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Buchtipp

Buchtipp: Theoretische Informatik


Einer der schönen Aspekte der Informatik ist, dass man in ihr auch als Quereinsteiger erfolgreich sein kann. Allerdings hat man als Quereinsteiger oft das Problem, dass man „zu viel“ zu lernen versucht – ein klassisches Beispiel dafür wäre das Einsperren mit einer Ausgabe von David Eberlys Büchern, um mehr über die Programmierung dreidimensionaler Spiele zu erfahren.

Der Hanser Verlag bietet mit dem Titel „Theoretische Informatik“ ein Buch an, das sich sowohl an Studenten als auch an Autodidakten wendet, die ihr Verständnis der dahinterliegenden Mathematik verbessern wollen. Dirk W. Hoffmann beginnt sein Buch mit einem historisch interessanten Einführungskapitel, das die Informatik in die Bereiche der Technik, der Theorie, der Praktik und der angewandten Informatik unterteilt. Quasi nebenbei findet sich auch eine Gruppe interessanter Anekdoten, mit denen man im schlimmsten Fall bei der nächsten Trivial-Pursuit-Runde im Kollegenkreis gekonnt punkten kann.

Schon im ersten Kapitel schießt der Autor mit scharfer Munition: Eine Grundlage der Algorithmik und Theorien wie das Barbier-Paradoxon werden besprochen. Am Ende findet sich eine Gruppe von Übungsaufgaben, die teilweise das Potenzial zu echten Brain-Teasern haben.

Gibt es einen Bereich, in dem der Mathematikunterricht scheitert, so ist es das Vermitteln eines Grundverständnisses der Zahlen- und der Mengentheorie. Das zweite Kapitel versucht all diese Themen in einem Durchgang abzuhandeln. Auch dabei kommen Hintergrundgeschichten nicht zu kurz. Kapitel 3 beschäftigt sich sodann erstmals mit Logik und führt u. a. die Booleschen Gesetze ein, die auch in der digitalen Logik sehr hilfreich sind.

Eine der wichtigsten Aufgaben der Informatik ist das Parsen von Sprachen – wobei selbstverständlich nicht nur natürliche Sprachen wie Deutsch, Englisch und Co. gemeint sind; auch Programmiersprachen wie C# müssen vor ihrer Ausführung einen Parser durchlaufen. Das vierte Kapitel des vorliegenden Buchs wendet sich deshalb der Parserfrage zu und erklärt diverse Theorien, die zum Verständnis und zur Selbstimplementierung erforderlich oder zumindest hilfreich sind.

Zustandsautomaten – seit jeher ein Lieblingsthema des Rezensenten – kommen im fünften Kapitel zur Sprache. Neben den primitiven Implementierungen stellt Hoffmann auch fortgeschrittene mathematische Systeme vor, die das Entgegennehmen komplexerer Zustände demonstrieren und ermöglichen.

Kam das Buch bisher im Großen und Ganzen ohne Code aus, so versucht sich das se...

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Buchtipp: Theoretische Informatik

Einer der schönen Aspekte der Informatik ist, dass man in ihr auch als Quereinsteiger erfolgreich sein kann. Allerdings hat man als Quereinsteiger oft das Problem, dass man „zu viel“ zu lernen versucht - ein klassisches Beispiel dafür wäre das Einsperren mit einer Ausgabe von David Eberlys Büchern, um mehr über die Programmierung dreidimensionaler Spiele zu erfahren.

Tam Hanna


Einer der schönen Aspekte der Informatik ist, dass man in ihr auch als Quereinsteiger erfolgreich sein kann. Allerdings hat man als Quereinsteiger oft das Problem, dass man „zu viel“ zu lernen versucht – ein klassisches Beispiel dafür wäre das Einsperren mit einer Ausgabe von David Eberlys Büchern, um mehr über die Programmierung dreidimensionaler Spiele zu erfahren.

Der Hanser Verlag bietet mit dem Titel „Theoretische Informatik“ ein Buch an, das sich sowohl an Studenten als auch an Autodidakten wendet, die ihr Verständnis der dahinterliegenden Mathematik verbessern wollen. Dirk W. Hoffmann beginnt sein Buch mit einem historisch interessanten Einführungskapitel, das die Informatik in die Bereiche der Technik, der Theorie, der Praktik und der angewandten Informatik unterteilt. Quasi nebenbei findet sich auch eine Gruppe interessanter Anekdoten, mit denen man im schlimmsten Fall bei der nächsten Trivial-Pursuit-Runde im Kollegenkreis gekonnt punkten kann.

Schon im ersten Kapitel schießt der Autor mit scharfer Munition: Eine Grundlage der Algorithmik und Theorien wie das Barbier-Paradoxon werden besprochen. Am Ende findet sich eine Gruppe von Übungsaufgaben, die teilweise das Potenzial zu echten Brain-Teasern haben.

Gibt es einen Bereich, in dem der Mathematikunterricht scheitert, so ist es das Vermitteln eines Grundverständnisses der Zahlen- und der Mengentheorie. Das zweite Kapitel versucht all diese Themen in einem Durchgang abzuhandeln. Auch dabei kommen Hintergrundgeschichten nicht zu kurz. Kapitel 3 beschäftigt sich sodann erstmals mit Logik und führt u. a. die Booleschen Gesetze ein, die auch in der digitalen Logik sehr hilfreich sind.

Eine der wichtigsten Aufgaben der Informatik ist das Parsen von Sprachen – wobei selbstverständlich nicht nur natürliche Sprachen wie Deutsch, Englisch und Co. gemeint sind; auch Programmiersprachen wie C# müssen vor ihrer Ausführung einen Parser durchlaufen. Das vierte Kapitel des vorliegenden Buchs wendet sich deshalb der Parserfrage zu und erklärt diverse Theorien, die zum Verständnis und zur Selbstimplementierung erforderlich oder zumindest hilfreich sind.

Zustandsautomaten – seit jeher ein Lieblingsthema des Rezensenten – kommen im fünften Kapitel zur Sprache. Neben den primitiven Implementierungen stellt Hoffmann auch fortgeschrittene mathematische Systeme vor, die das Entgegennehmen komplexerer Zustände demonstrieren und ermöglichen.

Kam das Buch bisher im Großen und Ganzen ohne Code aus, so versucht sich das se...

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