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Windows Developer
Entwickeln von barrierefreien Windows-8-Apps

Apps ohne Grenzen

Um ein möglichst breites Kundenspektrum anzusprechen, dürfen Windows-8-Apps nicht nur an die Mehrheit der Anwender gerichtet sein, sondern sollten auch von Personen mit Einschränkungen in vollem Umfang nutzbar sein. Das aktuelle Microsoft-Betriebssystem stellt eine gute Basis für die Entwicklung von barrierefreien Applikationen dar. Der folgende Artikel zeigt, wie der geringe Mehraufwand durch die Verwendung von Barrierefreiheitsfunktionen in einen großen Mehrwehrt für Personen mit Einschränkungen verwandelt werden kann und gibt wertvolle Tipps für die Entwicklung von barrierefreien Windows-8-Apps.

Kevin Gerndt


Der Begriff „Barrierefreiheit“ stammt ursprünglich aus dem Bauwesen und beschreibt Gebäude, die ohne Hindernisse beispielsweise für Rollstuhlfahrer zugänglich sind. Durch die rasante Entwicklung des Internets in den Neunzigerjahren kam zum ersten Mal die öffentlichkeitswirksame Forderung nach einem barrierefreien Internet auf. Der Begriff wurde dafür einfach in den Themenbereich der Informatik übertragen und hat sich etabliert. Das Ziel der Barrierefreiheit hat sich bis heute nicht geändert und besteht darin, Inhalte für alle Nutzergruppen zugänglich zu machen. Derzeit sind etwa 15 Prozent der Weltbevölkerung von dieser Thematik betroffen. Da die Bevölkerung immer älter wird und immer mehr chronische Krankheiten auftreten, ist ein Rückgang des Bedarfs nicht in Sicht. Beim Umgang mit Computern können sich diese Beeinträchtigungen für die Betroffenen auf unterschiedliche Art und Weise auswirken. Personen mit eingeschränkter Sehkraft oder Farbfehlsichtigkeit können damit Probleme haben, Inhalte mit geringem Kontrastverhältnis auf dem angezeigten Bildschirm zu erkennen. Eingeschränkte motorische Fähigkeiten durch Krankheiten wie Arthritis oder Parkinson wirken sich negativ auf die Verwendung von Maus oder Tastatur sowie die Bedienung mit Fingergestik aus.

Was früher überwiegend für Webseiten interessant war, spielt heute auch in Betriebssystemen und bei der Entwicklung von Apps eine große Rolle. Neue Technologien und Entwicklungen stellen insbesondere für körperlich beeinträchtigte Anwender ein großes Problem dar, da viele neu eingeführte Technologien nicht barrierefrei gestaltet sind. Ein wesentliches Merkmal des aktuellen Microsoft-Betriebssystems ist die in die Plattform integrierte Unterstützung für Barrierefreiheit. Dank dieser Funktionen lässt sich der Nutzerkreis einer App mit nur geringem Aufwand vergrößern. Die Windows-8-Plattform unterstützt Barrierefreiheit in allen Phasen des Entwicklungszyklus, von der Erstellung bis hin zur Ausführung. Visual Studio 2012 unterstützt die Entwicklung von barrierefreien Apps durch die Bereitstellung von App-Vorlagen sowie IntelliSense. Zudem stehen Benutzersteuerelemente zur Verfügung, die die plattformintegrierten Barrierefreiheitsfunktionen standardmäßig aktivieren. Das Windows Software Development Kit (SDK) für Windows 8 enthält Tools zum Testen der Barrierefreiheit. Apps, die alle von Microsoft spezifizierten Kriterien erfüllen, können bei der Veröffentlichung im Windows Store als barrierefrei gekennzeichnet ...

Windows Developer
Entwickeln von barrierefreien Windows-8-Apps

Apps ohne Grenzen

Um ein möglichst breites Kundenspektrum anzusprechen, dürfen Windows-8-Apps nicht nur an die Mehrheit der Anwender gerichtet sein, sondern sollten auch von Personen mit Einschränkungen in vollem Umfang nutzbar sein. Das aktuelle Microsoft-Betriebssystem stellt eine gute Basis für die Entwicklung von barrierefreien Applikationen dar. Der folgende Artikel zeigt, wie der geringe Mehraufwand durch die Verwendung von Barrierefreiheitsfunktionen in einen großen Mehrwehrt für Personen mit Einschränkungen verwandelt werden kann und gibt wertvolle Tipps für die Entwicklung von barrierefreien Windows-8-Apps.

Kevin Gerndt


Der Begriff „Barrierefreiheit“ stammt ursprünglich aus dem Bauwesen und beschreibt Gebäude, die ohne Hindernisse beispielsweise für Rollstuhlfahrer zugänglich sind. Durch die rasante Entwicklung des Internets in den Neunzigerjahren kam zum ersten Mal die öffentlichkeitswirksame Forderung nach einem barrierefreien Internet auf. Der Begriff wurde dafür einfach in den Themenbereich der Informatik übertragen und hat sich etabliert. Das Ziel der Barrierefreiheit hat sich bis heute nicht geändert und besteht darin, Inhalte für alle Nutzergruppen zugänglich zu machen. Derzeit sind etwa 15 Prozent der Weltbevölkerung von dieser Thematik betroffen. Da die Bevölkerung immer älter wird und immer mehr chronische Krankheiten auftreten, ist ein Rückgang des Bedarfs nicht in Sicht. Beim Umgang mit Computern können sich diese Beeinträchtigungen für die Betroffenen auf unterschiedliche Art und Weise auswirken. Personen mit eingeschränkter Sehkraft oder Farbfehlsichtigkeit können damit Probleme haben, Inhalte mit geringem Kontrastverhältnis auf dem angezeigten Bildschirm zu erkennen. Eingeschränkte motorische Fähigkeiten durch Krankheiten wie Arthritis oder Parkinson wirken sich negativ auf die Verwendung von Maus oder Tastatur sowie die Bedienung mit Fingergestik aus.

Was früher überwiegend für Webseiten interessant war, spielt heute auch in Betriebssystemen und bei der Entwicklung von Apps eine große Rolle. Neue Technologien und Entwicklungen stellen insbesondere für körperlich beeinträchtigte Anwender ein großes Problem dar, da viele neu eingeführte Technologien nicht barrierefrei gestaltet sind. Ein wesentliches Merkmal des aktuellen Microsoft-Betriebssystems ist die in die Plattform integrierte Unterstützung für Barrierefreiheit. Dank dieser Funktionen lässt sich der Nutzerkreis einer App mit nur geringem Aufwand vergrößern. Die Windows-8-Plattform unterstützt Barrierefreiheit in allen Phasen des Entwicklungszyklus, von der Erstellung bis hin zur Ausführung. Visual Studio 2012 unterstützt die Entwicklung von barrierefreien Apps durch die Bereitstellung von App-Vorlagen sowie IntelliSense. Zudem stehen Benutzersteuerelemente zur Verfügung, die die plattformintegrierten Barrierefreiheitsfunktionen standardmäßig aktivieren. Das Windows Software Development Kit (SDK) für Windows 8 enthält Tools zum Testen der Barrierefreiheit. Apps, die alle von Microsoft spezifizierten Kriterien erfüllen, können bei der Veröffentlichung im Windows Store als barrierefrei gekennzeichnet ...

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