Windows Developer - 11.2019 - Alternativ entwickeln


Preis: 9,80 €

Erhältlich ab:  Oktober 2019

Umfang:  100

Autoren / Autorinnen: Manfred Steyer, Judith Andresen, Veikko Krypczyk, Mirko Schrempp, Tam Hanna, Elena Bochkor, Kevin Gerndt, Carsten Eilers, Hanna Prinz, Eberhard Wolff, Rainer Stropek, Oliver Sturm, Holger Schwichtenberg, Tim Scheuermann

Liebe Leserin, lieber Leser,

lange vorbei sind die Zeiten, in denen man mit einer Programmiersprache und einem Modell wirklich alles gemacht hat – wahrscheinlich befinden sich nur COBOL-Programmierer auf ihrem Mainframe noch in dieser zeitlosen Sphäre. Alle anderen leben damit, das täglich neue, alternative Möglichkeiten hinzukommen, ein Problem zu adressieren. Sehen wir der Sache ins Gesicht: Es gibt keine Businessanwendung mehr aus einem Guss, in einer Sprache und ohne Cloud. Selbst wenn die strategische Ausrichtung eines Projekts im Großen klar ist und sich auch in der Architektur zeigt, sind im Kleinen doch viele taktische Entscheidungen die Realität. Da werden Microservices, Sprachen, APIs und Plattformen je nach Bedarf zusammengestellt. Die laufen auf dem eigenen Server und in der Cloud und stehen auf beliebigen Endgeräten zur Verfügung. Und Sie und ihre Kollegen bemühen sich in bester agiler DevOps-Manier, ihre Produkte und Prozesse dem Tempo und den Möglichkeiten anzupassen. Keine einfache Aufgabe.

Es gibt immer eine Alternative

Das Dumme ist ja, dass es immer einen Kollegen gibt, der um die Ecke kommt und fragt: „Warum hast du das nicht mit X gemacht? Ist doch viel eleganter.“ Dann muss man ruhig bleiben, sich informiert zeigen und erklären, warum man die Entscheidung so gefällt hat und nicht die genannte Alternative oder einen ganz anderen Weg gewählt hat. Es führen einfach viele Wege nach Rom und das fängt schon bei der Entwicklung an. Klar können Sie Docker für ihr Produktivsystem einsetzen, aber Sie können es auch in der Entwicklung nutzen und neue Einsatzszenarien finden – einen Anstoß dazu möchte Oliver Sturm geben (S. 16). Wenn Sie Docker dann im großen Stil einsetzen und Kubernetes verwenden, stellen Sie vielleicht fest, dass es an der Zeit ist, ein Service Mesh darüberzulegen, um auf der Infrastrukturebene und bei der Analyse mehr Unterstützung zu haben. Wie das aussehen kann, stellen Eberhard Wolff und Hanna Prinz am Beispiel Istio vor (S. 24). Sollten Sie unterwegs dann noch merken, dass Docker und Kubernetes mit Go geschrieben sind, könnten Sie auf die Idee kommen, sich Go einmal genauer anzuschauen. Dabei greift Ihnen Rainer Stropek gerne unter die Arme – der Titel seines Beitrags, „Go, der C#-Killer?“, sei aber bitte mit einem Augenzwinkern zu lesen (S. 40). Denn auch wenn Rainer Stropek viele Technologien testet und einsetzt, auch wenn sie vorteilhafter sind als alles andere, bleibt er C# doch immer verbunden und zieht es als erste Wahl in Betracht. Denn auch das ist klar: Man muss nicht jeden Trend mitmachen, es muss erst geklärt sein, ob eine Technologie taktisch in die Gesamtstrategie passt und für Sie auch wirklich realisierbar ist. Es gilt zu befürchten, dass das sogar für ergraute COBOL-Entwickler gilt.

schrempp_mirko_sw.tif_fmt1.jpgMirko Schrempp, Redakteur

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