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Windows Developer
Olis bunte Welt der IT

Heute schon gedockert? Was Docker im Alltag alles kann

Wenn Sie sich mit Docker bisher nicht angefreundet haben, verpassen Sie etwas! Tatsächlich lassen sich mit dem Werkzeug im Entwickleralltag viele Probleme auf elegante Art lösen. Docker taugt nicht nur für Systemadministratoren und DevOps in der Cloud.

Oliver Sturm


Ich habe bestimmt schon einmal erwähnt, dass ich gern VMware benutze. Die Plattform begleitet mich jetzt seit den späten 90er Jahren. Damals entwickelte meine Firma Geschäftsanwendungen für mehrere Kunden, und es stellte sich als der beste Weg heraus, die unterschiedlichen Entwicklungsumgebungen für die Kundenprojekte mit Hilfe virtueller Systeme strikt zu trennen. Natürlich ließen sie sich dadurch gleichzeitig auch archivieren und versionieren, was im Laufe der Zeit durch drastisches Wachstum der Massenspeicher immer einfacher wurde. Ich bin immer wieder darüber erstaunt, dass sich Entwickler auch heute noch über dieselben Probleme beklagen, die ich durch den Einsatz virtueller Maschinen seit zwanzig Jahren nicht mehr habe.Um virtuelle Maschinen im „alten“ Sinne soll es hier allerdings nicht gehen. Seit längerer Zeit spielt eine andere Technologie eine wichtige Rolle in meinem Alltag: Docker. Nun haben Sie von Docker sicherlich schon viel gehört und gelesen, denn es ist ja keine Neuheit mehr. Allerdings habe ich in Gesprächen festgestellt, dass für viele Entwickler die Einschätzung dazu, was man mit Docker machen kann, offenbar anders ist als meine. Natürlich ist Docker komplex – man kann an aufwendige Deployment-Szenarien mit Schwärmen und Clustern und Kubernetes und anderen Fachbegriffen denken, die eigentlich nur IT-Leuten so richtig etwas sagen (oder auch nicht). Ich habe solch komplexe Projekte miterlebt, aber der Umgang mit dieser administrativen Seite der Technologie zählt für mich (zum Glück!) nicht zum Alltagsgeschäft.Docker ist einfachMit Docker MySQL zu starten ist ganz einfach: docker run -p 3306:3306 mysql:latest ist ein guter Anfang. Der Name mysql lässt sich im Docker Hub finden (https://hub.docker.com), und latest ist ein Tag, das beim Download (meistens) die neueste Version selektiert. Für penible Leser sei gesagt, dass die Tags beliebig gesetzt werden können, als könnte latest auch etwas anderes als die letzte Version bezeichnen – die Seite für das Image im Docker Hub zeigt die verfügbaren Tags und Versionen. Wenn Docker die angegebene Image-Version schon lokal findet, schaut es von selbst nicht nach Updates, daher sollten Sie der Sicherheit halber hin und wieder docker pull mysql:latest ausführen. Generell (und besonders beim ersten Versuch) ist der Vorgang allerdings ganz automatisch.Images und ContainerMit dem Parameter -p Ziel:Quelle wird ein Port aus dem Container für den Hostrechner verfügbar gemacht. -p 3306:3306 macht also den...

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Heute schon gedockert? Was Docker im Alltag alles kann

Wenn Sie sich mit Docker bisher nicht angefreundet haben, verpassen Sie etwas! Tatsächlich lassen sich mit dem Werkzeug im Entwickleralltag viele Probleme auf elegante Art lösen. Docker taugt nicht nur für Systemadministratoren und DevOps in der Cloud.

Oliver Sturm


Ich habe bestimmt schon einmal erwähnt, dass ich gern VMware benutze. Die Plattform begleitet mich jetzt seit den späten 90er Jahren. Damals entwickelte meine Firma Geschäftsanwendungen für mehrere Kunden, und es stellte sich als der beste Weg heraus, die unterschiedlichen Entwicklungsumgebungen für die Kundenprojekte mit Hilfe virtueller Systeme strikt zu trennen. Natürlich ließen sie sich dadurch gleichzeitig auch archivieren und versionieren, was im Laufe der Zeit durch drastisches Wachstum der Massenspeicher immer einfacher wurde. Ich bin immer wieder darüber erstaunt, dass sich Entwickler auch heute noch über dieselben Probleme beklagen, die ich durch den Einsatz virtueller Maschinen seit zwanzig Jahren nicht mehr habe.Um virtuelle Maschinen im „alten“ Sinne soll es hier allerdings nicht gehen. Seit längerer Zeit spielt eine andere Technologie eine wichtige Rolle in meinem Alltag: Docker. Nun haben Sie von Docker sicherlich schon viel gehört und gelesen, denn es ist ja keine Neuheit mehr. Allerdings habe ich in Gesprächen festgestellt, dass für viele Entwickler die Einschätzung dazu, was man mit Docker machen kann, offenbar anders ist als meine. Natürlich ist Docker komplex – man kann an aufwendige Deployment-Szenarien mit Schwärmen und Clustern und Kubernetes und anderen Fachbegriffen denken, die eigentlich nur IT-Leuten so richtig etwas sagen (oder auch nicht). Ich habe solch komplexe Projekte miterlebt, aber der Umgang mit dieser administrativen Seite der Technologie zählt für mich (zum Glück!) nicht zum Alltagsgeschäft.Docker ist einfachMit Docker MySQL zu starten ist ganz einfach: docker run -p 3306:3306 mysql:latest ist ein guter Anfang. Der Name mysql lässt sich im Docker Hub finden (https://hub.docker.com), und latest ist ein Tag, das beim Download (meistens) die neueste Version selektiert. Für penible Leser sei gesagt, dass die Tags beliebig gesetzt werden können, als könnte latest auch etwas anderes als die letzte Version bezeichnen – die Seite für das Image im Docker Hub zeigt die verfügbaren Tags und Versionen. Wenn Docker die angegebene Image-Version schon lokal findet, schaut es von selbst nicht nach Updates, daher sollten Sie der Sicherheit halber hin und wieder docker pull mysql:latest ausführen. Generell (und besonders beim ersten Versuch) ist der Vorgang allerdings ganz automatisch.Images und ContainerMit dem Parameter -p Ziel:Quelle wird ein Port aus dem Container für den Hostrechner verfügbar gemacht. -p 3306:3306 macht also den...

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