© best_vector/Shutterstock.com
BASTA! 2016 - Konferenzbericht

Microsoft auf dem Open-Source-Weg


Die Microsoft-Welt hat sich radikal gewandelt und verändert sich noch immer. Hieß es vor einigen Jahren noch, dass ein Schritt in Richtung Open Source undenkbar sei, ist seit einiger Zeit ein enormer Richtungswechsel zu spüren: Microsoft stellt immer mehr Teile seines Softwarestacks Open Source zur Verfügung und öffnet sich so für immer mehr Entwickler.

Innovation ist auch Teil der Open-Source-Bewegung, die seit Neuestem auch Bestandteil von Microsofts Unternehmenskultur ist. Aus diesem Grund thematisierte Mirko Schrempp, Redakteur des Windows Developer, zur Eröffnung der BASTA! 2016 in Mainz im Besonderen Microsofts Wandel hin zu einem Open-Source-freundlichen Unternehmen.

.NET, Xamarin, PowerShell – let’s go Open Source

Bezeichnete Microsoft die Open-Source-Politik Anfang 2000 noch als Krebsgeschwür, änderte sich das in den letzten Jahren gewaltig: Das Engagement in der Open-Source-Community fällt mit dem Amtsantritt von CEO Satya Nadella 2014 bei Microsoft zusammen. Mittlerweile sind sogar ziemlich große Teile der eigenen Software quelloffen zugänglich: Ende 2015 wurde etwa das gesamte .NET Framework Open Source gestellt, und auch die JavaScript-Engine Chakra, ein zentraler Bestandteil des Edge-Browsers, steht Open Source zur Verfügung.

Ein weiterer wichtiger Schritt war der Kauf der Entwicklungsplattform Xamarin im Februar, deren SDKs bereits seit April Open Source zur Verfügung stehen. Weitergeführt wurde diese Strategie durch die Unterstützung des Betriebs des SQL Servers auf Linux in einem Docker-Container sowie die Implementierung von Power­Shell und der Offenlegung von Azure Service Fabric für Linux. Es ist zu erwarten, dass Microsoft immer mehr Bestandteile seiner Software Open Source stellen wird.

Microsoft, wie hast du dich verändert!

Auf GitHub führt der Softwareriese die Rangliste mit rund zweitausend MS Repositories an. Mehr als 16 000 Entwickler haben vergangenes Jahr etwas zu den eingestellten Projekten beigetragen. Das Unternehmen ist mittlerweile so dynamisch mit der Community verbunden wie kein anderes Technologieunternehmen. In diese Strategie fällt auch Visual Studio Code, das seit Herbst 2015 Open Source ist und sich bereits auf Platz 6 der Repositories mit der größten Zahl an Contributors wiederfindet.

Happy Coding mit Visual Studio Code

In seiner Keynote auf der BASTA! 2016 beschrieb Dirk Bäumer aus dem Microsoft-Team, das den Visual Studio Code Editor entwickelt hat, die wichtigsten Etappen und Richtungswechsel der Microsoft-Reise, vom Experiment bis hin zu Version 1.0 von Visual Studio Code. Alles begann vor fünf Jahren, als mit einem Experiment herausgefunden werden sollte, ob man mit JavaScript, HTML und CSS eine Entwicklungsumgebung im Browser realisieren kann. Heute ist daraus ein erweiterbarer intelligenter Editor geworden, der auf Mac OS, Linux und Windows läuft. Der Code ist zum größten Teil in JavaScript/TypeScript implementiert und nutzt Node.js, Electron und über hundert Open-Source-Komponenten. Visual Studio Code ist seit letztem November ebenfalls ein Open-S...

Neugierig geworden? Wir haben diese Angebote für dich:

Angebote für Gewinner-Teams

Wir bieten Lizenz-Lösungen für Teams jeder Größe: Finden Sie heraus, welche Lösung am besten zu Ihnen passt.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang