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Workflows (4)

Kolumne: SharePoint ganz praktisch


In der letzten Ausgabe der Kolumne wurde bereits demonstriert, wie ein Workflow in Visual Studio realisiert werden kann. Jetzt werden in einem umfangreicheren Workflow erweiterte Aktivitäten verwendet. Zudem wird gezeigt, wie alle zugehörigen Workflowerweiterungen, wie Listen und ein eigener Aufgabeninhaltstyp, über das Lösungspaket bereitgestellt werden können.

Innerhalb von Unternehmen finden sich viele (Geschäfts-)Prozesse, die sich sehr gut über einen elektronischen Workflowprozess abbilden lassen. In der letzten Ausgabe wurde bereits verdeutlicht, wie einfach SharePoint-Workflows mit der neuen Windows Workflow Foundation 4 innerhalb von Visual Studio als Entwicklungsumgebung umgesetzt werden können. In der Regel muss hier keine zusätzliche Entwicklungsumgebung eingesetzt werden. Um nun erweiterte Möglichkeiten der Workflow Foundation demonstrieren zu können, wird nachfolgend ein klassischer Freigabeprozess für einen Urlaubsantrag umgesetzt. Der Workflow beinhaltet folgende Schritte:

  • Ein Mitarbeiter füllt ein Urlaubsantragsformular aus.

  • Der Mitarbeiter startet den Freigabeprozess.

  • Für den Vorgesetzten und seinen Vertreter wird eine Aufgabe generiert.

  • Reagiert der Vorgesetzte/Stellvertreter nicht innerhalb der gesetzten Frist, wird eine Erinnerung versendet.

  • Wird der Antrag nicht genehmigt, wird dies im Antragsformular mit dem Status „Abgelehnt“ vermerkt. Zusätzlich kann eine Begründung für die Ablehnung erfasst werden.

  • Am Ende wird der Antragsteller über eine E-Mail informiert.

Als zusätzliche Anforderung soll das Aufgabenformular für die Bewilligung oder Ablehnung des Urlaubsantrags zwei spezielle Schaltflächen mit der Beschriftung „Erholsamen Urlaub“ und „Bitte Urlaub verschieben“ bereitstellen.

Spalten, Listen und Inhaltstypen definieren

Wie aus den oberen Anforderungen hervorgeht, werden neben dem eigentlichen Workflow oftmals auch spezielle Listen oder Inhaltstypen benötigt. Für dieses Beispiel wird eine spezielle Liste für die Erfassung der Urlaubs­anträge benötigt. Diese soll mindestens die folgenden Datenfelder bereitstellen:

  • Name des Antragstellers

  • Zeitraum des geplanten Urlaubs (Datum von/bis)

  • Vorgesetzter (SharePoint-Benutzerfeld)

  • Stellvertreter (SharePoint-Benutzerfeld)

  • Status des Urlaubsantrags

Da der Standard-SharePoint-Workflow-Inhaltstyp („Workflow Task“) für Aufgaben nur die beiden Statuswerte „Genehmigt“ und „Abgelehnt“ bereitstellt, muss an dieser Stelle ein eigener Aufgabeninhaltstyp realisiert werden. Dieser muss ein zusätzliches Bemerkungsfeld beinhalten sowie angepasste Statuswerte für die Beendigung der Aufgabe bereitstellen. Alle zusätzlichen SharePoint-Elemente sollten im optimalen Fall über ein kompaktes SharePoint-Lösungspaket zur Verfügung gestellt werden. Somit installiert die Workflowlösung direkt alle benötigten Bestandteile und der Workflow kann unmittelbar eingesetzt werden. Die Umsetzung des Workflows beginnt daher wie so oft mit der Anlage einer leeren Visual-Studio-Projektmappe. Als Erstes wird der Projektmappe eine neue benutzerdefinierte Liste hinzugefügt. Dazu wird das Projekt um ein neues Listenelement ergänzt, wie es Abbildung 1 verdeutlicht. Anschließend muss die Art der Liste angegeben werden. Da noch keine Vorlage für die neue Liste existiert, kann die vordefinierte Option „Create a customizable list template ...“ übernommen werden. Im oberen Bereich kann ein Titel für die neue Liste vergeben werden. Nachdem der Dialog bestätigt wurde, erstellt Visual Studio eine neue Listendefinition und Instanz. Im letzten Schritt müssen der neuen benutzerdefinierten Liste nun noch alle benötigten Spalten hinzugefügt werden.

zhou_kolumne_1.tif_fmt1.jpgAbb. 1...

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