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Windows Developer
SharePoint Server 2010-2019: Word Automation Service

Kolumne: SharePoint ganz praktisch

SharePoint stellt mit dem Word Automation Service einen Dienst bereit, um Microsoft-Word-Dateien serverseitig zu manipulieren. Dieser Dienst wurde mit SharePoint 2010 eingeführt und in SharePoint 2013 um eine Streamingmöglichkeit erweitert. Diese Ausgabe der Kolumne stellt den Dienst kurz vor.

Marc André Zhou


Die serverseitige Verarbeitung von Dokumenten ist eine typische Herausforderung in vielen dokumentenzentrierten Prozessabläufen. Der Zugriff auf Microsoft-Word-Dateien ist dabei eine gängige Anforderung. Für den programmatischen Zugriff auf Word-Dateien stehen unterschiedlichste (Third-Party-)Bibliotheken zur Verfügung, die entweder nur Lese- oder auch Schreiboperationen zulassen. Auf diesem Wege können dann entweder nur Informationen aus einer Datei extrahiert oder auch Modifikationen vorgenommen werden. Mit SharePoint 2010 veröffentlichte Microsoft den Word Automation Service [1]. Dieser Dienst erlaubt ebenfalls die programmatische Verarbeitung von Word-Dateien. Somit wird in vielen Fällen keine separate Programmbibliothek benötigt. Das senkt die Kosten und erleichtert die Verteilung der Lösung auf unterschiedliche Installationsziele, da keine separate DLL mit verteilt werden muss. Zudem werden dadurch unter Umständen auftretende Versionskonflikte der Programmbibliothek vermieden bzw. sie treten erst gar nicht auf.Möglichkeiten und FunktionenAbb. 1: Architektur des Word Automation Service Dokumente im Open-XML-Dateiformat (DOCX, DOCM, DOTX, DOTM), Word 97-2003-Dokumente (DOC, DOT), Rich-Text-Format-Dateien (RTF), Webseite in einer Datei (MHT, MHTML), Word-2003-XML-Dokumente (XML), Word-XML-Dokumente (XML).Erweiterungen in SharePoint 2013Einrichtung des DienstsWidmen wir uns zunächst der Einrichtung über die SharePoint-Zentraladministration. Nachdem sie geöffnet wurde, muss aus den linken Navigationspunkten der Punkt Application Management aufgerufen und auf der nachfolgenden Seite der Link Manage Service Applications angewählt werden. Anschließend findet sich im Menüband (Ribbon) der Punkt New, der beim Öffnen die verfügbaren Dienstanwendungen anzeigt. Aus den dort verfügbaren Diensten muss am Ende der Word Automation Service aktiviert werden. Danach erscheint der Dialog in Abbildung 2. Hier sind nur wenige Informationen zu erfassen. Im oberen Feld Name ist ein frei wählbarer Bezeichner für den Dienst einzutragen. Dann kann entweder ein bestehender IIS-Anwendungspool verwendet oder ein neuer dedizierter Anwendungspool erstellt werden. Zusätzlich kann noch festgelegt werden, ob ein Proxy für den Dienst erstellt werden soll.Abb. 2: Einrichtung des Word Automation ServiceAbb. 3: Angabe der DatenbankinformationenListing 1: Einrichtung des Word Automation Service# Anlage von Variablen für die Erstellung$AppPoolName = "DefaultAppPool"$SAName = "Word Konvert...

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Kolumne: SharePoint ganz praktisch

SharePoint stellt mit dem Word Automation Service einen Dienst bereit, um Microsoft-Word-Dateien serverseitig zu manipulieren. Dieser Dienst wurde mit SharePoint 2010 eingeführt und in SharePoint 2013 um eine Streamingmöglichkeit erweitert. Diese Ausgabe der Kolumne stellt den Dienst kurz vor.

Marc André Zhou


Die serverseitige Verarbeitung von Dokumenten ist eine typische Herausforderung in vielen dokumentenzentrierten Prozessabläufen. Der Zugriff auf Microsoft-Word-Dateien ist dabei eine gängige Anforderung. Für den programmatischen Zugriff auf Word-Dateien stehen unterschiedlichste (Third-Party-)Bibliotheken zur Verfügung, die entweder nur Lese- oder auch Schreiboperationen zulassen. Auf diesem Wege können dann entweder nur Informationen aus einer Datei extrahiert oder auch Modifikationen vorgenommen werden. Mit SharePoint 2010 veröffentlichte Microsoft den Word Automation Service [1]. Dieser Dienst erlaubt ebenfalls die programmatische Verarbeitung von Word-Dateien. Somit wird in vielen Fällen keine separate Programmbibliothek benötigt. Das senkt die Kosten und erleichtert die Verteilung der Lösung auf unterschiedliche Installationsziele, da keine separate DLL mit verteilt werden muss. Zudem werden dadurch unter Umständen auftretende Versionskonflikte der Programmbibliothek vermieden bzw. sie treten erst gar nicht auf.Möglichkeiten und FunktionenAbb. 1: Architektur des Word Automation Service Dokumente im Open-XML-Dateiformat (DOCX, DOCM, DOTX, DOTM), Word 97-2003-Dokumente (DOC, DOT), Rich-Text-Format-Dateien (RTF), Webseite in einer Datei (MHT, MHTML), Word-2003-XML-Dokumente (XML), Word-XML-Dokumente (XML).Erweiterungen in SharePoint 2013Einrichtung des DienstsWidmen wir uns zunächst der Einrichtung über die SharePoint-Zentraladministration. Nachdem sie geöffnet wurde, muss aus den linken Navigationspunkten der Punkt Application Management aufgerufen und auf der nachfolgenden Seite der Link Manage Service Applications angewählt werden. Anschließend findet sich im Menüband (Ribbon) der Punkt New, der beim Öffnen die verfügbaren Dienstanwendungen anzeigt. Aus den dort verfügbaren Diensten muss am Ende der Word Automation Service aktiviert werden. Danach erscheint der Dialog in Abbildung 2. Hier sind nur wenige Informationen zu erfassen. Im oberen Feld Name ist ein frei wählbarer Bezeichner für den Dienst einzutragen. Dann kann entweder ein bestehender IIS-Anwendungspool verwendet oder ein neuer dedizierter Anwendungspool erstellt werden. Zusätzlich kann noch festgelegt werden, ob ein Proxy für den Dienst erstellt werden soll.Abb. 2: Einrichtung des Word Automation ServiceAbb. 3: Angabe der DatenbankinformationenListing 1: Einrichtung des Word Automation Service# Anlage von Variablen für die Erstellung$AppPoolName = "DefaultAppPool"$SAName = "Word Konvert...

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