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Kolumne: Karrieretipps

Kolumne: Karrieretipps


Jeder kennt mindestens einen Teamleader, den man umgangssprachlich und insgeheim als „A…loch“ bezeichnen würde. Glücklich sind diejenigen, die das nicht von ihrem eigenen Vorgesetzten behaupten müssen. Aber warum sind gerade die so erfolgreich und so weit gekommen, die sich ohne Skrupel, Anstand und Respekt über alle Regeln des menschlichen Zusammenlebens hinwegsetzen? Wahrscheinlich genau deswegen!

Widmen wir uns mal wieder dem Thema der „werteorientierten Führung“ und analysieren wir, warum gerade solche Menschen besonders erfolgreich sind, die im Umgang mit ihren Mitmenschen arrogant und wenig wertschätzend rüberkommen. Muss man als erfolgreicher Manager wirklich alle guten Werte auf den Müll fahren und skrupellos und machtgierig agieren? Muss man in Verhandlungen wirklich mit Pokerface und hartem Kurs auftreten, anstatt auch auf Kompromisse einzugehen und sich diplomatisch zu präsentieren? Sind Egoismus und Selbstüberzeugung heutzutage wichtige Eigenschaften, um in die höheren Managementebenen aufzusteigen? In vielen Unternehmen sowie auch in der Politik erscheint uns das aktuell vermehrt genau so.

Aber was sind die Gründe? Brauchen wir als Mitarbeiter da oben nicht auch jemanden, der austeilen und einstecken kann? Der kein Blatt vor den Mund nimmt und sich im Sturm kaum mehr bewegt als eine Eiche im Wind? Kann ein Firmenchef erfolgreich sein, der mit allen „gut Freund“ sein will und Entscheidungen demokratisch statt aus rein wirtschaftlichem Interesse trifft? Da kommen einem schon die ersten Zweifel. Dennoch: Das Management repräsentiert die Unternehmenswerte nach innen und außen, und somit spiegelt auch das sichtbare Verhalten diese Unternehmenswerte wider. Glaubwürdig sind nicht die Werte, die ein Unternehmen auf seiner Homepage veröffentlicht, sondern die, die das Management und die Mitarbeiter ausstrahlen.

Wer lange in einem großen Unternehmen arbeitet, hat sicher auch schon so einige Chefs kommen und gehen sehen. Häufig kann man dann beobachten, dass es durchaus auch erfolgreiche Chefs gibt, die knallhart in ihren Entscheidungen und Verhandlungen sind, aber dennoch respektvoll und wertschätzend mit ihren Mitarbeitern umgehen. Chefs, die offen sind für die Vorschläge von Beratern, Experten und Kollegen und ihre eigenen Konzepte gerne nochmal überarbeiten, wenn es dem Unternehmen dient. Es geht also doch: erfolgreich und wertschätzend agieren. Trotzdem muss man auch erkennen: Nettsein ist als Führungskraft nicht dauerhaft hilfreich! Man muss sich ...

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