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Teil 1: Project Rome: Apps auf Wanderschaft

Von Handy zu Xbox zu Desktop und zurück


Microsofts Stärke liegt traditionell im Desktopbereich: Das halbwegs erfolgreiche Windows Mobile ging spätestens mit dem Aufkommen des iPhone den Weg über den Jordan. Um in der heutigen verbundenen Zeit relevant zu bleiben, muss man im Hause Microsoft die Desktop- und sonstige Infrastruktur so effizient wie möglich mit anderen Diensten verbinden.

Artikelserie

Teil 1: Project Rome: Apps auf Wanderschaft

Teil 2: Project Rome auf Abwegen

Teil 3: Komplexe Remote-Interaktionen mit App-Services

Mit Project Rome möchte man in Redmond die Stärke der Xbox und die enorme Verbreitung von Windows am Laptop bzw. am Desktop ausnutzen. Die dahinterstehende Idee ist einfach: Ein Nutzer soll einen Task auf einem Gerät beginnen können, um ihn danach mit „minimalem Aufwand“ auf einem anderen Gerät fertigzustellen.

Die in Vorstellungen gerne besprochene Übergabe eines Films von Handy auf Xbox mag nett aussehen, dürfte in der Praxis aber wenig Relevanz haben. Bessere Anwendungsfälle wären beispielsweise ein Aktienverwaltungsprogramm, das Charts bei Bedarf unter Nutzung einer Xbox oder einer Workstation an einen Beamer sendet.

Im Interesse maximaler Flexibilität beschränkt sich Microsoft nicht auf die hauseigene Cloud: Project Rome funktioniert auch unter Nutzung von Bluetooth oder WLAN. Das Remote-Systems-API sucht automatisch nach dem idealen Kommunikationsmedium: Entwickler können die Endgeräte als „einfach vorhanden“ annehmen. Als Bindeglied zwischen den verschiedenen Geräten eines Nutzers dient ein Microsoft-Account. Dass man sich in Redmond naturgemäß darüber freut, wenn möglichst viele Nutzer die hauseigenen Dienste nutzen, folgt aus der Logik.

Windows Developer wird Ihnen in den kommenden Ausgaben detailliert die Möglichkeiten des Project-Rome-Service vorstellen. Dieser erste Teil wird Grundlagen der Universal Windows Platform vorstellen; im darauffolgenden Artikel werfen wir einen Blick auf Project Rome für An­droid, und der dritte und letzte Artikel geht sodann auf App-Services ein, die die Realisierung fortgeschrittener Kommunikationsszenarien ermöglichen.

Eine Frage der Arbeitsumgebung

Da Microsoft mittlerweile diverse Betriebssysteme – darunter auch die einstigen Todfeinde Android und iOS – unterstützt, ist für eine vollständige Betrachtung von Project Rome einiges an Hardware erforderlich. Der Autor nutzt in den folgenden Schritten ein unter Windows 10 Version 1703 laufendes Lenovo ThinkPad T430, ein unter Windows 10 Version 10.0.1439...

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