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Ohne Spesen nichts gewesen: Das Dilemma mit dem wachsenden Kostendruck in IT-Projekten

Ohne Spesen nichts gewesen: Das Dilemma mit dem wachsenden Kostendruck in IT-Projekten

Softwarelösungen müssen heute immer größeren Anforderungen gerecht werden; gleichzeitig schrumpfen aber die IT-Budgets. Gerade in großen, komplexen IT-Umgebungen müssen auch Standardsoftwareprodukte individuell angepasst werden. Das kostet Manpower und diese kostet Geld. Trotz des steigenden Entwicklungsaufwands nimmt der Kostendruck zu. Das führt vor allem auch zu einer höheren Frustration bei Projektleitern und Entwicklern. Lassen sich mit minimalem Aufwand überhaupt maximale Lösungen realisieren?

Yasmine Limberger


BWLer lernen im 1. Semester das Min/Max-Prinzip kennen. Aha, da hätten wir ja die Schuldigen schon gefunden. Die betriebswirtschaftlich ausgebildeten Sales-Kollegen, die immer aufwändigere IT-Projekte verkaufen, die dann von den unterbesetzten Entwicklerteams realisiert werden sollen. Aber da hat dann irgendjemand nicht richtig aufgepasst. Das Min/Max-Prinzip, so lernen es die BWLer im Studium, kann nicht funktionieren. Es verstößt gegen das Ökonomieprinzip. Und eigentlich leuchtet es ja auch jedem ein, dass mit minimalem Aufwand ein maximales Ergebnis nicht zu erzielen ist. Im Gegenteil. Wer auf „Geiz ist geil“ setzt, spart an der Qualität. Letztlich muss eine Größe immer klar definiert sein, entweder der Input oder der Output. Und das gilt auch für IT-Projekte. Leider geht aber häufig bereits die Aufwandsabschätzung an der Realität vorbei, sodass der geplante Input (in Form von Manpower) und das vom Kunden erwartete Ergebnis nicht zusammenpassen. Um sich preislich vom Wettbewerb abzuheben, kalkulieren Vertriebler regelmäßig dieses Dilemma durchaus mit ein. Sie versprechen dem Kunden oft mehr, als sich im preislichen Rahmen realisieren lässt. Schließlich gibt es immer einen Plan B: Teile der Entwicklung können in Low-Cost-Länder verlagert werden oder Überstunden der Entwickler werden in Kauf genommen, aber nicht in Rechnung gestellt. Diese Rechnung geht letztlich nicht wirklich auf. Denn auch für die Abstimmung mit Offshore-Entwicklungsteams bedarf es eines erfahrenen Experten, der die Schnittstellen koordiniert und die Einhaltung der Spezifikationen und Systemanforderungen systematisch überwacht. Fehlt es hier an Know-how und Management, leiden darunter nicht nur die Entwickler, sondern vor allem auch die Qualität.Engerer Austausch der VerantwortlichenEs würde daher helfen, wenn sich IT und Businessentscheider enger austauschen und die Budgets gemeinsam planen würden, um IT-Investitionen sinnvoller einzusetzen. Die IT muss vor allem wissen, was das Business braucht und das gesamte Unternehmen im Blick haben. Durch ein effektives mehrjährig aufgebautes Projekt-Portfolio-Management, das von der Geschäftsführung und der IT gemanagt wird, lassen sich IT-Ausgaben besser steuern und vor allem realistisch planen.Das geschieht zwar verstärkt, aber dennoch setzt sich die Businessseite meist stärker durch und der Kostendruck bleibt. Die Ziele sind hochgesteckt und gleichzeitig werden die Budgets gekürzt. Dazu kommt häufig noch die Vorgabe, dass alle Ausgaben tr...

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Ohne Spesen nichts gewesen: Das Dilemma mit dem wachsenden Kostendruck in IT-Projekten

Ohne Spesen nichts gewesen: Das Dilemma mit dem wachsenden Kostendruck in IT-Projekten

Softwarelösungen müssen heute immer größeren Anforderungen gerecht werden; gleichzeitig schrumpfen aber die IT-Budgets. Gerade in großen, komplexen IT-Umgebungen müssen auch Standardsoftwareprodukte individuell angepasst werden. Das kostet Manpower und diese kostet Geld. Trotz des steigenden Entwicklungsaufwands nimmt der Kostendruck zu. Das führt vor allem auch zu einer höheren Frustration bei Projektleitern und Entwicklern. Lassen sich mit minimalem Aufwand überhaupt maximale Lösungen realisieren?

Yasmine Limberger


BWLer lernen im 1. Semester das Min/Max-Prinzip kennen. Aha, da hätten wir ja die Schuldigen schon gefunden. Die betriebswirtschaftlich ausgebildeten Sales-Kollegen, die immer aufwändigere IT-Projekte verkaufen, die dann von den unterbesetzten Entwicklerteams realisiert werden sollen. Aber da hat dann irgendjemand nicht richtig aufgepasst. Das Min/Max-Prinzip, so lernen es die BWLer im Studium, kann nicht funktionieren. Es verstößt gegen das Ökonomieprinzip. Und eigentlich leuchtet es ja auch jedem ein, dass mit minimalem Aufwand ein maximales Ergebnis nicht zu erzielen ist. Im Gegenteil. Wer auf „Geiz ist geil“ setzt, spart an der Qualität. Letztlich muss eine Größe immer klar definiert sein, entweder der Input oder der Output. Und das gilt auch für IT-Projekte. Leider geht aber häufig bereits die Aufwandsabschätzung an der Realität vorbei, sodass der geplante Input (in Form von Manpower) und das vom Kunden erwartete Ergebnis nicht zusammenpassen. Um sich preislich vom Wettbewerb abzuheben, kalkulieren Vertriebler regelmäßig dieses Dilemma durchaus mit ein. Sie versprechen dem Kunden oft mehr, als sich im preislichen Rahmen realisieren lässt. Schließlich gibt es immer einen Plan B: Teile der Entwicklung können in Low-Cost-Länder verlagert werden oder Überstunden der Entwickler werden in Kauf genommen, aber nicht in Rechnung gestellt. Diese Rechnung geht letztlich nicht wirklich auf. Denn auch für die Abstimmung mit Offshore-Entwicklungsteams bedarf es eines erfahrenen Experten, der die Schnittstellen koordiniert und die Einhaltung der Spezifikationen und Systemanforderungen systematisch überwacht. Fehlt es hier an Know-how und Management, leiden darunter nicht nur die Entwickler, sondern vor allem auch die Qualität.Engerer Austausch der VerantwortlichenEs würde daher helfen, wenn sich IT und Businessentscheider enger austauschen und die Budgets gemeinsam planen würden, um IT-Investitionen sinnvoller einzusetzen. Die IT muss vor allem wissen, was das Business braucht und das gesamte Unternehmen im Blick haben. Durch ein effektives mehrjährig aufgebautes Projekt-Portfolio-Management, das von der Geschäftsführung und der IT gemanagt wird, lassen sich IT-Ausgaben besser steuern und vor allem realistisch planen.Das geschieht zwar verstärkt, aber dennoch setzt sich die Businessseite meist stärker durch und der Kostendruck bleibt. Die Ziele sind hochgesteckt und gleichzeitig werden die Budgets gekürzt. Dazu kommt häufig noch die Vorgabe, dass alle Ausgaben tr...

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