: Stropek as a Service

Warum Cloud-Profis auf Infrastructure as Code setzen


Wenn man sich bewusst macht, wie umfangreich die Funktionalität ist, für die das heute bestehende Azure Portal eine brauchbare Benutzerschnittstelle bieten muss, sieht man über die eine oder andere Unzulänglichkeit hinweg und wertschätzt die beeindruckende Leistung des Azure-Portal-Teams etwas mehr. Obwohl ich das Azure Portal bereits seit seinen Anfängen kenne, entdecke ich immer noch jede Woche neue Funktionen und Tricks.

Trotzdem soll diese Ausgabe meiner Kolumne ein Plädoyer für den sparsameren Umgang mit dem Azure Portal sein. Azure-Profis verbringen wenig Zeit im GUI und lernen stattdessen, effizient mit Infrastructure as Code (IaC) umzugehen. IaC bedeutet, dass IT-Infrastruktur in Form von Code (z. B. Skripte oder Konfigurationsdateien) definiert wird. Führt man diesen Code aus, werden die entsprechenden IaaS-, PaaS-, SaaS- und Serverless-Komponenten automatisiert angelegt oder verändert.

Schwieriger Entzug

Wenn ich mit Teams arbeite, die neu in den Cloud-Bereich einsteigen, schlägt mir oft Ablehnung beim Thema IaC entgegen. Man ist es seit langer Zeit gewohnt, bei Bedarf interaktiv auf alle Umgebungen inklusive Produktion zugreifen zu können. Man hat Routine im regelmäßigen Einspielen von Patches. Neue Programmversionen werden „liebevoll“ per Hand auf Server kopiert und konfiguriert. Man schätzt die Unterstützung von GUI-Tools. Warum soll man in der Cloud plötzlich anders arbeiten, auf das hübsche Portal verzichten und sich stattdessen durch Skriptcode plagen? Hier meine wichtigsten Argumente:

  • Skripte sind wiederholbar: Man kann eine Infrastrukturänderung in einer Umgebung entwickeln, sie anschließend in einer anderen Umgebung testen und die für gut befundene Variante schließlich in Produktion ausrollen. Würde man die Änderungen manuell im Portal machen, müsste man drei Mal alles exakt gleich zusammenklicken. Die Chance, dabei Fehler zu machen, ist hoch.

  • Skripte kann man teilen und wiederverwenden: Oft ähnelt eine Anwendung der anderen. Skripte, die man für eine Lösung geschrieben hat, kann man bei einem anderen Projekt anpassen und wiederverwenden. Wissen und Erfahrung sind dadurch leichter weiterzugeben und in Summe wird man als Team produktiver.

  • Skripte sind nachvollziehbar: Sofern man die Skripte in einer Quellcodeverwaltung ablegt (was man unbedingt tun sollte!), werden Infrastrukturerweiterungen und -änderungen nachvollziehbar. Ein Blick auf die Git-Historie und man weiß, wer wann was geändert hat. Durch das Verwenden von Skripten lassen si...

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