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Windows Developer
Azure-Suchdienst in eigenen Anwendungen verwenden

Azure: der Suchdienst in Aktion

Der Windows Azure Search Service stellt einen umfangreichen Dienst dar, um Inhalte indizieren und durchsuchen zu können. Mithilfe dieses Cloud-basierten Diensts kann eine vollständige Suchlösung realisiert werden. Der vorliegende Artikel gibt einen Überblick über den Dienst und zeigt anhand eines konkreten Beispiels die Integrationsmöglichkeiten in eigene Anwendungen.

Marc André Zhou


Neben der Verarbeitung von Daten in eigenen Anwendungen spielt die Suche nach bestimmten Informationen innerhalb von Anwendungen eine wichtige Rolle. Anwender sind oft frustriert, wenn benötigte Informationen nicht zeitnah und einfach gefunden werden können. Es gibt verschiedene Wege und Ansätze, eigene Suchfunktionen in Anwendungen zu integrieren. Bei vielen typischen Geschäftsanwendungen – so genannten „Line of Business“-(LOB-)Anwendungen –, die als Datenspeicher eine Datenbank verwenden, werden Suchlösungen basierend auf der Abfragesprache SQL realisiert. Für die Suche innerhalb von Anwendungsdaten ist dies in der Regel vollkommen ausreichend. Kommen aber neben den strukturierten Daten noch unstrukturierte Dateien – zum Beispiel in Form von Word- oder PDF-Dateien – hinzu, wird es schon komplizierter. Wenn die zusätzlichen Dateien ebenfalls in der Datenbank gespeichert sind, kann – wenn das Datenbanksystem dies unterstützt – eine Volltextindizierung zum Einsatz kommen. Liegen die Dateien auf einem ausgelagerten Speichermedium, muss ein eigener Indizierungsmechanismus zunächst einen durchsuchbaren Index aufbauen. Für die Erstellung eines Indexes steht zum Beispiel unter .NET das Lucene Framework [1] bereit. Dieses ermöglicht die Erstellung von Indizes über Dateien und die Inhaltsabfrage. Die Verwendung einer separaten Bibliothek und die Verwaltung eines Indexes verursachen jedoch immer zusätzlichen Verwaltungsaufwand. Um diesen zu minimieren, kann der Cloud-basierte Windows-Azure-Suchdienst verwendet werden. Dieser Dienst steht als Vorschau bereit und bietet unter anderem folgende Vorteile:

Verwaltung des SuchindexesAutomatische Auflösung von IndexfehlernVerbesserte Verfügbarkeit und SkalierungStändige Aktualisierung des Diensts

Neben den technischen Vorteilen ermöglicht der Dienst die Umsetzung von Suchlösungen, die zusätzliche Eigenschaften wie Verfeinerungsfilter (Facettieren), Suchvorschläge und Hervorhebung von Suchergebnissen beinhalten können. Die Abfragesprache ist einfach gehalten, sodass der Benutzer einfach und schnell Suchan­fragen – zum Beispiel mit den Symbolen Plus (+), Minus (-), Anführungszeichen (") und Sternchen (*) – bilden und absetzen kann. Die Abfragen können unter anderem programmatisch um Filter, vorgegebene Sortierungen und die Seitennavigation erweitert werden. Somit können bestimmte Restriktionen und Darstellungen erzwungen werden. Über ein Bewertungsmodell können mögliche Suchtreffer in der Relevanz beeinflusst werden. In ein...

Windows Developer
Azure-Suchdienst in eigenen Anwendungen verwenden

Azure: der Suchdienst in Aktion

Der Windows Azure Search Service stellt einen umfangreichen Dienst dar, um Inhalte indizieren und durchsuchen zu können. Mithilfe dieses Cloud-basierten Diensts kann eine vollständige Suchlösung realisiert werden. Der vorliegende Artikel gibt einen Überblick über den Dienst und zeigt anhand eines konkreten Beispiels die Integrationsmöglichkeiten in eigene Anwendungen.

Marc André Zhou


Neben der Verarbeitung von Daten in eigenen Anwendungen spielt die Suche nach bestimmten Informationen innerhalb von Anwendungen eine wichtige Rolle. Anwender sind oft frustriert, wenn benötigte Informationen nicht zeitnah und einfach gefunden werden können. Es gibt verschiedene Wege und Ansätze, eigene Suchfunktionen in Anwendungen zu integrieren. Bei vielen typischen Geschäftsanwendungen – so genannten „Line of Business“-(LOB-)Anwendungen –, die als Datenspeicher eine Datenbank verwenden, werden Suchlösungen basierend auf der Abfragesprache SQL realisiert. Für die Suche innerhalb von Anwendungsdaten ist dies in der Regel vollkommen ausreichend. Kommen aber neben den strukturierten Daten noch unstrukturierte Dateien – zum Beispiel in Form von Word- oder PDF-Dateien – hinzu, wird es schon komplizierter. Wenn die zusätzlichen Dateien ebenfalls in der Datenbank gespeichert sind, kann – wenn das Datenbanksystem dies unterstützt – eine Volltextindizierung zum Einsatz kommen. Liegen die Dateien auf einem ausgelagerten Speichermedium, muss ein eigener Indizierungsmechanismus zunächst einen durchsuchbaren Index aufbauen. Für die Erstellung eines Indexes steht zum Beispiel unter .NET das Lucene Framework [1] bereit. Dieses ermöglicht die Erstellung von Indizes über Dateien und die Inhaltsabfrage. Die Verwendung einer separaten Bibliothek und die Verwaltung eines Indexes verursachen jedoch immer zusätzlichen Verwaltungsaufwand. Um diesen zu minimieren, kann der Cloud-basierte Windows-Azure-Suchdienst verwendet werden. Dieser Dienst steht als Vorschau bereit und bietet unter anderem folgende Vorteile:

Verwaltung des SuchindexesAutomatische Auflösung von IndexfehlernVerbesserte Verfügbarkeit und SkalierungStändige Aktualisierung des Diensts

Neben den technischen Vorteilen ermöglicht der Dienst die Umsetzung von Suchlösungen, die zusätzliche Eigenschaften wie Verfeinerungsfilter (Facettieren), Suchvorschläge und Hervorhebung von Suchergebnissen beinhalten können. Die Abfragesprache ist einfach gehalten, sodass der Benutzer einfach und schnell Suchan­fragen – zum Beispiel mit den Symbolen Plus (+), Minus (-), Anführungszeichen (") und Sternchen (*) – bilden und absetzen kann. Die Abfragen können unter anderem programmatisch um Filter, vorgegebene Sortierungen und die Seitennavigation erweitert werden. Somit können bestimmte Restriktionen und Darstellungen erzwungen werden. Über ein Bewertungsmodell können mögliche Suchtreffer in der Relevanz beeinflusst werden. In ein...

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