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.NET-Entwicklung mit Mono auf dem Raspberry Pi

Von Himbeeren und Affen


War im englischen Sprachraum von „Raspberry Pie“ die Rede, drehte es sich dabei bis vor Kurzem ausschließlich um Himbeerkuchen. Das änderte sich jedoch schlagartig, als 2011 der Welt ein kreditkartengroßer Einplatinencomputer namens „Raspberry Pi“ präsentiert wurde.

Video: When open source enables the Internet of Things

Beim Raspberry Pi handelt es sich um einen vollwertigen Computer mit Ethernet-Anschluss, zwei USB-Anschlüssen und HDMI-Ausgang im Format einer Kreditkarte (Abb. 1). Die ursprüngliche Idee hinter diesem Gerät war es, einen preisgünstigen (die Preisempfehlung liegt aktuell bei 35 $), aber leistungsfähigen (die Hardware erlaubt HD-Videowiedergabe) Computer zu bauen, der Kinder und Jugendliche wieder an die Grundlagen der Informatik und der Programmierung von Computern heranführen sollte. Mittlerweile hat sich aber ein regelrechter Kult rund um den Raspberry Pi entwickelt, und verschiedenste Projekte werden damit umgesetzt.

Die Himbeere im Namen trägt der Raspberry Pi als Anspielung auf andere Hardwarehersteller, die ihre Produkte ebenfalls nach Früchten benannten. Das „Pi“ darin steht für „Python Interpreter“, da zunächst geplant war, einen solchen in die Firmware des Geräts fix zu integrieren. Von diesem Plan zeugt heute allerdings nur noch der Name, und auf dem ARM-Prozessor des Raspberry Pi läuft mittlerweile das Betriebssystem Linux. Das sollte nun die Frage aufwerfen, wie es dieses Device dann in eine Zeitschrift für Windows und .NET-Entwicklung schafft. Die Antwort darauf findet man im Projekt Mono (spanisch für Affe) [1], bei dem es sich um eine freie und quelloffene Implementierung des .NET Frameworks und der Common Language Runtime handelt, die unter Linux – und damit auf dem Raspberry Pi – eingesetzt werden kann.

Bevor man jedoch mit der Entwicklung von .NET- bzw. Mono-Anwendungen auf dem Raspberry Pi loslegen kann, gilt es zunächst, das Gerät für dieses Szenario vorzubereiten und einsatzbereit zu machen. Da es dabei jedoch einige Stolpersteine und Fallstricke zu beachten gibt, wollen wir die Inbetriebnahme des Raspberry Pi Schritt für Schritt und von Anfang an durchexerzieren.

ziegler_raspberrypi_1.tif_fmt1.jpgAbb. 1: Der Einplatinencomputer Raspberry Pi [Quelle: http://commons.wikimedia.org/​wiki/File:RaspberryPi.jpg]

Das Betriebssystem

Da der Raspberry Pi auf das Betriebssystem Linux setzt, gilt es erst einmal – wie das in der Linux-Welt so üblich ist – eine geeignete Distribution auszuwählen. Hierfür steht auf der offiziellen Downloadseite [2] schon eine b...

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