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Erschließung neuer Use Cases und Mehrwerte mit Unity - Teil 2

Ein 3D-Computermuseum in Unity


Nicht nur Spiele, sondern auch Business Use Cases lassen sich mit einer 2D-/3D-Engine wie Unity entwickeln und können dem Anwender echte Mehrwerte bieten. Anfänglich gibt es für den Entwickler viel zu lernen: Kamera, Render Pipelines, Shader, Meshes, GameObjects, Scripting und vieles mehr. Sitzen die Grundlagen, sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Zeit, etwas Licht ins Dunkel zu bringen und einen Business Use Case zu entwickeln.

Im ersten Teil dieser Serie haben wir uns grundlegend mit Unity beschäftigt. Unter anderem damit, wie der Editor aufgebaut ist, was GameObjects und Prefabs sind und wie wir mit ersten Skripten einen steuerbaren Spieler erstellen können. Dieses Wissen wollen wir nutzen, um unseren eigentlichen Use Case zu entwickeln: ein 3D-Heimcomputermuseum, durch das ein Spieler in Ich-Perspektive laufen kann. Dabei soll der Spieler mit Gegenständen wie Türen oder dem eigentlichen Museumsgegenstand interagieren können.

Als Basis für den Start nutzen wir das Projekt aus dem ersten Artikel. Dort löschen wir aus der Szene alle GameObjects bis auf den Boden, die Kamera, das Licht und den Player. Alternativ kann übrigens auch ein neues Unity-Universal-Render-Pipeline-Projekt erstellt werden. Abbildung 1 zeigt, wie die Szene zum Start aufgebaut ist.

rauber_unity3d_teil2_1.tif_fmt1.jpgAbb. 1: Aktueller Stand der Museumsszene

Importieren von Modellen

Da wir uns in diesem Artikel mit der Entwicklung und nicht der Modellierung von 3D-Objekten beschäftigen wollen, werden wir fertige 3D-Modelle importieren und verwenden. Unity ist in der Lage, eine Vielzahl verschiedener Formate zu importieren, bspw. verschiedene Bildformate (u. a. .jpg, .png und .psd), Modellformate (u. a. .fbx und .obj), Audioformate (u. a. .mp3 und .wav) und Videoformate (u. a. .mp4). Beim Import verarbeitet Unity die Daten, sodass sie in der Engine genutzt werden können. Je nach Format können beim Import diverse Einstellungen getroffen werden, also wie die jeweilige Datei importiert werden soll. Dazu später mehr.

Da wir für unseren Use Case einige Modelle benötigen, lassen sich komplette Unity Packages importieren. Man kann sie sich als eine Art Zip-Datei vorstellen, in der verschiedene Dateien mit voreingestellten Importeinstellungen zu finden sind, die Unity importiert. Solch ein Package findet sich im zum Artikel zugehörigen GitHub Repository [1]. Die Datei starter-package.unitypackage muss heruntergeladen und dann per Drag and Drop in die Projektansicht von Unity verschoben werden. Daraufhin öffnet sich ein ...

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