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Windows Developer
Teil 1: Blazor Server ist mit ASP.NET Core 3.0 erschienen

Der erste Blazor-Streich


Viele .NET-Entwickler warten seit der Erstankündigung im März 2018 sehnsüchtig auf Blazor, das .NET-basierte Web-Framework zur Entwicklung von Single Page Applications. Mit Server-side Blazor (alias Blazor Server) ist nun in .NET Core 3.0 bereits eine Form von Blazor erschienen, die sich aber nur für kleine bis mittlere Nutzerzahlen eignet.

Artikelserie

Teil 1: Blazor Server ist mit ASP.NET Core 3.0 erschienen

Teil 2: Blazor-Syntax, Libraries, Zustände und Interoperabilität

Bei der Erstankündigung im März 2018 hatte Microsoft zunächst nur Blazor auf Basis von WebAssembly im Webbrowser vorgestellt. Hier laufen C#-Code und .NET-Assemblies direkt im Browser – wie einst bei Silverlight. Am 10. August 2018 in Preview 0.5 folgte dann Server-side Blazor, bei dem der gleiche Programmcode auch auf dem Webserver laufen konnte. Dieses Feature wurde unter dem Stichwort „Out of Process Execution“ entwickelt [1]. Danach bezeichnete Microsoft zur Abgrenzung das ursprüngliche WebAssembly-basierte Architekturmodell als Client-side Blazor.

In der Folgezeit hat Microsoft nicht nur mit der Technik, sondern auch dem Namen der beiden Blazor-Varianten experimentiert. Zunächst sollte die serverseitige Ausführung mit „ASP.NET Core Razor Components“ einen komplett anderen Namen erhalten. Im April 2019 revidierte Microsoft das aber, was auch weise war, denn Razor Components war den vorhandenen Konzepten wie Razor Views (in ASP.NET Core MVC), Razor Pages (eine Alternative zu ASP.NET Core MVC) und Razor Class Libraries (zur Kapselung von Razor Views und Razor Pages) namentlich zu ähnlich. Der letzte Namensstand aus dem Juli 2019, der auch für die am 23. September 2019 erschienene RTM-Version der Serverausführung gilt, ist: Die Serverausführung heißt Blazor Server, die Clientausführung Blazor WebAssembly.

Was ist Blazor Server?

Blazor Server ist stark erklärungsbedürftig, denn obwohl es auf dem Webserver läuft (wie der Namen besagt), macht es dennoch keine vollständigen Seitenrundgänge wie die klassischen Server-side Rendering (SSR) Frameworks alias Multi Page Application (MPA) Frameworks, wie z. B. ASP.NET MVC, ASP.NET Razor Pages, JSP oder PHP. Mit Blazor Server entsteht vielmehr eine Single Page Application (SPA): Der Benutzer sieht im Browser nur einen URL und es flackert auch zwischendurch nicht durch den Wechsel ganzer HTML-Seiten, denn es ändern sich bei SPA-Interaktionen nur immer einzelne Seitenteile.

Wer nun an das Feature „Server-side-(Pre-)Rendering“ denkt, das es in ein...

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Teil 1: Blazor Server ist mit ASP.NET Core 3.0 erschienen

Der erste Blazor-Streich

Viele .NET-Entwickler warten seit der Erstankündigung im März 2018 sehnsüchtig auf Blazor, das .NET-basierte Web-Framework zur Entwicklung von Single Page Applications. Mit Server-side Blazor (alias Blazor Server) ist nun in .NET Core 3.0 bereits eine Form von Blazor erschienen, die sich aber nur für kleine bis mittlere Nutzerzahlen eignet.

Holger Schwichtenberg


Viele .NET-Entwickler warten seit der Erstankündigung im März 2018 sehnsüchtig auf Blazor, das .NET-basierte Web-Framework zur Entwicklung von Single Page Applications. Mit Server-side Blazor (alias Blazor Server) ist nun in .NET Core 3.0 bereits eine Form von Blazor erschienen, die sich aber nur für kleine bis mittlere Nutzerzahlen eignet.

Artikelserie

Teil 1: Blazor Server ist mit ASP.NET Core 3.0 erschienen

Teil 2: Blazor-Syntax, Libraries, Zustände und Interoperabilität

Bei der Erstankündigung im März 2018 hatte Microsoft zunächst nur Blazor auf Basis von WebAssembly im Webbrowser vorgestellt. Hier laufen C#-Code und .NET-Assemblies direkt im Browser – wie einst bei Silverlight. Am 10. August 2018 in Preview 0.5 folgte dann Server-side Blazor, bei dem der gleiche Programmcode auch auf dem Webserver laufen konnte. Dieses Feature wurde unter dem Stichwort „Out of Process Execution“ entwickelt [1]. Danach bezeichnete Microsoft zur Abgrenzung das ursprüngliche WebAssembly-basierte Architekturmodell als Client-side Blazor.

In der Folgezeit hat Microsoft nicht nur mit der Technik, sondern auch dem Namen der beiden Blazor-Varianten experimentiert. Zunächst sollte die serverseitige Ausführung mit „ASP.NET Core Razor Components“ einen komplett anderen Namen erhalten. Im April 2019 revidierte Microsoft das aber, was auch weise war, denn Razor Components war den vorhandenen Konzepten wie Razor Views (in ASP.NET Core MVC), Razor Pages (eine Alternative zu ASP.NET Core MVC) und Razor Class Libraries (zur Kapselung von Razor Views und Razor Pages) namentlich zu ähnlich. Der letzte Namensstand aus dem Juli 2019, der auch für die am 23. September 2019 erschienene RTM-Version der Serverausführung gilt, ist: Die Serverausführung heißt Blazor Server, die Clientausführung Blazor WebAssembly.

Was ist Blazor Server?

Blazor Server ist stark erklärungsbedürftig, denn obwohl es auf dem Webserver läuft (wie der Namen besagt), macht es dennoch keine vollständigen Seitenrundgänge wie die klassischen Server-side Rendering (SSR) Frameworks alias Multi Page Application (MPA) Frameworks, wie z. B. ASP.NET MVC, ASP.NET Razor Pages, JSP oder PHP. Mit Blazor Server entsteht vielmehr eine Single Page Application (SPA): Der Benutzer sieht im Browser nur einen URL und es flackert auch zwischendurch nicht durch den Wechsel ganzer HTML-Seiten, denn es ändern sich bei SPA-Interaktionen nur immer einzelne Seitenteile.

Wer nun an das Feature „Server-side-(Pre-)Rendering“ denkt, das es in ein...

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