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Windows Developer
Was bedeuten die kürzeren Updatezyklen von Visual Studio für die Entwickler

Näher am Kunden - Visual-Studio-Updates

Im Jahr 2005 musste man auf alle Funktionen, die nicht in Visual Studio 2005 enthalten waren, fast drei Jahre auf die nächste Version Visual Studio 2008 warten und nicht selten war dieser Umstand Anlass für hitzige aber auch konstruktive Diskussionen, an welchen ich selbst teilhaben durfte. Nun erlebt die Softwareindustrie aber gerade in den letzten Jahren eine dynamische Evolution - Apps, Devices verschiedenster Formfaktoren und Cloud-basierte Services haben sich durchgesetzt. Ist da ein dreijähriger Zyklus noch adäquat?

Christian Binder


Die Antwort liegt eigentlich schon auf der Hand. Ein Blick hinter die Kulissen lohnt aber dennoch, um zu verstehen, warum kürzere Zyklen für die Visual-Studio-Plattform essenziell sind.

Im Grunde gibt es hier zwei Aspekte, die ich nennen möchte. Zum einen ist Visual Studio die Development-Plattform für die gesamte Microsoft-Plattform von Desktop, Apps, Cloud Services über Phone und Xbox bis hin zu Embedded und ist somit ein zentraler Bestandteil des Ecosystems. Die kürzeren Zyklen wie z. B. die von Windows und das schrittweise Zusammenwachsen der gesamten Microsoft-Plattform geben hier quasi den Takt vor. Denn was bringt eine neue Xbox, wenn es kein Visual Studio für die Entwicklung gibt?

Zum anderen möchte man die Entwicklung näher am Markt, näher am Kunden umsetzen. Genau zu diesem Zweck hat sich die Art und Weise, wie Visual Studio entwickelt wird, massiv verändert. Funktionen werden oftmals mit einem Basisumfang eingeführt, um dann in einem Update unter Berücksichtigung des Feedbacks erweitert zu werden. Ein gutes Beispiel hierfür sind die Code Maps in Visual Studio, die dann in einem Update noch eine Debugger-Integration erhalten haben. Es ist also vielmehr eine kontinuierliche Entwicklung des Produkts als ein „wir machen einen Fünfjahresprojektplan, schließen uns ein und liefern im vierten Jahr eine Betaversion aus, können aber so oder so nichts mehr ändern“. Das Feedback der Kunden nimmt hierbei eine zentrale Rolle ein. Auf Visual Studio User Voice [1] kann man direkt Feedback geben und somit neue Funktionen beeinflussen. Ein schönes Beispiel ist das mit VS 2012 eingeführte moderne Design mit weniger Farbe, was nicht jeden angesprochen hat – um es mal positiv auszudrücken. Auf Visual Studio User Voice gibt es dazu einen Eintrag „Add some color to Visual Studio 2012“, der mit ca. 14 000 Stimmen ein deutliches Feedback ist. Das hat letztlich dazu geführt, dass nun die Farben wieder verfügbar sind, sodass Visual Studio nach den eigenen Vorlieben gestaltet werden kann.

Wie lang ist nun der Zyklus der Visual-Studio-Plattform?

Hier gibt es zwei Unterscheidungen, einmal der Team Foundation Service [2], die Cloud-Version des Team Foundation Servers und zum anderen Visual Studio und der Team Foundation Server. Der Team Foundation Service liefert alle drei Wochen Updates aus, die automatisch aktualisiert werden und entspricht somit unserer internen Taktung von dreiwöchigen Sprints. Somit reflektiert der Team Foundation Service immer den aktuellsten Stand. Vis...

Windows Developer
Was bedeuten die kürzeren Updatezyklen von Visual Studio für die Entwickler

Näher am Kunden - Visual-Studio-Updates

Im Jahr 2005 musste man auf alle Funktionen, die nicht in Visual Studio 2005 enthalten waren, fast drei Jahre auf die nächste Version Visual Studio 2008 warten und nicht selten war dieser Umstand Anlass für hitzige aber auch konstruktive Diskussionen, an welchen ich selbst teilhaben durfte. Nun erlebt die Softwareindustrie aber gerade in den letzten Jahren eine dynamische Evolution - Apps, Devices verschiedenster Formfaktoren und Cloud-basierte Services haben sich durchgesetzt. Ist da ein dreijähriger Zyklus noch adäquat?

Christian Binder


Die Antwort liegt eigentlich schon auf der Hand. Ein Blick hinter die Kulissen lohnt aber dennoch, um zu verstehen, warum kürzere Zyklen für die Visual-Studio-Plattform essenziell sind.

Im Grunde gibt es hier zwei Aspekte, die ich nennen möchte. Zum einen ist Visual Studio die Development-Plattform für die gesamte Microsoft-Plattform von Desktop, Apps, Cloud Services über Phone und Xbox bis hin zu Embedded und ist somit ein zentraler Bestandteil des Ecosystems. Die kürzeren Zyklen wie z. B. die von Windows und das schrittweise Zusammenwachsen der gesamten Microsoft-Plattform geben hier quasi den Takt vor. Denn was bringt eine neue Xbox, wenn es kein Visual Studio für die Entwicklung gibt?

Zum anderen möchte man die Entwicklung näher am Markt, näher am Kunden umsetzen. Genau zu diesem Zweck hat sich die Art und Weise, wie Visual Studio entwickelt wird, massiv verändert. Funktionen werden oftmals mit einem Basisumfang eingeführt, um dann in einem Update unter Berücksichtigung des Feedbacks erweitert zu werden. Ein gutes Beispiel hierfür sind die Code Maps in Visual Studio, die dann in einem Update noch eine Debugger-Integration erhalten haben. Es ist also vielmehr eine kontinuierliche Entwicklung des Produkts als ein „wir machen einen Fünfjahresprojektplan, schließen uns ein und liefern im vierten Jahr eine Betaversion aus, können aber so oder so nichts mehr ändern“. Das Feedback der Kunden nimmt hierbei eine zentrale Rolle ein. Auf Visual Studio User Voice [1] kann man direkt Feedback geben und somit neue Funktionen beeinflussen. Ein schönes Beispiel ist das mit VS 2012 eingeführte moderne Design mit weniger Farbe, was nicht jeden angesprochen hat – um es mal positiv auszudrücken. Auf Visual Studio User Voice gibt es dazu einen Eintrag „Add some color to Visual Studio 2012“, der mit ca. 14 000 Stimmen ein deutliches Feedback ist. Das hat letztlich dazu geführt, dass nun die Farben wieder verfügbar sind, sodass Visual Studio nach den eigenen Vorlieben gestaltet werden kann.

Wie lang ist nun der Zyklus der Visual-Studio-Plattform?

Hier gibt es zwei Unterscheidungen, einmal der Team Foundation Service [2], die Cloud-Version des Team Foundation Servers und zum anderen Visual Studio und der Team Foundation Server. Der Team Foundation Service liefert alle drei Wochen Updates aus, die automatisch aktualisiert werden und entspricht somit unserer internen Taktung von dreiwöchigen Sprints. Somit reflektiert der Team Foundation Service immer den aktuellsten Stand. Vis...

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