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Windows Developer
Unkomplizierte SharePoint-Programmierung mit AweCsome

Der lange Weg der SharePoint-Add-ins

SharePoint-Entwicklung war anfangs mit einer Menge Konfigurationsaufwand verbunden: Der Code musste direkt auf der SharePoint-Installation laufen. Dort mussten nicht nur die richtigen Features installiert sein, auch war kaum zu kontrollieren, was so ein Paket so macht.

Ole Albers


Mit der Einführung des Client Side Object Model (CSOM) für SharePoint 2010 erhielt das von Smartphones bekannte App-Model Einzug in die SharePoint-Entwicklung. Die mittlerweile in Add-in umbenannten Anwendungen laufen seither nicht mehr auf dem SharePoint-Server, sondern können auf einem beliebigen Server gehostet werden. Vor allem in Bezug auf Office365-SharePoint ist dies oft eine Azure-Instanz. Die Kommunikation erfolgt über OAuth. Fertige NuGet-Pakete und Visual-Studio-Templates nehmen einen Großteil der Authentifizierungsarbeit ab. Zudem bietet die Trennung von SharePoint und Anwendung die Möglichkeit, den Code vergleichsweise problemlos live zu debuggen.

Ein kleiner Schritt für SQL ...

Ist CSOM schon eine deutliche Verbesserung gegenüber der serverbasierten SharePoint-Entwicklung, so fühlt es sich doch leider auch weiterhin sehr altbacken an. Das Auslesen und Schreiben von Daten erinnert mit seinem Dictionary-Prinzip an alte Verfahren, wie man sie früher mit DataSets durchgeführt hat. Das macht den Code nicht nur sehr schwer lesbar, es schleichen sich auf die Weise auch schnell Fehler ein, die vom Compiler nicht erkannt werden können. Refactoring fällt damit ebenfalls größtenteils flach. Das Erstellen der Listenstruktur ist sogar noch weniger intuitiv. Die XML-artige CAML-Struktur führt oft zum Trial-and-error-Vorgehen.

Wie SharePoint-Experten zu Recht immer wieder betonen, ist SharePoint keine Datenbank. Nichtsdestotrotz sei der neidische Blick auf SQL-Datenbanken erlaubt: Dort gibt es verschiedene ORM-Mapper, die die Entwicklung vereinfachen. Im .NET-Umfeld sind das Entity Framework und NHibernate die bekanntesten Vertreter. Diese verhindern das Verwenden von Magic strings und erlauben es stattdessen, saubere OOP-Techniken zu verwenden.

... ein großer Schritt für SharePoint

Für SharePoint fehlte dieser Luxus bisher. Das AweCsome Framework soll diese Lücke nun schließen. Der Name klingt zunächst vielleicht etwas zu selbstbewusst, er leitet sich vor allem aber aus der Technologie CSOM in AweCsome ab.

Müsste man das unter der GPL-Lizenz veröffentlichte AweCsome Framework mit einem Satz beschreiben, wäre Entity Framework für SharePoint schon eine ganz anständige Beschreibung. Die wesentlichen Features fühlen sich sehr ähnlich an. Die Orientierung am Entity Framework lässt sich auch an einigen Funktionen ablesen. So verwenden die Funktionen konsequent das Wort „Table“, wo doch in SharePoint eigentlich von Listen gesprochen wird.

Grau ist alle Theorie

Der Vor...

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Unkomplizierte SharePoint-Programmierung mit AweCsome

Der lange Weg der SharePoint-Add-ins

SharePoint-Entwicklung war anfangs mit einer Menge Konfigurationsaufwand verbunden: Der Code musste direkt auf der SharePoint-Installation laufen. Dort mussten nicht nur die richtigen Features installiert sein, auch war kaum zu kontrollieren, was so ein Paket so macht.

Ole Albers


Mit der Einführung des Client Side Object Model (CSOM) für SharePoint 2010 erhielt das von Smartphones bekannte App-Model Einzug in die SharePoint-Entwicklung. Die mittlerweile in Add-in umbenannten Anwendungen laufen seither nicht mehr auf dem SharePoint-Server, sondern können auf einem beliebigen Server gehostet werden. Vor allem in Bezug auf Office365-SharePoint ist dies oft eine Azure-Instanz. Die Kommunikation erfolgt über OAuth. Fertige NuGet-Pakete und Visual-Studio-Templates nehmen einen Großteil der Authentifizierungsarbeit ab. Zudem bietet die Trennung von SharePoint und Anwendung die Möglichkeit, den Code vergleichsweise problemlos live zu debuggen.

Ein kleiner Schritt für SQL ...

Ist CSOM schon eine deutliche Verbesserung gegenüber der serverbasierten SharePoint-Entwicklung, so fühlt es sich doch leider auch weiterhin sehr altbacken an. Das Auslesen und Schreiben von Daten erinnert mit seinem Dictionary-Prinzip an alte Verfahren, wie man sie früher mit DataSets durchgeführt hat. Das macht den Code nicht nur sehr schwer lesbar, es schleichen sich auf die Weise auch schnell Fehler ein, die vom Compiler nicht erkannt werden können. Refactoring fällt damit ebenfalls größtenteils flach. Das Erstellen der Listenstruktur ist sogar noch weniger intuitiv. Die XML-artige CAML-Struktur führt oft zum Trial-and-error-Vorgehen.

Wie SharePoint-Experten zu Recht immer wieder betonen, ist SharePoint keine Datenbank. Nichtsdestotrotz sei der neidische Blick auf SQL-Datenbanken erlaubt: Dort gibt es verschiedene ORM-Mapper, die die Entwicklung vereinfachen. Im .NET-Umfeld sind das Entity Framework und NHibernate die bekanntesten Vertreter. Diese verhindern das Verwenden von Magic strings und erlauben es stattdessen, saubere OOP-Techniken zu verwenden.

... ein großer Schritt für SharePoint

Für SharePoint fehlte dieser Luxus bisher. Das AweCsome Framework soll diese Lücke nun schließen. Der Name klingt zunächst vielleicht etwas zu selbstbewusst, er leitet sich vor allem aber aus der Technologie CSOM in AweCsome ab.

Müsste man das unter der GPL-Lizenz veröffentlichte AweCsome Framework mit einem Satz beschreiben, wäre Entity Framework für SharePoint schon eine ganz anständige Beschreibung. Die wesentlichen Features fühlen sich sehr ähnlich an. Die Orientierung am Entity Framework lässt sich auch an einigen Funktionen ablesen. So verwenden die Funktionen konsequent das Wort „Table“, wo doch in SharePoint eigentlich von Listen gesprochen wird.

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