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UI für Windows - aktueller Stand, heutige Optionen und die Zukunft

Neuer Look für alle


Applikationen für Microsoft Windows spalten sich in zwei Lager. Zum einem gibt es die klassischen Windows-Anwendungen und zum anderen die Apps für die UWP. Nahezu alle Features und Updates sind auf die UWP ausgerichtet, zum Beispiel neue Controls für das User Interface, Toast-Benachrichtigungen, Deployment über den Store sowie Fluent Design. Wie man diese Features auch in klassischen Apps nutzt, ist Gegenstand dieses Beitrags.

Die Welt der Applikationen mit grafischem User Interface (UI) unter den Betriebssystemen von Microsoft Windows ist etwas uneinheitlich. Betrachtet man die aktuelle Version aus der Sicht des UI von Windows 10, dann haben wir es gewissermaßen mit einem zweigeteilten System zu tun:

  • Windows Forms (WinForms) und Windows Presentation Foundation (WPF)

  • Universal Windows Plattform (UWP)

WinForms ist die älteste Technologie. Dabei erstellt man die Oberfläche mit Hilfe eines grafischen Designers, passt Eigenschaften an und gelangt so zum Ergebnis. Neben den Controls aus dem Hause Microsoft hat eine Vielzahl von Drittanbietern dafür gesorgt, dass sich Windows-Forms-Applikationen auch bis heute noch einer großen Beliebtheit erfreuen. Technisch kann WinForms nicht mit WPF mitthalten, der Entwicklungsansatz ist aus heutiger Sicht nicht mehr zeitgemäß und man hat schon auf das Ende spekuliert. Beispielsweise kann man in WinForms-Applikationen nur schwer die übliche Schichtentrennung zwischen grafischer Oberfläche (View) und der steuernden Programmlogik (Model) umsetzen. Gegen das drohende Aus dieser Technologie sprechen die unzähligen existierenden Applikationen, die sich im produktiven Einsatz befinden (Legacy Apps). Aufgrund der technischen Unterschiede zur WPF hat es sich jedoch kaum gelohnt, umfassende Applikationen dorthin zu migrieren. Stattdessen gab es oft Workaround, um Mängel oder technologische Unzulänglichkeiten, zum Beispiel mit den besagten Controls von Drittanbietern, aus Sicht der Anwender weitgehend auszugleichen. Das Grafikrendering in Windows Forms basiert auf dem GDI-System, konkret auf der verbesserten Variante GDI+, das über Wrapper in .NET verfügbar gemacht wird.

WPF-Applikationen waren als Nachfolger gedacht. WPF basiert von Anfang an auf DirectX und bietet deutlich mehr Möglichkeiten, um reichhaltige Applikationen mit einem umfassenden Styling zu erstellen. Ein sehr wichtiges Leistungsmerkmal ist es, Controls miteinander zu verschachteln und damit gewissermaßen das User Interface in einer Hierarchie aufzubauen. Die Oberf...

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