© Sarah Stemmler
Frauen in der Tech-Branche

Im Porträt: Sarah Stemmler


Die Tech-Industrie wird von Männern dominiert – so weit, so schlecht. Doch langsam, aber sicher bekommt der sogenannte Boys Club Gesellschaft von begabten Frauen: Immer mehr Frauen fassen in der Branche Fuß. Aus diesem Grund wollen wir hier spannenden und inspirierenden Frauen die Möglichkeit geben, sich vorzustellen und zu erzählen, wie und weshalb sie den Weg in die Tech-Branche gewählt haben. Aber auch Themen wie Geschlechtervorurteile, Herausforderungen oder Förderungsmöglichkeiten kommen zur Sprache.

Windows Developer: Seit wann besteht dein Interesse für die Tech-Branche?

Sarah Stemmler: Tatsächlich hatte ich schon als Kind einen Zugang zu Technik. Mein Vater hatte eine Reparaturwerkstatt für Digitalkameras und Drucker. Wahrscheinlich hatten wir früher immer die neueste Elektronik und viel Werkzeug im Keller. Mit 12 Jahren habe ich ein Handy bekommen, damals ein sehr modernes Modell von Siemens, das mir optisch aber überhaupt nicht gefallen hat. Daher habe ich es einfach auseinander gebaut, und die Tastatur und das Gehäuse mit dem eines anderen Geräts getauscht. Zum Glück hat das Handy danach noch funktioniert, sonst hätte ich damals bestimmt Ärger bekommen.

WD: Wie verlief dein Weg bis zum jetzigen Job?

Stemmler: Nach einem traumatischen Erlebnis mit Informatik in der Schule wollte ich mit diesem Thema nichts mehr zu tun haben. Ich studierte im Bachelor BWL mit Schwerpunkt Sportmanagement, da ich in meiner Jugend Golf als Leistungssport betrieben habe. Mein Traum war es, Golfclubmanager zu werden. Allerdings konnte mich ein Praktikum in diesem Bereich nicht so richtig überzeugen. Nach meinem Bachelorabschluss arbeitete ich eine Zeit lang bei meinem Vater in der Reparaturwerkstatt. Über ein weiteres Praktikum, diesmal im Marketing beim Süßwarenhersteller Ferrero, kam ich zum Masterstudium nach Passau. Dort hatte ich plötzlich Fächer wie Ökonometrie oder Paneldatenanalyse und lernte, mit der Programmiersprache R Daten zu analysieren. Der Anfang war definitiv nicht einfach, aber irgendwann hat es bei mir Klick gemacht und ich hatte richtig Spaß an diesen Themen. So kam ich dann über meine Masterarbeit in Statistik an ein Praktikum bei einem IT-Dienstleister in Passau, bei dem ich später eine der ersten Data Scientists der Firma wurde. Als ich dort angefangen hatte, waren wir ein Start-up mit rund 30 Mitarbeitern. Als ich das Unternehmen diesen Februar verlassen habe, waren es bereits 150 Leute. Diese Entwicklung mitzuerleben, war eine große Bereicherung für mich.

„Der Anfang war definitiv nicht leicht, aber irgendwann hat es bei mir Klick gemacht.“

WD: Gibt es Frauen, die dich gefördert haben?

S...

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