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Windows Developer
Konferenzbericht zur BASTA! 2014

Microsofts neue Offenheit

Seitdem die BASTA! vor achtzehn Jahren zum ersten Mal stattgefunden hat, hat sich so einiges getan. Als die unabhängige Konferenz für Microsoft-Technologien damals zum ersten Mal ihre Pforten öffnete, hätte sicherlich keiner der Teilnehmer damit gerechnet, dass eben diese Konferenz knapp zwei Jahrzehnte später mit einer Diskussionsrunde zum Thema Open Source eröffnet werden würde.

Judith Lungstraß


Doch genau das ist in diesem Jahr geschehen. So stimmte Windows-Developer-Redakteur Mirko Schrempp die BASTA!-Teilnehmer im randvollen Kongress-Saal der Mainzer Rheingoldhalle gleich zu Beginn darauf ein, dass ihnen ein Wandel bevorsteht – in ihrer Arbeitsweise, ihren täglichen Anforderungen und ja, sogar in ihrer Denkweise. Aber Offenheit ist keinesfalls ausschließlich positiv zu bewerten. Stattdessen gilt es eine ganze Reihe neuer Problemfelder zu bedenken und Aspekte in Betracht zu ziehen, an die Produzenten und Nutzer proprietärer Software niemals gedacht hätten. Aus diesem Grund rief Mirko Schrempp drei Experten auf die Keynote-Bühne, um Microsofts neue Open-Source-Strategie zu diskutieren und von verschiedenen Seiten zu beleuchten.

In einer Sache waren sich Rainer Stropek (software architects gmbh), Christian Weyer (Thinktecture AG) und Dariusz Parys (Microsoft) einig: Aktuell ist ein umfassender Kulturwandel in vollem Gange, der jeden betrifft und dem sich folglich kein Entwickler oder in sonstiger Weise im IT-Sektor Beschäftigter entziehen kann. Es ist noch nicht lange her, da stand Open Source als Synonym für „dieses Produkt interessiert uns nicht mehr, macht damit doch, was ihr wollt“. Die Erstveröffentlichung der neuen Compilertechnologie Roslyn beweist nun jedoch, dass auch das Gegenteil machbar ist, und auch ASP.NET vNext ist schon von seinen Kinderschuhen an offen – Open Source aus Überzeugung und nicht mehr aus Interessenverlust.

Mit diesem Strategiewandel geht eine ganze Reihe noch umfangreicherer Änderungen einher: Künftig wird es keine großen „Big-Bang-Releases“ mehr geben, stattdessen werden Produkte beständig weiterentwickelt – unter Beteiligung und durch Initiative aus der Community. Eine Herausforderung dabei ist sicherlich, dass am Ende immer noch stabile Produkte mit Dokumentationen und Support herauskommen müssen, wie Rainer Stropek anmerkte. Und genau dieser Herausforderung wagt sich nun eben auch endlich Microsoft zu stellen. So kündigte Dariusz Parys im Zuge der BASTA!-Keynote an, dass es künftig möglich sein soll, das .NET Framework nicht mehr nur in Form eines kompletten Installers, sondern auch in modularer Form zu installieren, um eine komponentenorientierte Arbeitsweise zu fördern. Damit werden Entwickler freier in ihren Wahlmöglichkeiten und haben umfangreichere Optionen, die verschiedenen durch Microsoft und Konsorten aufgestoßenen Türen zu ihren eigenen Zwecken hin zu durchschreiten oder eben auch nicht.

Vorbei sind näml...

Windows Developer
Konferenzbericht zur BASTA! 2014

Microsofts neue Offenheit

Seitdem die BASTA! vor achtzehn Jahren zum ersten Mal stattgefunden hat, hat sich so einiges getan. Als die unabhängige Konferenz für Microsoft-Technologien damals zum ersten Mal ihre Pforten öffnete, hätte sicherlich keiner der Teilnehmer damit gerechnet, dass eben diese Konferenz knapp zwei Jahrzehnte später mit einer Diskussionsrunde zum Thema Open Source eröffnet werden würde.

Judith Lungstraß


Doch genau das ist in diesem Jahr geschehen. So stimmte Windows-Developer-Redakteur Mirko Schrempp die BASTA!-Teilnehmer im randvollen Kongress-Saal der Mainzer Rheingoldhalle gleich zu Beginn darauf ein, dass ihnen ein Wandel bevorsteht – in ihrer Arbeitsweise, ihren täglichen Anforderungen und ja, sogar in ihrer Denkweise. Aber Offenheit ist keinesfalls ausschließlich positiv zu bewerten. Stattdessen gilt es eine ganze Reihe neuer Problemfelder zu bedenken und Aspekte in Betracht zu ziehen, an die Produzenten und Nutzer proprietärer Software niemals gedacht hätten. Aus diesem Grund rief Mirko Schrempp drei Experten auf die Keynote-Bühne, um Microsofts neue Open-Source-Strategie zu diskutieren und von verschiedenen Seiten zu beleuchten.

In einer Sache waren sich Rainer Stropek (software architects gmbh), Christian Weyer (Thinktecture AG) und Dariusz Parys (Microsoft) einig: Aktuell ist ein umfassender Kulturwandel in vollem Gange, der jeden betrifft und dem sich folglich kein Entwickler oder in sonstiger Weise im IT-Sektor Beschäftigter entziehen kann. Es ist noch nicht lange her, da stand Open Source als Synonym für „dieses Produkt interessiert uns nicht mehr, macht damit doch, was ihr wollt“. Die Erstveröffentlichung der neuen Compilertechnologie Roslyn beweist nun jedoch, dass auch das Gegenteil machbar ist, und auch ASP.NET vNext ist schon von seinen Kinderschuhen an offen – Open Source aus Überzeugung und nicht mehr aus Interessenverlust.

Mit diesem Strategiewandel geht eine ganze Reihe noch umfangreicherer Änderungen einher: Künftig wird es keine großen „Big-Bang-Releases“ mehr geben, stattdessen werden Produkte beständig weiterentwickelt – unter Beteiligung und durch Initiative aus der Community. Eine Herausforderung dabei ist sicherlich, dass am Ende immer noch stabile Produkte mit Dokumentationen und Support herauskommen müssen, wie Rainer Stropek anmerkte. Und genau dieser Herausforderung wagt sich nun eben auch endlich Microsoft zu stellen. So kündigte Dariusz Parys im Zuge der BASTA!-Keynote an, dass es künftig möglich sein soll, das .NET Framework nicht mehr nur in Form eines kompletten Installers, sondern auch in modularer Form zu installieren, um eine komponentenorientierte Arbeitsweise zu fördern. Damit werden Entwickler freier in ihren Wahlmöglichkeiten und haben umfangreichere Optionen, die verschiedenen durch Microsoft und Konsorten aufgestoßenen Türen zu ihren eigenen Zwecken hin zu durchschreiten oder eben auch nicht.

Vorbei sind näml...

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