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Windows Developer
Teil 2: .NET Core als Lösungsansatz

.NET Core im Fokus

Im ersten Teil dieser Artikelserie wurden die Probleme beleuchtet, die während der Evolution des .NET Frameworks entstanden sind. Diese Probleme, bedingt durch die Anforderungen und dem Design des klassischen .NET Frameworks aus der damaligen Zeit, verlangen nach einer modernen ganzheitlichen Lösung. Welche Lösungswege Microsoft hier geht, soll in diesem und im nächsten Artikel dieser Serie beleuchtet werden.

Robin Sedlaczek


Video: Machine Learning: From Misery to Mastery

ArtikelserieTeil 1: Entwirrspiel: Plattformunabhängigkeit und KompatibilitätTeil 2: .NET Core als LösungsansatzTeil 3: .NET Core im richtigen Licht

Im ersten Teil dieser Artikelserie wurde gezeigt, welche Probleme aus dem monolithischen Design des klassischen .NET Frameworks über die Zeit entstanden sind – von Plattformunabhängigkeit und Leichtgewichtigkeit keine Spur. Dennoch sind dies Anforderungen, die moderne Softwaresysteme an eine Entwicklungsplattform stellen. Und so entstanden über die Zeit verschiedene .NET-Stacks (in diesem Zusammenhang als „Verticals“ bezeichnet), um verschiedene Plattformen zu bedienen, darunter Desktop, Browser (mit Silverlight) und mobile Geräte (mit Windows Phone und Silverlight für Windows Phone). Jedes Vertical für sich ist ein eigenes .NET – mit einer eigenen Runtime, einer eigenen Klassenbibliothek und eigenen Anwendungsmodellen. Code-Sharing oder die Wiederverwendung von Assemblies war nicht oder nur sehr beschränkt möglich, Linux, Mac und Container weit entfernt.

In diesem zweiten Artikel soll nun gezeigt werden, wie Microsoft die Probleme mit .NET Core adressiert. Im dritten Artikel dieser Serie wird dann .NET Standard genauer unter die Lupe genommen, um sich am Ende als „Big Picture“ zu vereinen.

Alles unter einem Hut: .NET Core

Wie löst man all die beschriebenen Probleme und erfüllt zudem die Anforderungen an ein modernes .NET Framework? Genau an dieser Stelle kommt nun .NET Core ins Spiel. Mit .NET Core erfindet Microsoft das .NET Framework neu, um die besagten Probleme zu adressieren. Nun ja, zumindest verpasst es ihm einen Neustart. Microsoft beschreibt .NET Core als plattformunabhängiges, leichtgewichtiges, modulares und flexibles Framework, das von mobilen, touchbasierten Geräten bis hin zu großen Datenzentren skaliert. Microsoft bietet dafür die Implementierung und den Support für Windows, Linux und macOS. Wie den meisten Lesern bekannt sein dürfte, wird .NET Core als Open-Source-Software entwickelt. Unter der Schirmherrschaft der .NET Foundation [1], wird das neue Framework gemeinsam mit der Community vorangetrieben. Die gesamte Implementierung ist auf GitHub [2] zu finden und verteilt sich dort auf verschiedene Repositories. Alle Plattformprojekte des Frameworks werden unter der MIT- [3] oder Apache-2-Lizenz [4] lizenziert, einige Inhalte (z. B. Dokus) benutzen zudem die Creative-Commons-Attribution-4.0-Lizenz [5].

Auf der einen Seite hat Microsoft einge...

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Teil 2: .NET Core als Lösungsansatz

.NET Core im Fokus

Im ersten Teil dieser Artikelserie wurden die Probleme beleuchtet, die während der Evolution des .NET Frameworks entstanden sind. Diese Probleme, bedingt durch die Anforderungen und dem Design des klassischen .NET Frameworks aus der damaligen Zeit, verlangen nach einer modernen ganzheitlichen Lösung. Welche Lösungswege Microsoft hier geht, soll in diesem und im nächsten Artikel dieser Serie beleuchtet werden.

Robin Sedlaczek


Video: Machine Learning: From Misery to Mastery

ArtikelserieTeil 1: Entwirrspiel: Plattformunabhängigkeit und KompatibilitätTeil 2: .NET Core als LösungsansatzTeil 3: .NET Core im richtigen Licht

Im ersten Teil dieser Artikelserie wurde gezeigt, welche Probleme aus dem monolithischen Design des klassischen .NET Frameworks über die Zeit entstanden sind – von Plattformunabhängigkeit und Leichtgewichtigkeit keine Spur. Dennoch sind dies Anforderungen, die moderne Softwaresysteme an eine Entwicklungsplattform stellen. Und so entstanden über die Zeit verschiedene .NET-Stacks (in diesem Zusammenhang als „Verticals“ bezeichnet), um verschiedene Plattformen zu bedienen, darunter Desktop, Browser (mit Silverlight) und mobile Geräte (mit Windows Phone und Silverlight für Windows Phone). Jedes Vertical für sich ist ein eigenes .NET – mit einer eigenen Runtime, einer eigenen Klassenbibliothek und eigenen Anwendungsmodellen. Code-Sharing oder die Wiederverwendung von Assemblies war nicht oder nur sehr beschränkt möglich, Linux, Mac und Container weit entfernt.

In diesem zweiten Artikel soll nun gezeigt werden, wie Microsoft die Probleme mit .NET Core adressiert. Im dritten Artikel dieser Serie wird dann .NET Standard genauer unter die Lupe genommen, um sich am Ende als „Big Picture“ zu vereinen.

Alles unter einem Hut: .NET Core

Wie löst man all die beschriebenen Probleme und erfüllt zudem die Anforderungen an ein modernes .NET Framework? Genau an dieser Stelle kommt nun .NET Core ins Spiel. Mit .NET Core erfindet Microsoft das .NET Framework neu, um die besagten Probleme zu adressieren. Nun ja, zumindest verpasst es ihm einen Neustart. Microsoft beschreibt .NET Core als plattformunabhängiges, leichtgewichtiges, modulares und flexibles Framework, das von mobilen, touchbasierten Geräten bis hin zu großen Datenzentren skaliert. Microsoft bietet dafür die Implementierung und den Support für Windows, Linux und macOS. Wie den meisten Lesern bekannt sein dürfte, wird .NET Core als Open-Source-Software entwickelt. Unter der Schirmherrschaft der .NET Foundation [1], wird das neue Framework gemeinsam mit der Community vorangetrieben. Die gesamte Implementierung ist auf GitHub [2] zu finden und verteilt sich dort auf verschiedene Repositories. Alle Plattformprojekte des Frameworks werden unter der MIT- [3] oder Apache-2-Lizenz [4] lizenziert, einige Inhalte (z. B. Dokus) benutzen zudem die Creative-Commons-Attribution-4.0-Lizenz [5].

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