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Editorial

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Sie kennen das Sprichwort „Viele Köche verderben den Brei“ – wenn es danach ginge, sollten wir erst gar nicht anfangen, in Teams zu arbeiten, denn es wäre ja augenscheinlich besser, wenn jeder sein eigenes Süppchen kocht. Im Projektalltag macht sich diese Einstellung an Sätzen wie „Muss ich denn alles selber machen?“ bemerkbar. Hier ist die klare Antwort: lieber nicht. Natürlich ist es immer besser, wenn man gemeinsam kocht, dabei Spaß hat, und die Suppe am Ende in trauter Runde genießen kann.

Alternativ kann man auch die Suppe auslöffeln, die andere einem eingebrockt haben, aber das will ja keiner. Welcher Entwickler will sich schon vorhalten lassen, seine Software sei schlecht, wenn doch der Betrieb seine Server nicht im Griff hat. Welcher Betriebler will das denn hören, wo doch klar ist, dass der Entwickler keine Ahnung davon hat, wie er seine Software optimiert? Und wenn wir es steigern wollen: Welcher Vertriebler will denn seinem Kunden erklären, dass die Entwicklung und der Betrieb nichts auf der Pfanne haben? Wie gesagt, das will doch keiner.

DevOps, das Salz in der Suppe

Was wirklich jeder will, ist eine leckere Suppe, die von Mal zu Mal besser wird und dem Kunden schmeckt. Wie erreicht man das aber, wenn man nun nicht in einer Küche, sondern in einem Unternehmen arbeitet, das Software in irgendeiner Form herstellt oder einsetzt, um damit Geld zu verdienen? Im Idealfall dadurch, dass man zusammen versucht, sein Produkt in einer Qualität zu erstellen, die am Ende allen zusagt. Und wie beim Kochen müssen dabei viele Zutaten zusammenkommen: Kompetenz, Tools, Methoden, Ziele und Menschen. Vor allem die, denn am Ende sind es die Menschen, die die Produkte herstellen und nutzen. Auf der Basis von „agil“ mit seinen Geschmacksrichtungen XP, Scrum oder Kanban lassen sich köstliche Gerichte entwerfen, und „Lean“ ist nun das Sahnehäubchen der Nouvelle IT „DevOps“.

In der einfachen Variante heißt das, Developer und Operations werfen sich nicht wechselseitig Inkompetenz vor, sondern setzen sich zusammen und versuchen in einem iterativen Verbesserungsprozess von Abschmecken und Nachwürzen ihre Software kontinuierlich weiterzuentwickeln und dem Kunden heiß zu servieren. In einer weitergehenden Variante sind auch der Vertrieb, die Geschäftsleitung, die Partner und die Kunden an diesem Kommunikationsprozess beteiligt. Mit dieser Ausgabe des Windows Developer präsentieren Ihnen Thomas Schissler und Uwe Baumann (S. 30, Teil 1) sowie weitere Autoren Zutaten und Rez...

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