NoSQL-Datenbanken auf Windows Azure als Cloud-Plattform

NoSQL-Datenbanken auf Windows Azure als Cloud-Plattform


Über Jahrzehnte hinweg haben wir in der Softwareentwicklung kaum an Alternativen zu relationalen Datenbanken gedacht. Klar, einige Ansätze gab es Mitte der 90iger mit objektorientierten Datenbanken oder später mit XML-Datenbanken. Ernsthaft durchsetzen konnte sich aber keiner dieser Ansätze und so konnten klassische RDBMS ihre Vorherrschaft unangefochten fortführen. Jetzt hat sich dies aber geändert. Einige „alternative“ Datenbanken erfreuen sich unter dem Begriff „NoSQL“ zunehmend an Beliebtheit, und das vor allem in Cloud-basierten und skalierbaren Systemen immer häufiger. Warum ist das so? Was können so genannte NoSQL-Datenbanken besser, was nicht? Und warum erfreuen sie sich gerade im Zusammenhang mit Cloud Computing immer größerer Beliebtheit?

Azure – VMs? Web/Worker? Beides? Szenarien und Praxisbeispiel im Detail

Genau mit diesen Fragen beschäftigen wir uns in diesem Artikel – insbesondere mit Fokus auf Windows Azure. Verstehen Sie diesen Artikel als erste Einführung in das Thema, sodass Sie den Kontext und die Optionen für NoSQL in Azure besser verstehen. Vereinfacht dargestellt verstehen die meisten Personen in der Softwareindustrie mittlerweile unter dem Begriff NoSQL [1], [2], [3] ein Synonym für „Not Only SQL“. Dabei gibt es streng genommen gar keine formale Definition für den Begriff, wie auch einige bekannte Buchautoren bei der Verfassung ihrer Bücher feststellen mussten [3]. Umso mehr fassen wir heutzutage NoSQL-Datenbanken (kurz NoSQL DBs) vereinfacht als solche Datenbanksysteme zusammen, die nicht dem klassischen relationalen Muster mit allen zugehörigen Eigenschaften inklusive ACID-Transaktionen folgen und vielmehr alternative Storage-Konzepte und Transaktionskonzepte implementieren.

Darüber hinaus trifft der Begriff NoSQL auf Basis meiner bisherigen Erfahrung das Thema recht gut. Denn oftmals werden derartige NoSQL DBs gemeinsam mit eben den bekannten RDBMS-Systemen zur Entwicklung einer Gesamtlösung eingesetzt. Und selbst wenn eine Lösung ausschließlich auf nicht relationale Datenbanksysteme setzt, trifft es der Begriff ganz gut – macht er doch klar, dass die Welt der Datenhaltung nicht mehr ausschließlich aus RDBMS besteht und sich auch Alternativen wie MongoDB, Cas­san­dra, CouchDB oder Ähnliche als primärer Storage für Anwendungsdaten in bestimmten Fällen durchsetzen. Vor allem im Cloud-Umfeld treffen wir immer häufiger auch auf derartige Architekturen.

Eines sei jedoch gleich gesagt: kein Vorteil ohne Nachteil. Das heißt also, d...

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