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Teil 1: Die Mac-Plattform als Windows-Entwickler nutzen

Neuland


Endlich dürfen wir Windows-Entwickler mithilfe von Xamarin unser Können auch auf anderen Plattformen zeigen! Apps für iOS können mithilfe von C# und Mono dank Xamarin erstellt werden. Ganz ohne Mac geht es aber nicht, denn für den finalen Schritt – den Build – braucht man auch weiterhin einen Mac. Also muss man sich mit macOS zumindest rudimentär auskennen. Auch das Hardwareproblem ist zu klären. All diese Fragen thematisieren wir in einer zweiteiligen Artikelserie. Dabei setzen wir stets die Brille des erfahrenen Windows-Entwicklers auf. Betreten Sie mit uns gemeinsam Neuland!

Vielfalt ist gut für den Konsumenten und sorgt für Innovationen. Die Marktanteile der Betriebssysteme unterscheiden sich massiv im Bereich Desktopsoftware und mobiler Computernutzung. Im Bereich Businessapplikationen für den Desktop herrscht auch im Jahr 2016 eine klare Dominanz von Microsoft Windows. Dabei hat die aktuelle Version Windows 10 zwar bereits beachtliche Marktanteile erobert, dennoch laufen noch viele Computersysteme unter den Vorversionen, insbesondere Windows 7. Weniger intensiv wurde Windows 8.* vom Markt aufgenommen. Trotz Ende des Supports für Windows XP findet sich auch diese Betriebssystemversion noch auf einer Vielzahl von Rechnern. In sicherheitsrelevanten Bereichen ist das aber ziemlich bedenklich. Ebenso präsent auf dem Desktop sind macOS und verschiedene Linux-Distributionen, deren Marktanteile jedoch deutlich geringer sind.

Blickt man dagegen auf die Verbreitung der Betriebssysteme für Smartphones und Tablets, sieht das Bild völlig anders aus. Der Markt wird klar von Googles Android und Apples iOS dominiert. Microsoft Windows Phone spielt kaum eine nennenswerte Rolle. Besserung erhofft sich der Hersteller mit Windows 10, das als Cross-Device-Plattform ausgelegt ist. Ob dieses Ziel wirklich erreicht wird, wird sich in naher Zukunft entscheiden. Nicht zuletzt wird es davon abhängen, ob neue und hardwaretechnisch innovative Geräte auf den Markt kommen.

Aus Sicht des Entwicklers ist diese Situation nicht ganz unproblematisch. Hatte man sich bisher auf die Erstellung von Software für den Windows-Desktop konzentriert, kann man diese Fokussierung für mobile Hardware nicht beibehalten. Hier gilt der Grundsatz, dass auf jeden Fall iOS und Android zu unterstützen sind. Eine App ausschließlich für Windows Phone anzubieten, ist i. d. R. wirtschaftlich nicht zu vertreten. Oftmals gilt sogar der Umstand, dass sich ein zusätzlicher Entwicklungsaufwand für Windows Phone nicht lohnt.

Die beste Lösung wäre ein möglichst weitgehend plattformübergreifender Ansatz. Aus Sicht des erfahrenen Windows-Entwicklers würde dieser am besten auf vertrauten Techniken aufbauen. Nachdem viele in der Vergangenheit diskutierte Lösungsansätze immer wieder von einer Reihe von Nachteilen geprägt waren, scheint sich nunmehr mit Xamarin eine Lösung zu etablieren, die das Problem auf sehr zufriedenstellende Art und Weise lösen kann. Die Entwicklergemeinde aus dem Microsoft-Umfeld freut das besonders, da Xamarin den ihnen vertrauten Programmieransatz, ähnliche oder gleiche Werkzeuge und die Programmiersprache C# verwendet.

Trotz dieser wirklich sehr guten Aussichten, als Windows-Entwickler nunmehr auch erfolgreich fremdes Terrain zu betreten, verbleibt mit Blick auf iOS zunächst eine weitere Hürde. Um Apps zu bauen, die man auf echten Devices ausführen und im Apple Store bereitstellen kann, muss man sich zwingend an die Spielregeln von Apple halten. Apps für iOS kann man nur erstellen, wenn man für den finalen Schritt über Apple-Hardware verfügt. Dabei genügt es leider nicht, im Besitz eines iPhones oder iPads zu ein. Die Entwicklung der App ist darüber hinaus auf einem Mac unter dem Betriebssystem macOS durchzuführen. Neben der Hardware benötigt man daher auch zwingend zumindest rudimentäre Kenntnisse über die Administration dieses Betriebssystems.

Hat man einmal einen Mac angeschafft, stellen sich darüber hinaus gleich ein paar weitere Fragen: Welche Optionen bieten sich, macOS und Microsoft Windows parallel zu verwenden? In welchem Umfang taugt der Mac auch als Entwicklermaschine für Windows-Apps? Und zuvor natürlich: Genügt ein (relativ) preiswerter Mac mini oder muss man eine größere Investition in ein MacBook oder iMac tätigen? Im ersten Teil dieser Artikelserie wollen wir uns zunächst mit diesen Fragen beschäftigen. Auf der Agenda stehen daher die Hardware, das Betriebssystem und die Möglichkeiten eines parallelen Betriebs beider Systeme. Für Mac-User dürfte nahezu alles bekannt sein, für Windows-Entwickler hingegen viel Neuland, das es zu entdecken gilt.

Teuer und chic

Computer der Firma Apple gelten allgemein als recht teuer, technisch vernünftig ausgestattet und ansprechend im Design. Natürlich ist auch das sehr gute Markenimage dafür verantwortlich, dass relativ hohe Preise von den Kunden akzeptiert werden. Uns interessiert aus Sicht des Entwicklers, welches Apple-Produkt geeignet erscheint. Ein Blick auf die Herstellerwebseite offenbart uns die folgenden grundsätzlichen Produktkategorien:

  • Notebooks: In unterschiedlichen Leistungsklassen mit Bildschirmdiagonalen von 11,6 bis 15 Zoll, u. a. mit hochauflösenden Displays („Retina Display“) erhältlich.

  • All-in-One-PCs: in den Größen 21,5...

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