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Windows Developer
Buchtipp

Buchtipp: Moderne Webanwendungen für .NET-Entwickler

ASP.NET unterlag im Laufe der letzten Jahre gravierenden Änderungen: Arbeitete man einst mit dem klassischen Webtechnologieframework, so musste man als Entwickler spätestens mit dem Aufkommen von ASP.NET Core umdenken. Das Autorenkollektiv um Dr. Holger Schwichtenberg aktualisiert sein Standardwerk zum Thema .NET im Web. Grund genug, die Neuerungen unter die Lupe zu nehmen.

Tam Hanna


Renderte man einst so gut wie alles am Server, so ist das Erzeugen von View und Co. heutzutage am Client angesagt. Das Buch trägt diesem Trend durch eine Kapitelgruppe zu HTML und CSS Rechnung; sie demonstriert neben dem Bare-Metal-Webdesign auch die Arbeit mit Bootstrap. Das Framework steht dabei stellvertretend für jQuery UI und Compadres: Kann man mit einem der beiden umgehen, kommt man auch mit allen anderen zurecht. Die Einführung reicht aus, um vorliegende Webseiten zu verstehen.Die beiden ASP-Versionen basieren zwar auf denselben Grundgedanken, unterscheiden sich aber in der Art der Implementierung. Das Autorenteam trägt diesem Unterschied Rechnung, indem es im ersten Schritt die Arbeit mit ASP.NET anhand der klassischen Desktopversion demonstriert. Neben einfachen REST-Systemen findet sich hier auch ein Kapitel zu SignalR – es ermöglicht die Realisierung bidirektionaler Kommunikation, die nicht vom Client ausgelöst wird.Die Überleitung zur neueren Version erfolgt durch Vorstellung des kommandozeilenbasierten IDEs und per Vergleich der in beiden Varianten enthaltenen Klassen und Pakete. Darauf folgt abermals die Realisierung von Web-Apps und die Verwendung von SignalR, das auch unter ASP.NET Core verfügbar ist.Auch wenn Schwichtenberg und Co. der Blazor-Technologie gut zwei Dutzend Seiten widmen – wirklich serienreif ist die auf Emscripten basierende Ausführungsumgebung nicht. Der vierte Teil des Buchs trägt dieser Situation durch umfangreiche Besprechung der Syntax von JavaScript und TypeScript Rechnung: Dass ein Lehrbuchkapitel nicht ein komplettes Werk zum Thema ersetzen kann, ist logisch. Diese Einschränkung gilt auch für die Besprechung von Angular, die alles Wichtige kurz tangiert.Der Sinn der clientseitigen Programmierung erschließt sich im sechsten Teil, der eine komplexe Client-Server-Applikation unter Nutzung verschiedener Techniken realisiert. Ob der Länge des Buchs – das Werk umfasst schon im vorliegenden Zustand knapp tausend Seiten – ist der abgedruckte Code allerdings sehr partiell.Viele Bücher ignorieren den eigentlichen Akt der Bereitstellung der Daten. Schwichtenberg sieht das anders: Der vor dem Beispiel befindliche Teil befasst sich mit der Auslieferung von Webapplikationen im Microsoft-Umfeld. Neben der Arbeit mit Visual Studio und IIS geht das Buch auch auf neuartige Technologien ein – wer Interesse an Azure und Docker hat, darf sich über Grundlagenerklärungen freuen.Das vorliegende Buch richtet sich ausschließlich an Person...

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Buchtipp: Moderne Webanwendungen für .NET-Entwickler

ASP.NET unterlag im Laufe der letzten Jahre gravierenden Änderungen: Arbeitete man einst mit dem klassischen Webtechnologieframework, so musste man als Entwickler spätestens mit dem Aufkommen von ASP.NET Core umdenken. Das Autorenkollektiv um Dr. Holger Schwichtenberg aktualisiert sein Standardwerk zum Thema .NET im Web. Grund genug, die Neuerungen unter die Lupe zu nehmen.

Tam Hanna


Renderte man einst so gut wie alles am Server, so ist das Erzeugen von View und Co. heutzutage am Client angesagt. Das Buch trägt diesem Trend durch eine Kapitelgruppe zu HTML und CSS Rechnung; sie demonstriert neben dem Bare-Metal-Webdesign auch die Arbeit mit Bootstrap. Das Framework steht dabei stellvertretend für jQuery UI und Compadres: Kann man mit einem der beiden umgehen, kommt man auch mit allen anderen zurecht. Die Einführung reicht aus, um vorliegende Webseiten zu verstehen.Die beiden ASP-Versionen basieren zwar auf denselben Grundgedanken, unterscheiden sich aber in der Art der Implementierung. Das Autorenteam trägt diesem Unterschied Rechnung, indem es im ersten Schritt die Arbeit mit ASP.NET anhand der klassischen Desktopversion demonstriert. Neben einfachen REST-Systemen findet sich hier auch ein Kapitel zu SignalR – es ermöglicht die Realisierung bidirektionaler Kommunikation, die nicht vom Client ausgelöst wird.Die Überleitung zur neueren Version erfolgt durch Vorstellung des kommandozeilenbasierten IDEs und per Vergleich der in beiden Varianten enthaltenen Klassen und Pakete. Darauf folgt abermals die Realisierung von Web-Apps und die Verwendung von SignalR, das auch unter ASP.NET Core verfügbar ist.Auch wenn Schwichtenberg und Co. der Blazor-Technologie gut zwei Dutzend Seiten widmen – wirklich serienreif ist die auf Emscripten basierende Ausführungsumgebung nicht. Der vierte Teil des Buchs trägt dieser Situation durch umfangreiche Besprechung der Syntax von JavaScript und TypeScript Rechnung: Dass ein Lehrbuchkapitel nicht ein komplettes Werk zum Thema ersetzen kann, ist logisch. Diese Einschränkung gilt auch für die Besprechung von Angular, die alles Wichtige kurz tangiert.Der Sinn der clientseitigen Programmierung erschließt sich im sechsten Teil, der eine komplexe Client-Server-Applikation unter Nutzung verschiedener Techniken realisiert. Ob der Länge des Buchs – das Werk umfasst schon im vorliegenden Zustand knapp tausend Seiten – ist der abgedruckte Code allerdings sehr partiell.Viele Bücher ignorieren den eigentlichen Akt der Bereitstellung der Daten. Schwichtenberg sieht das anders: Der vor dem Beispiel befindliche Teil befasst sich mit der Auslieferung von Webapplikationen im Microsoft-Umfeld. Neben der Arbeit mit Visual Studio und IIS geht das Buch auch auf neuartige Technologien ein – wer Interesse an Azure und Docker hat, darf sich über Grundlagenerklärungen freuen.Das vorliegende Buch richtet sich ausschließlich an Person...

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