Windows Developer - 02.2019 - Entwicklung am Optimum


Preis: 9,80 €

Erhältlich ab:  Januar 2019

Umfang:  100

Autoren / Autorinnen: Rainer Stropek, Yasmine Limberger, Tam Hanna, Marc André Zhou, Carsten Eilers, Christoph Windheuser, Thomas Mahringer, Patricia Stübig-Schimanski, Kevin Gerndt, Henning Schwentner, Stefan Hofer, Aminata Sidibe, Nico Orschel, Thomas Rümmler, Frank Kubis, Manfred Steyer, Ingo Rammer, Veikko Krypczyk, Elena Bochkor

Liebe Leserin, lieber Leser,

da ist es nun, das neue Jahr. Und wie immer soll dieses Mal wirklich alles gesünder, besser, schöner werden. Optimaler halt. Aber optimaler geht eigentlich gar nicht. Entweder etwas ist optimal oder eben nicht. Das Optimum lässt sich nicht steigern. Irgendwie ein langweiliger Superlativ, wenn man ihm gar nicht ansieht, dass man es mit ihm zu tun hat – total unaufgeregt. Und genau deswegen vor allem für Softwareentwicklung überaus passend. Natürlich kann es da auch super spannende, aufregende und innovative Projekte geben. Geht es aber konkret um Optimierung, sollte der Kopf doch eher kühl bleiben und man sollte besonnen versuchen, zu erkennen, an welcher Stelle und wie genau das Produkt verbessert, in Richtung des Optimums geschoben werden kann.

Schon oft ging es im Windows Developer darum, dass es sich lohnt, ein paar Schritte vom eigenen Projekt zurückzutreten, um den Blick für das große Ganze nicht zu verlieren. Dasselbe gilt auch für Optimierungen – von Produkten, von Prozessen, von Teams … Nicht einfach nach Veränderung zu schreien, sondern gemeinsam einen konkreten Plan zu erstellen und danach zu handeln, ist dafür die erfolgversprechende Devise. Das wirkt vielleicht wenig sexy und sieht auch nach viel Analysearbeit aus, aber der gewünschte Erfolg kommt meist nicht aus dem Nichts.

Henning Schwentner und Dr. Stefan Hofer schreiben in ihrem Artikel zu Domain Storytelling (S. 59), dass erfolgreiche Softwareentwicklung nur dann tatsächlich stattfinden kann, wenn alle Beteiligten sich zusammensetzen. Aber auch das reicht wiederum nur bedingt: Sie müssen nämlich auch dieselbe Sprache sprechen und dafür möglicherweise erst einmal eine „Fremdsprache“ lernen. Das erfordert natürlich von allen Beteiligten die Bereitschaft, die Ärmel hochzukrempeln und sich vollends einzubringen. Halbherzige Versprechen und Absichten sind dabei eher hinderlich und können den Erfolg des Projekts ernsthaft gefährden. Nicht nur engagierte Teammitglieder sind essenziell, auch Vorgesetzte, die gut führen können, sind dafür von großer Wichtigkeit. Ob es die gibt und woran man sie erkennt, beleuchtet Yasmine Limberger in ihrer Karrierekolumne (S. 12). Wenn das Team gut organisiert ist, hat natürlich auch der Kunde etwas von optimaler Entwicklung: Ist die Software im Kern so entwickelt, dass sie für unterschiedliche, kundenspezifische Einsatzzwecke anpassbar bleibt, hat man den Dienstleistungsgedanken nicht nur verinnerlicht, sondern im letzten Schritt hin zum Optimum auch umgesetzt.

Wir wünschen Ihnen eine frohes neues und optimales Jahr 2019.

stuebig_patricia_sw.tif_fmt1.jpgPatricia Stübig-Schimanski, Redakteurin

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