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Windows Developer
Microsoft baut Support für Paketformat MSIX aus

Der Paketmanager klingelt immer zweimal


Unixoide Betriebssysteme waren Windows seit jeher in Sachen Einfachheit der Applikationsinstallation überlegen – es geht nun einmal nichts darüber, Arbeit an Paketmanager zu delegieren. Mit MSIX wagt Microsoft einen weiteren Anlauf, der sich an die Bedürfnisse von Enterprise-Entwicklern und Systemadministratoren richtet.

Beginnen wir mit einem historischen Rückblick: Einer der ersten Artikel des Autors für diese damals noch dot. net Magazin genannte Fachzeitschrift befasste sich mit dem .cab-Format. Microsoft nutzte Windows Mobile, um erste Gehversuche mit einem „Paketierungsformat“ zu wagen. Als Windows 8 das Konzept der App auf den Desktop brachte, war die Universal Windows Platform (UWP) naturgemäß mit einem ähnlichen Feature ausgestattet.

Problematisch war in diesem Zusammenhang, dass klassische Apps von der Verteilung in der UWP ausgenommen waren. Mit der Desktop Bridge schuf Microsoft hier zu einem gewissen Grad Abhilfe, eine hundertprozentige Lösung wurde allerdings nicht erreicht.

Auf seiner Entwicklerkonferenz Microsoft Build identifizierte das Unternehmen in diesem Jahr ganz konkret zwei Problempunkte: Zum einen die mangelnde Kompartmentalisierung und zum anderen unnötigen Arbeitsaufwand bei der Auslieferung von Applikationen im Enterprise-Umfeld. In vielen, wenn nicht sogar in allen Fällen ist es so, dass die .msi-Datei vor der Auslieferung vom Administrator „umgepackt“ wird. Das verlangsamt die Auslieferung von Updates und reduziert die Agilität der Infrastruktur – ein Problem, das Kunden immer wieder rückmelden.

Auf Basis der Blockmap

Die wichtigste Feststellung beim Umstieg von klassischen Installationsprogrammen zu .cab-Dateien war, dass ein Installationspaket fortan kein Programm, sondern nur noch eine Ansammlung von Metadaten war. Das eigentliche Ausliefern erfolgte durch eine Betriebssystemkomponente, die in der Metadatei befindliche Informationen auslas und gegen das vorliegende System ausführte.

MSIX ist von den schon bekannten APPX-Paketen abgeleitet. APPX-Files bringen mit der „Blockmap“ [1] eine Art Übersicht des Gesamtpakets mit, die die im Archiv enthaltenen Elemente anhand ihrer kryptografischen Hashes beschreibt. Microsoft nutzte diese Funktion bisher zur Verifikation heruntergeladener Elemente, um Transferfehler oder Manipulationen auszuschließen.

Laut dem auf der Build gehaltenen Vortrag „MSIX: Inside and Out“ möchte Microsoft die Blockmap in Zukunft vielseitiger nutzen. Zum einen sollen Updates fortan „differenziell“ erfolge...

Windows Developer
Microsoft baut Support für Paketformat MSIX aus

Der Paketmanager klingelt immer zweimal

Unixoide Betriebssysteme waren Windows seit jeher in Sachen Einfachheit der Applikationsinstallation überlegen - es geht nun einmal nichts darüber, Arbeit an Paketmanager zu delegieren. Mit MSIX wagt Microsoft einen weiteren Anlauf, der sich an die Bedürfnisse von Enterprise-Entwicklern und Systemadministratoren richtet.

Tam Hanna


Unixoide Betriebssysteme waren Windows seit jeher in Sachen Einfachheit der Applikationsinstallation überlegen – es geht nun einmal nichts darüber, Arbeit an Paketmanager zu delegieren. Mit MSIX wagt Microsoft einen weiteren Anlauf, der sich an die Bedürfnisse von Enterprise-Entwicklern und Systemadministratoren richtet.

Beginnen wir mit einem historischen Rückblick: Einer der ersten Artikel des Autors für diese damals noch dot. net Magazin genannte Fachzeitschrift befasste sich mit dem .cab-Format. Microsoft nutzte Windows Mobile, um erste Gehversuche mit einem „Paketierungsformat“ zu wagen. Als Windows 8 das Konzept der App auf den Desktop brachte, war die Universal Windows Platform (UWP) naturgemäß mit einem ähnlichen Feature ausgestattet.

Problematisch war in diesem Zusammenhang, dass klassische Apps von der Verteilung in der UWP ausgenommen waren. Mit der Desktop Bridge schuf Microsoft hier zu einem gewissen Grad Abhilfe, eine hundertprozentige Lösung wurde allerdings nicht erreicht.

Auf seiner Entwicklerkonferenz Microsoft Build identifizierte das Unternehmen in diesem Jahr ganz konkret zwei Problempunkte: Zum einen die mangelnde Kompartmentalisierung und zum anderen unnötigen Arbeitsaufwand bei der Auslieferung von Applikationen im Enterprise-Umfeld. In vielen, wenn nicht sogar in allen Fällen ist es so, dass die .msi-Datei vor der Auslieferung vom Administrator „umgepackt“ wird. Das verlangsamt die Auslieferung von Updates und reduziert die Agilität der Infrastruktur – ein Problem, das Kunden immer wieder rückmelden.

Auf Basis der Blockmap

Die wichtigste Feststellung beim Umstieg von klassischen Installationsprogrammen zu .cab-Dateien war, dass ein Installationspaket fortan kein Programm, sondern nur noch eine Ansammlung von Metadaten war. Das eigentliche Ausliefern erfolgte durch eine Betriebssystemkomponente, die in der Metadatei befindliche Informationen auslas und gegen das vorliegende System ausführte.

MSIX ist von den schon bekannten APPX-Paketen abgeleitet. APPX-Files bringen mit der „Blockmap“ [1] eine Art Übersicht des Gesamtpakets mit, die die im Archiv enthaltenen Elemente anhand ihrer kryptografischen Hashes beschreibt. Microsoft nutzte diese Funktion bisher zur Verifikation heruntergeladener Elemente, um Transferfehler oder Manipulationen auszuschließen.

Laut dem auf der Build gehaltenen Vortrag „MSIX: Inside and Out“ möchte Microsoft die Blockmap in Zukunft vielseitiger nutzen. Zum einen sollen Updates fortan „differenziell“ erfolge...

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