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Kolumne: Stropek as a Service

Rohdiamanten in der Cloud


Nicht-ITler haben in der Regel keine oder eine falsche Vorstellung davon, was Cloud-Computing ist. Für sie ist Cloud gleichbedeutend mit Facebook, Webmail oder Dropbox. Interessanterweise haben aber auch viele, die aus der IT kommen und noch keine praktische Erfahrung mit Cloud-Lösungen haben, ein falsches Verständnis davon. Man hat immer noch das Bild vom klassischen Hostingprovider im Kopf. Wenige sind schon einen Schritt weiter und ihnen ist klar, dass PaaS und Serverless als Grundlage für den Betrieb von Anwendungen und Datenbanken den altbekannten IT-Betrieb komplett auf den Kopf stellen. Die vergleichsweise hohen Kosten von Servern bei den großen Cloud-Anbietern relativieren sich, wenn man die Gesamtkosten inklusive Wartung durch Administratorinnen und Administratoren mitrechnet.

Wie Cloud-Computing Dev-Teams produktiver macht

Was leider kaum jemand ohne Cloud-Erfahrung sieht, sind die Vorteile durch die vielen fertigen, begleitenden Cloud-Services. Sie nehmen Teams die Entwicklung von Lösungen für die unzähligen Cross-cutting Concerns ab, die man für professionelle Software heutzutage braucht: Logging und Telemetrie, Konfigurationsmanagement, leichtgewichtige VPN-Gateways, Vaults für Secrets, passwortlose Sicherheit für Machine-to-Machine-Kommunikation, Workflow-Engines, Sicherheitslösungen für Web-APIs und Web-Apps und vieles mehr. Die meisten dieser Dienste lassen sich wegen ihres Serverless-Charakters mit wenigen Klicks bzw. Zeilen Skriptcode aktivieren und laufen so gut wie wartungsfrei.

Wenn ich in Cloud-Workshops auf Managementebene auf die Produktivitätssteigerung und Professionalisierung durch diese ergänzenden Dienste hinweise, wird das nicht selten als Spieltrieb von Nerds abgetan. Klar, wir Softwarenerds fühlen uns in Cloud-Umgebungen wie Kinder im Spielzeugladen, die am liebsten alles haben wollen. Die Erwachsenen lassen sich durch solche Kleinigkeiten nicht blenden und philosophieren lieber über politische Differenzen zwischen den USA und Europa oder wichtige Dinge wie die Auswirkungen der variablen Cloud-Kosten auf den Budgetprozess. Früher war das so einfach, man wusste, was die Anschaffung eines Servers im eigenen Rechenzentrum kostet. Mit Serverless wird alles so unplanbar. Mein Argument, dass das zwar stimmt, aber die unplanbaren Kosten durch die Cloud-Dienste massiv unter den planbaren Kosten der Entwicklung und des Betriebs der Software im eigenen Rechenzentrum liegen, wird oft nicht ernst genommen.

Um Nicht-ITlern Cloud-Vorte...

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