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Kolumne: Stropek as a Service

Kleiner Schritt, große Wirkung: Ein kleines Feature in Azure ändert die Spielregeln in der Cloud


Keynote zur Eröffnung der BASTA! Spring 2017

Anbieter wie Microsoft betonen seit Jahren, dass man im Gegensatz zum eigenen Rechenzentrum in ihrer Cloud je nach Ressourcenbedarf skalieren kann. Sie verwenden oft das Stromnetz als Analogie: Wenn ich meine Wohnung saugen möchte, bekomme ich über die Steckdose kurzfristig die notwendige Energie für meinen Staubsauger. Ich zahle nur für genau das, was ich tatsächlich verbrauche und benötige keinen eigenen Generator.

In meinen Workshops mit Kunden weise ich oft darauf hin, dass der Vergleich von Cloud-Computing mit dem Stromnetz hinkt. Das Abrechnungsmodell in der Cloud kann man eher mit dem eines Hotels vergleichen:

  • Die kleinste Einheit, die man buchen kann, ist ein Zimmer (=Server).

  • Die Abrechnung erfolgt getaktet (pro Minute oder Stunde, je nach Service).

  • Wenn man etwas reserviert, zahlt man, egal ob man es tatsächlich nutzt oder nicht.

Seit Ende Juli ist meine Erklärung nicht mehr ganz korrekt. Die Spielregeln haben sich geändert, und die zugrunde liegende Technologie dafür sind – wenig überraschend – Container.

Warum Container sexy sind

Container sind nicht nur in der Microsoft-Community ein heißes Thema. Mich hat das Containerfieber vor ca. zwei Jahren gepackt, und seit damals versuche ich durch Vorträge, Workshops und Artikel, Entwicklungsteams im Microsoft-Umfeld damit anzustecken. Was ist das Tolle an Containern, insbesondere Docker-Containern?

  • Docker ist plattformunabhängig, Open Source und steht sowohl als Community Edition (kostenlos) als auch als Enterprise Edition (kostenpflichtig) mit Zusatzfunktionen für größere Firmen zur Verfügung.

  • Das Erstellen, Starten und Stoppen von Containern geht sehr schnell. Es ist eine Frage von wenigen Sekunden, nicht Minuten wie bei virtuellen Maschinen.

  • Es gibt eine große aktive Community, die tausende Basis-Images (Linux und Windows) im Docker Hub anbietet. Auf ihnen kann man aufbauen und Images für die eigenen Anwendungen erstellen. Man erspart sich das Installieren und Aktualisieren von Betriebssystem und Basisdiensten (z. B. .NET Runtime, Node.js, PHP etc.), kann aber trotzdem die Images an seine individuellen Anforderungen anpassen. Insofern kombinieren Docker Images plus Docker Hub das Beste aus IaaS und PaaS.

  • Über private oder öffentliche Registries lässt sich die eigene Software einfach im Rechenzentrum, in der Cloud oder an die Kunden verteilen.

Container haben hatten einen Haken

Ich habe in dieser Kolumne schon einmal darauf hingewiesen, dass Conta...

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