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Alternative zu SQL Server Management Studio und Data Tools

Azure Data Studio - yet another SQL Tool?


Das Azure Data Studio ist bereits seit einiger Zeit verfügbar, aber dennoch nur wenigen bekannt. Einer der Gründe dafür könnte im Namenswechsel des Tools liegen, das ursprünglich unter dem Namen „SQL Operations Studio“ entwickelt wurde. Dabei ist das „Azure“ in der neuen Bezeichnung irreführend.

Das Azure Data Studio ist eine interessante Alternative zu den deutlich verbreiteteren SQL Server Data Tools und dem SQL Server Management Studio. Interessant wird es vor allem, weil mit dem neuen Tool einige Features angeboten werden, die es in den bisherigen Tools nicht gibt, beispielsweise die Unterstützung von Jupyter Notebooks und zusätzlicher Betriebssysteme wie Linux und macOS.

Bisher war das SQL Server Management Studio das Tool der Wahl zur SQL-Entwicklung und -Administration, seitdem es mit SQL Server 2005 den Enterprise Manager abgelöst hatte. Für die Arbeit mit Datenbankprojekten kamen Visual Studio Database Edition und für BI-Projekte das Business Intelligence Development Studio hinzu, die später beide unter der Bezeichnung SQL Server Data Tools zusammengeführt wurden.

Bereits im November 2017 erschienen die erste Public Preview des SQL Operations Studio, das als „light-weight tool for modern database development and operations“ [1] angepriesen wurde. Mit dem Erscheinen der ersten finalen Version im September 2018 wurde der Name in Azure Data Studio geändert, um die Möglichkeit zu unterstreichen, damit auch Datenbanken und Instanzen in der Microsoft-Azure-Cloud zu verwalten. Dem Namen zum Trotz kann das Azure Data Studio jedoch genauso gut verwendet werden, um mit SQL-Servern im lokalen Netzwerk zu arbeiten.

Download und Installation

Die Einrichtung des Azure Data Studios gestaltet sich denkbar einfach. Genau wie mittlerweile auch das SQL Server Management Studio ist das Azure Data Studio unabhängig von der Serverinstallation als kostenfreier Download erhältlich und wird deutlich häufiger aktualisiert als die Serverkomponenten. Zurzeit erscheint jeden Monat eine neue Version.

Über den Downloadlink [2] kann man das Azure Data Studio in verschiedenen Varianten beziehen. Neben den Versionen für Linux und macOS steht die Windows-Variante sogar in verschiedenen Ausprägungen zum Download bereit. Darunter befinden sich ein Systeminstallationsprogramm (benötigt lokale Adminrechte), ein Benutzerinstallationsprogramm (wird im Kontext des gerade angemeldeten Users installiert) sowie eine ZIP-Datei. Letztere stellt die unkomplizierteste Art dar, das Azure Data Studio lokal einzurichten. Die ZIP-Datei (ca. 136 MB) muss lediglich in einen beliebigen Ordner auf dem lokalen Rechner installiert werden, wofür etwa 433 MB benötigt werden. Anschließend lässt sich das Azure Data Studio durch Aufruf der Datei azuredatastudio.exe starten. Diese Art der Installation bringt den Vorteil mit sich, dass man das Azure Data Studio durch Löschen des Ordners auch schnell wieder entfernen kann, wenn man es nicht mehr brauchen sollte. Prinzipiell ist es sogar möglich, das Azure Data Studio von einem USB-Stick aus zu starten, sofern das von administrativer Seite nicht durch entsprechende Policies verhindert wird.

Oberfläche und Data Explorer

Nach dem Start zeigt sich das Tool mit einer sehr aufgeräumten Oberfläche, die Anwendern von Visual Studio Code gleich bekannt vorkommen wird, da dieselbe technologische Basis verwendet wird (Abb. 1). Am linken Rand ist eine schlicht gehaltene Symbolleiste zu sehen, deren wichtigster Punkt – der Data Explorer – gleich zu Anfang steht. Darunter folgen eine Suchfunktion (mit der sich Dateien im Filesystem durchsuchen lassen), ein Dateiexplorer, ein Symbol für die Quellcodeverwaltung sowie die Extensions. Etwas abgesetzt am unteren Ende folgt noch ein Symbol, mit dem verschiedene Einstellungen vorgenommen werden können. Den Hauptteil des Bildschirms belegt zu Beginn das Willkommen-Fenster, in dem Links zum Öffnen eine...

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