Platform as a Service in der Microsoft-Cloud

Platform as a Service in der Microsoft-Cloud


Dank des Marketingengagements von Cloud-Anbietern wie Microsoft und Amazon hat wahrscheinlich jeder Entwickler schon einmal die Begriffe IaaS, PaaS und SaaS gehört. Sie bezeichnen den Teil der Softwarearchitektur, den der Cloud-Anbieter bereitstellt: nur die Infrastruktur, die Anwendungsplattform oder gar die fertige Softwarelösung. Wie bei vielen IT-Themen haben es die Marketingkampagnen geschafft, die Begriffe zu verwaschen. Was ist in der Praxis der Unterschied zwischen IaaS und PaaS für Entwickler und Administratoren? Welche konkreten Lösungen gibt es in der Windows Azure Cloud? Was hat die Wahl zwischen IaaS und PaaS für Auswirkungen auf die Betriebskosten? Diesen Fragen gehen wir in diesem Artikel auf den Grund.

Sorgenfreies Betreiben von Web-APIs und Webanwendungen mit Windows Azure Websites

Will man sich als Microsoft-orientierter Softwareentwickler heute für eine öffentliche Cloud entscheiden, kommen zwangsläufig die beiden großen Anbieter mit ins Spiel: Amazon AWS und Microsoft Windows ­Azure. Historisch betrachtet starteten die beiden Angebote an entgegengesetzten Enden des Spektrums: Während Amazon lange vor Microsoft durch Infrastructure as a Service (IaaS) erfolgreich wurde, bestand die Azure-Cloud bei ihrem Erscheinen praktisch nur aus Platform as a Service (PaaS). Heute ist diese Zuordnung nicht mehr gültig. Amazon hat zum Beispiel mit Elastic Beans­talk einen PaaS am Start und Microsoft bietet in Windows Azure seit einigen Monaten auch vollwertiges IaaS für Windows und Linux an. In diesem Artikel werden wir uns auf Windows Azure konzentrieren.

Unterschied IaaS und PaaS

Was ist der Unterschied zwischen IaaS und PaaS in der Praxis? Bei der Beantwortung dieser Frage sind zwei Aspekte zu betrachten:

  • Wie sehr will man sich rein auf die eigene Anwendungssoftware konzentrieren und sich nicht um Infrastruktur kümmern (müssen)?

  • Wie viel Kontrolle ist man bereit, abzugeben?

Die erste Frage würde man in der klassischen Wirtschaftslehre als die Frage nach der Fertigungstiefe, also der Frage nach dem Anteil an Eigenfertigung, bezeichnen. Speziell kleine und mittlere Softwarefirmen tendieren oft dazu, sich strategisch auf Kernkompetenzen konzentrieren zu wollen. Innovation bedeutet Verbesserung der Anwendungssoftware. Aufbau, Betrieb und Verwaltung notwendiger Basisinfrastruktur wird als unerwünschter Ballast gesehen, bindet unnötig viele Ressourcen (z. B. investiertes Geld, Personal etc.) und macht das Unternehmen unflexibel. Was spricht also da...

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