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Warum die Frage nach dem Serverbetriebssystem weniger wichtig wird

Kolumne: Stropek as a Service


„Geschüttelt, nicht gerührt“ – wer kennt es nicht, dieses Zitat des weltberühmten, britischen Spions 007? 2006 meinte Daniel Craig als James Bond in Casino Royale dann aber: „Sehe ich so aus, als ob mich das interessieren würde?“. Diese Einstellung passte so gar nicht zum früheren Image von Bond. Im Microsoft-Universum spielt sich aktuell eine ähnliche Zeitenwende ab. Es ist erst wenige Jahre her, dass Microsoft Linux als harten Konkurrenten gesehen hat. Mit Satya Nadella als CEO von Microsoft hat sich das in den letzten paar Jahren ins Gegenteil umgekehrt. Auf seinen Folien liest man Dinge wie „Microsoft ♥ Linux“ und „Microsoft ♥ Docker“. Echte, späte Liebe oder alles nur gespielt? Und was heißt das für die Entwicklergemeinde im Microsoft-Universum?

Linux wirklich ein „First-Class Citizen“?

Wer die Ankündigungen von Microsoft in letzter Zeit verfolgt hat, ist wahrscheinlich mittlerweile überzeugt, dass die Open-Source- und Linux-Unterstützung in Redmond ernst gemeint ist. Alle neuen Entwicklungstools (z. B. Visual Studio Code) und -Bibliotheken (z. B. .NET Core) sind Open Source und Cross-Platform. Sie laufen auf einem Linux- genauso wie auf einem Windows-Server. Wichtige, neue Visual-Studio- und Azure-Features wie zum Beispiel die Docker-Unterstützung sind sogar im ersten Schritt nur in Verbindung mit Linux verfügbar, Windows folgt erst später. Wem das noch nicht genug ist, der hat sich vielleicht von der Verfügbarkeit von SQL Server unter Linux überzeugen lassen.

Was steckt dahinter?

Man muss sich trotz des Schwenks zu Open Source keine Sorgen um die Zukunft von Microsoft machen. Verständlich wird das Verschwinden der „Pinguinphobie“ durch die Azure-Cloud. Mittlerweile ist sie in Sachen Linux-Unterstützung so stark, dass Microsoft davon ausgeht, viele Linux-Benutzer von Azure überzeugen zu können. Die veröffentlichten Zahlen zeigen, dass der Plan mehr und mehr aufgeht. Bereits ein Drittel aller virtuellen Maschinen in Azure nutzt Linux statt Windows. Natürlich laufen diese Server in der Cloud nicht kostenlos. Schließlich stecken riesige, empfindlich teure Rechenzentrumsinfrastrukturen dahinter. Damit trägt jeder Linux-Server in Azure zum (finanziellen) Erfolg von Microsoft bei. Je besser die Linux-Unterstützung, desto größer der Anteil von Azure am weltweiten Cloud-Kuchen.

Container als Schlüsseltechnologie

Zusätzlich zu den finanziellen Aspekten ist die Containertechnologie ein Katalysator für Linux in Azure. Viele Eigenschaften von Docker und Co. sin...

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