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Windows Developer
Testen von Windows-Phone-8.1-Anwendungen

Kleine Kachel, große (Test-)Welt

Eine App mag zwar einen enger gesteckten Anwendungsbereich haben als die großen, trägen Anwendungen aus der Desktopgeneration, aber zwingend weniger komplex ist ihre Entwicklung deshalb nicht. Der klassische Anwendungszyklus aus Spezifikation, Design, Entwicklung, Test und Auslieferung findet genauso wie bei den großen Brüdern und Schwestern statt. Die mobile Entwicklung ist sogar aufgrund der vielen Formfaktoren, geringeren Hardwareressourcen, der hohen Releaseanzahl und der Konkurrenz in den App Stores herausfordernder. In diesem Artikel möchten wir uns deshalb mit dem Thema der Qualitätssicherung von mobilen Apps für Windows Phone 8.1 beschäftigen.

Marc Müller, Nico Orschel


Video: App - und dann? Best Practices zur Monetisierung von Apps

Bei der Entwicklungstechnologie einer App hat man die Qual der Wahl, wobei jede Entscheidung des Entwicklers auch direkte Auswirkungen auf die Arbeit der Tester hat. Gerade die Automatisierungsmöglichkeiten werden dadurch entweder massiv eingeschränkt oder vergrößert. In der Windows-Phone-App-Welt stehen im Grunde genommen vier Technologien zur Auswahl: JavaScript- bzw. Webtechnologien, C++, Windows Phone Silverlight 8.1 und Windows Phone (WinRT).

Beim ersten Typ gehören Frameworks wie PhoneGap oder Apache Cordova zum Standardrepertoire der Entwickler. Aus Testsichtweise ist man hier mit Visual Studio primär auf Unit Testing beschränkt. Scheut man sich nicht vor anderen Tools, wäre der Ripple Emulator für Chrome [1] eine Alternative. Diese Extension bildet das Verhalten und die Hardware eines mobilen Geräts im Desktopbrowser nach. Auch beim zweiten und dritten Typ sind die Testmethoden primär Unit Testing und manuelles Testen. Beim vierten Typ hingegen stehen Ihnen alle Testing-Wege offen: neben den Unit und Integrationstests wird auch UI-basiertes Testen unterstützt.

Zu guter Letzt gibt es noch die Universal-Apps, eine Kombination aus zwei plattformspezifischen App-Typen sowie Code-Sharing-Projekten. Als Testmethoden sind hier alle bereits bekannten Testmethoden aus der Windows- und Windows-Phone-Welt möglich: das Unit/Integration und UI Testing. Die besondere Herausforderung hier ist, auch beim Testen möglichst viel Code für beide Plattformen wiederverwenden zu können.

Testinfrastruktur

Microsoft bietet zum Testen und Entwickeln verschiedene Entwickler-Images zur lokalen Installation an, die sich in Betriebssystemversion und Formfaktor unterscheiden. Als Basis für die diversen Windows Phone Images dient Hyper-V – dementsprechend müssen die Entwicklungs- und Test-PCs Hyper-V-fähig sein und mindestens Windows 8 bzw. Windows Server 2012 als Hostsystem mitbringen. Aus diesem Grund ist das Entwickeln in einer Azure VM aktuell (noch) nicht möglich.

Das virtuelle Phone Image bringt viele aus der Virtualisierungswelt bekannte Funktionalitäten mit, z. B. Snapshots. Dazu kommen unter anderem die Emulation von Mobile-Hardware wie GPS, ein Beschleunigungssensor, eine Kamera, ein Netzwerk, eine SD-Karte oder ein Lichtsensor. Die CPU-Architektur ARM wird allerdings nicht direkt nachgebildet. Alle Tests werden aufgrund von Hyper-V nur in einer x86-basierenden CPU ausgeführt. Vorteilhaft ist an diese...

Windows Developer
Testen von Windows-Phone-8.1-Anwendungen

Kleine Kachel, große (Test-)Welt

Eine App mag zwar einen enger gesteckten Anwendungsbereich haben als die großen, trägen Anwendungen aus der Desktopgeneration, aber zwingend weniger komplex ist ihre Entwicklung deshalb nicht. Der klassische Anwendungszyklus aus Spezifikation, Design, Entwicklung, Test und Auslieferung findet genauso wie bei den großen Brüdern und Schwestern statt. Die mobile Entwicklung ist sogar aufgrund der vielen Formfaktoren, geringeren Hardwareressourcen, der hohen Releaseanzahl und der Konkurrenz in den App Stores herausfordernder. In diesem Artikel möchten wir uns deshalb mit dem Thema der Qualitätssicherung von mobilen Apps für Windows Phone 8.1 beschäftigen.

Marc Müller, Nico Orschel


Video: App - und dann? Best Practices zur Monetisierung von Apps

Bei der Entwicklungstechnologie einer App hat man die Qual der Wahl, wobei jede Entscheidung des Entwicklers auch direkte Auswirkungen auf die Arbeit der Tester hat. Gerade die Automatisierungsmöglichkeiten werden dadurch entweder massiv eingeschränkt oder vergrößert. In der Windows-Phone-App-Welt stehen im Grunde genommen vier Technologien zur Auswahl: JavaScript- bzw. Webtechnologien, C++, Windows Phone Silverlight 8.1 und Windows Phone (WinRT).

Beim ersten Typ gehören Frameworks wie PhoneGap oder Apache Cordova zum Standardrepertoire der Entwickler. Aus Testsichtweise ist man hier mit Visual Studio primär auf Unit Testing beschränkt. Scheut man sich nicht vor anderen Tools, wäre der Ripple Emulator für Chrome [1] eine Alternative. Diese Extension bildet das Verhalten und die Hardware eines mobilen Geräts im Desktopbrowser nach. Auch beim zweiten und dritten Typ sind die Testmethoden primär Unit Testing und manuelles Testen. Beim vierten Typ hingegen stehen Ihnen alle Testing-Wege offen: neben den Unit und Integrationstests wird auch UI-basiertes Testen unterstützt.

Zu guter Letzt gibt es noch die Universal-Apps, eine Kombination aus zwei plattformspezifischen App-Typen sowie Code-Sharing-Projekten. Als Testmethoden sind hier alle bereits bekannten Testmethoden aus der Windows- und Windows-Phone-Welt möglich: das Unit/Integration und UI Testing. Die besondere Herausforderung hier ist, auch beim Testen möglichst viel Code für beide Plattformen wiederverwenden zu können.

Testinfrastruktur

Microsoft bietet zum Testen und Entwickeln verschiedene Entwickler-Images zur lokalen Installation an, die sich in Betriebssystemversion und Formfaktor unterscheiden. Als Basis für die diversen Windows Phone Images dient Hyper-V – dementsprechend müssen die Entwicklungs- und Test-PCs Hyper-V-fähig sein und mindestens Windows 8 bzw. Windows Server 2012 als Hostsystem mitbringen. Aus diesem Grund ist das Entwickeln in einer Azure VM aktuell (noch) nicht möglich.

Das virtuelle Phone Image bringt viele aus der Virtualisierungswelt bekannte Funktionalitäten mit, z. B. Snapshots. Dazu kommen unter anderem die Emulation von Mobile-Hardware wie GPS, ein Beschleunigungssensor, eine Kamera, ein Netzwerk, eine SD-Karte oder ein Lichtsensor. Die CPU-Architektur ARM wird allerdings nicht direkt nachgebildet. Alle Tests werden aufgrund von Hyper-V nur in einer x86-basierenden CPU ausgeführt. Vorteilhaft ist an diese...

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