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Azure Stack als private Erweiterung von Azure

Der Pool im eigenen Garten


Seit Juli letzten Jahres ist Azure Stack offiziell zur Bestellung freigegeben und erfüllt für Unternehmen auch die letzte Bedingung, um Azure endlich mit all seinen Vorteilen nutzen zu können. Azure On-Premises in den eigenen vier Wänden zu haben und dennoch up to date zu sein mit den angebotenen Services, ist nur einer der Vorteile. Was also ist Azure Stack genau? Und vor allem: Was ist es nicht?

Viele Konzerne schauen sich mehr und mehr nach Cloud-Computing-Lösungen um, da diese eine höhere Flexibilität, Kosteneffizienz und höhere Agilität bieten, um sich dem schnelllebigen Markt anzupassen. Allerdings gibt es in der öffentlichen Cloud für viele Firmen bisher die beiden folgenden Hürden: Schutz des geistigen Eigentums und Datenschutz.

Einerseits werden der angebotene Preis und die Flexibilität hochgelobt, andererseits möchte man sein Eigentum nicht einfach aus der Hand geben und die Kontrolle über die eigenen Daten verlieren. Daher liegen viele gern umgesetzte Pläne brach und die Möglichkeiten werden bei Weitem nicht voll ausgeschöpft.

schuetze_azure_stack_1.tif_fmt1.jpgAbb. 1: Das Azure-Ökosystem (Quelle: Microsoft)

Seit Microsoft Azure Stack die General Availability (GA) angekündigt hat, sind diese letzten beiden Probleme jedoch auch gelöst. Azure Stack selbst bringt drei Versprechen mit:

  1. Azure Services im eigenen Datenzentrum

  2. Ein Azure-Ökosystem

  3. Ein ganzheitliches Übergabeerlebnis

Diese drei Punkte müssen verstanden werden, um sich voll und ganz auf Azure Stack einlassen zu können; im nächsten Abschnitt werden sie detailliert betrachtet.

Was Azure Stack ist – und was nicht

Azure Stack ist eine echte hybride Cloud-Plattform. Das Wort hybrid gibt schon vor, dass es nicht einfach nur eine private Cloud oder ein Virtualisierungscenter ist, die bzw. das man sich irgendwo hinstellt und von allem abgeschottet ist. Vielmehr ist es ein Mix von On-Premises sowie privater (u. a. Drittanbieterservices) und öffentlicher Cloud, wobei Azure Stack als vollständige Erweiterung von Azure zu verstehen ist. Nochmal, dieser Punkt ist sehr wichtig: Azure Stack und Azure sind als eins zu betrachten, mit allen Konsequenzen. Dabei ist es möglich, Arbeitslasten und Daten nach Wunsch zwischen privater und öffentlicher Cloud zu verschieben, wann immer es die Kosten oder Rechenlasten erfordern. Microsoft Technical Fellow Jeffrey Snover [1] formuliert es selbst so: „We strongly believe that the cloud is a model and not a location.“

Und was hat das mit Azure Stack zu tun? Nun, Azure Stack ist so konzipiert, dass es Azure in dem Maße erweitert, dass der Unterschied zwischen ihnen verschwimmt und angebotene Services nicht vom Ort abhängig sein sollen.

Was ist Azure Stack?

Was ist Azure Stack nicht?

Erstes Produkt der neuen Kategorie hybride Cloud-Plattform

Ersatz für ein bzw. gleichbedeutend mit einem Virtualisierungscenter (z. B. die Lösung mit VM Ware und AWS Cloud ist eine Virtualisierung und aktuell keine echte hybride Cloud [2])

Gleichwertig zu einem Storage Area Network (SAN), das IaaS-, PaaS- und Cloud-Lösungen bereitstellt

Eine Infrastruktur-Sandbox zum Selbstzusammenbauen

Bedingt eine fortlaufende Gleichmäßigkeit und Kompatibilität mit Azure

Ein einmal installiertes System, das bereitgestellt wird und dann ohne Updates weiterlaufen kann

Tabelle 1: Vergleich, was Azure Stack ist und was definitiv nicht

Erstes Versprechen: Azure Services im eigenen Datenzentrum

Microsoft selbst besitzt zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Artikels 54 Regionen bzw. Datenzentren, über die Azure ortsnah angeboten wird. Zusätzlich existieren bereits hunderte von Partnern, die eigene Datenz...

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