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Windows Developer
Kolumne: Stropek as a Service

Gutes Klima in der Cloud: Wie Cloud-Computing beim Klimaschutz helfen kann

Wir können davon ausgehen, dass die durch Menschen verursachte Erwärmung der Erde um 1,5° C gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter in etwa im Jahr 2040 erreicht sein wird [1]. Das setzt allerdings voraus, dass sofort drastische Maßnahmen in Sachen Reduktion von CO2-Emmissionen getroffen werden und die Emissionen bis 2055 auf Null sinken. Es mangelt von politischer Seite nicht an Absichtserklärungen. Den Worten folgen aber nur selten Taten. Wenn überhaupt, dann wird zögerlich reagiert. Daher kann man davon ausgehen, dass die Erderwärmung in den nächsten Jahrzehnten ein höheres Niveau erreichen wird - mit entsprechend ernsthaften Folgen.

Rainer Stropek


Das sind alles andere als rosige Aussichten für die mittel- bis langfristige Zukunft. Als Softwareentwickler frage ich mich, was ich auf meinem Spezialgebiet tun kann, um etwas zur Verbesserung der Situation beizutragen. Eine Motivation, mich auf Cloud-Computing zu spezialisieren, war von Anfang an die Steigerung der Nachhaltigkeit von IT durch effizientere Nutzung von Ressourcen in Rechenzentren. Heute ist dieses Thema angesichts der Klimakrise so aktuell wie nie. Daher möchte ich ihm diesmal meine SaaS-Kolumne widmen. Der Artikel enthält viele Hinweise auf die Azure-Rechenzentren von Microsoft. Das darf nicht so verstanden werden, dass die anderen großen Cloudanbieter wie Amazon oder Google schlechter als Microsoft in Sachen nachhaltige Cloud sind, teilweise ist das Gegenteil der Fall. Ich arbeite aber primär mit Microsoft zusammen und kenne daher dieses Unternehmen viel besser als dessen Marktbegleiter. Das ist der Grund für die vielen Beispiele aus dem Microsoft-Umfeld.Effizienz als Schlüssel zum Klimaschutz Betriebseffizienz Hardwareeffizienz Infrastruktureffizienz Nutzung erneuerbarer EnergieDazu kommt, dass Serverfarmen in der Cloud von Grund auf für Multi-Tenancy gestaltet sind. Mehrere Cloudanwendungen können dadurch sauber voneinander getrennt auf gemeinsamer Serverinfrastruktur betrieben werden. Das steht in krassem Gegensatz zu dem, was ich in mittelständischen Rechenzentren immer wieder sehe. Dort widmet man jeder noch so kleinen Anwendung zumindest eine eigene VM, wenn nicht einen eigenen Server, um gegenseitige Beeinflussung zu vermeiden. Durch Multi-Tenancy kann die Dichte an Anwendungen pro Server (Hosting Density) deutlich erhöht werden, man spart sich Server und die damit verbundene Hardware, Kühlung etc.Steigert man die Auslastung moderner Server, steigt deren Energieverbrauch weniger stark als die genutzte Rechenleistung. Eine Studie von Microsoft [2] hat beispielsweise gezeigt, dass eine Steigerung der Auslastung eines Servers von 10 auf 40 Prozent, also eine Vervierfachung der Rechenlast, nur eine Steigerung der notwendigen Energie um den Faktor 1,7 zur Folge hat. Die Maßnahmen, die in der Cloud in großem Maßstab zur Steigerung der Serverauslastung getroffen werden, helfen also, die notwendige Gesamtenergie zu senken.HardwareeffizienzInfrastruktureffizienzGroße Cloudprovider können bei der Verbesserung des PUE-Faktors von Economy of Scale profitieren: Sie können sich durch ihre Größe Forschung und Entwicklung im Bereich Energieeff...

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Kolumne: Stropek as a Service

Gutes Klima in der Cloud: Wie Cloud-Computing beim Klimaschutz helfen kann

Wir können davon ausgehen, dass die durch Menschen verursachte Erwärmung der Erde um 1,5° C gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter in etwa im Jahr 2040 erreicht sein wird [1]. Das setzt allerdings voraus, dass sofort drastische Maßnahmen in Sachen Reduktion von CO2-Emmissionen getroffen werden und die Emissionen bis 2055 auf Null sinken. Es mangelt von politischer Seite nicht an Absichtserklärungen. Den Worten folgen aber nur selten Taten. Wenn überhaupt, dann wird zögerlich reagiert. Daher kann man davon ausgehen, dass die Erderwärmung in den nächsten Jahrzehnten ein höheres Niveau erreichen wird - mit entsprechend ernsthaften Folgen.

Rainer Stropek


Das sind alles andere als rosige Aussichten für die mittel- bis langfristige Zukunft. Als Softwareentwickler frage ich mich, was ich auf meinem Spezialgebiet tun kann, um etwas zur Verbesserung der Situation beizutragen. Eine Motivation, mich auf Cloud-Computing zu spezialisieren, war von Anfang an die Steigerung der Nachhaltigkeit von IT durch effizientere Nutzung von Ressourcen in Rechenzentren. Heute ist dieses Thema angesichts der Klimakrise so aktuell wie nie. Daher möchte ich ihm diesmal meine SaaS-Kolumne widmen. Der Artikel enthält viele Hinweise auf die Azure-Rechenzentren von Microsoft. Das darf nicht so verstanden werden, dass die anderen großen Cloudanbieter wie Amazon oder Google schlechter als Microsoft in Sachen nachhaltige Cloud sind, teilweise ist das Gegenteil der Fall. Ich arbeite aber primär mit Microsoft zusammen und kenne daher dieses Unternehmen viel besser als dessen Marktbegleiter. Das ist der Grund für die vielen Beispiele aus dem Microsoft-Umfeld.Effizienz als Schlüssel zum Klimaschutz Betriebseffizienz Hardwareeffizienz Infrastruktureffizienz Nutzung erneuerbarer EnergieDazu kommt, dass Serverfarmen in der Cloud von Grund auf für Multi-Tenancy gestaltet sind. Mehrere Cloudanwendungen können dadurch sauber voneinander getrennt auf gemeinsamer Serverinfrastruktur betrieben werden. Das steht in krassem Gegensatz zu dem, was ich in mittelständischen Rechenzentren immer wieder sehe. Dort widmet man jeder noch so kleinen Anwendung zumindest eine eigene VM, wenn nicht einen eigenen Server, um gegenseitige Beeinflussung zu vermeiden. Durch Multi-Tenancy kann die Dichte an Anwendungen pro Server (Hosting Density) deutlich erhöht werden, man spart sich Server und die damit verbundene Hardware, Kühlung etc.Steigert man die Auslastung moderner Server, steigt deren Energieverbrauch weniger stark als die genutzte Rechenleistung. Eine Studie von Microsoft [2] hat beispielsweise gezeigt, dass eine Steigerung der Auslastung eines Servers von 10 auf 40 Prozent, also eine Vervierfachung der Rechenlast, nur eine Steigerung der notwendigen Energie um den Faktor 1,7 zur Folge hat. Die Maßnahmen, die in der Cloud in großem Maßstab zur Steigerung der Serverauslastung getroffen werden, helfen also, die notwendige Gesamtenergie zu senken.HardwareeffizienzInfrastruktureffizienzGroße Cloudprovider können bei der Verbesserung des PUE-Faktors von Economy of Scale profitieren: Sie können sich durch ihre Größe Forschung und Entwicklung im Bereich Energieeff...

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