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Universal-Apps im Enterprise-Umfeld

Festlegen der Zielgeräte


Ein großer Vorteil des Gerätefamilienkonzepts von Windows 10 ist, dass eine Universal-App auf einer Vielzahl verschiedener Geräte ausgeführt werden kann. Im Gegensatz zu klassischen Windows-8.1- und Windows-Phone-8.1-Anwendungen zielen Universal-Apps nicht auf ein bestimmtes Betriebssystem ab, sondern auf eine oder mehrere Gerätefamilien. Eine Gerätefamilie identifiziert sich durch spezifische APIs oder Gerätecharaktermerkmale wie bestimmte Sensoren.

Die Funktionsweise beruht darauf, dass auf oberster Ebene, der Universal Device Family, eine bestimmte Reihe von Funktionen und APIs garantiert wird, die auf jeder Plattform zur Verfügung stehen (Abb. 1). Je nach gewählter Gerätefamilie kommen einige weitere spezielle APIs hinzu. Mittels adaptivem Code lassen sich gerätespezifische APIs, zum Beispiel für das Ansteuern von Sensoren, ermitteln. Hierzu lässt sich die ApiInforma­tion.IsTypePresent-Methode verwenden, die den zu prüfenden Typ in Form einer Zeichenkette entgegennimmt und einen bool-Wert zurückliefert:

bool isPresent = ApiInformation.IsTypePresent("Windows.Phone.UI.Input.HardwareButtons");

Vor der Entwicklung einer jeden App sollte darüber nachgedacht werden, welche Gerätefamilie oder Gerätefamilien die App unterstützen soll. Diese Entscheidung hängt natürlich stark von den Anforderungen bzw. den Funktionen und Zielgruppen der App ab und muss letztendlich bei jeder Neuentwicklung individuell getroffen werden. Durch die Festlegung auf einen Formfaktor bzw. eine Gerätefamilie lässt sich der Fokus auf die Optimierung der App für die bestimmten Zielgeräte setzen. Bei entsprechender Berücksichtigung ist es zu einem späteren Zeitpunkt mit geringem Aufwand möglich, die App für weitere Formfaktoren anzupassen. Diese Vorgehensweise ist besonders für Pilotprojekte mit kleinem Budget zu empfehlen. Welche Gerätefamilie die App adressieren soll, lässt sich über das App-Manifest in der Package.appxmanifest-Datei festlegen. Im TargetDeviceFamiliy-Element können des Weiteren noch Bedingungen hinsichtlich der mindestens benötigten und der höchsten Windows-10-Version, mit der die App getestet wurde, angegeben werden. Standardmäßig enthält das Name-Attribut den Wert Windows.Universal, was bedeutet, dass die gesamte Universal-Gerätefamilie unterstützt wird:

<Dependencies> <TargetDeviceFamily Name="Windows.Universal" MinVersion="10.0.x.0" MaxVersionTested="10.0.y.0"/> </Dependencies>

Eine weitere Variante besteht darin, eine App für eine bestimmte Unterfamilie auszuleg...

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